Schienenverkehr: Additiv gefertigtes Sicherheitsbauteil erhält Zulassung

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Die Arbeitsgruppe Approval des Netzwerks Mobility goes Additive e.V. hat erstmalig die Zulassung des Betriebseinsatzes für ein additive gefertigtes, sicherheitsrelevantes Bauteil im Schienenverkehr erwirkt.
Additiv gefertigtes Sicherheitsbauteil für den Schienenverkehr

Quelle: Mobility goes Additive

Die Arbeitsgruppe Approval des Netzwerks Mobility goes Additive e.V. hat erstmalig die Zulassung des Betriebseinsatzes für ein additive gefertigtes, sicherheitsrelevantes Bauteil im Schienenverkehr erwirkt.

Die sogenannte „Hängelasche“ aus der Bremseinheit einer U-Bahn befindet sich nun bei der Hamburger Hochbahn AG im Einsatz. Nach Arbeitsaufnahme im Februar 2017 hat die Arbeitsgruppe Approval unter der Leitung der Siemens Mobility GmbH und Beteiligung seiner Mitglieder, der Deutsche Bahn AG, der Fraunhofer-Einrichtungen IAPT und IGCV, der Hamburger Hochbahn AG, der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH , Photon AG, SBB Cargo AG und der TÜV SÜD Product Service GmbH,  nach knapp zwei Jahren ihr Ziel erreicht, erstmalig die Freigabe zum Betriebseinsatz eines additiv gefertigten, hochbelasteten und sicherheitsrelevanten Bauteils zu erhalten. Nach einem gemeinsam entwickelten Zulassungskonzept konnte die Einsatzeignung des additiv hergestellten Bauteils erfolgreich nachgewiesen werden.

Standard für weitere Zulassungen im Schienenverkehr soll erwirkt werden

Die erforderlichen Prozeduren zur Qualitätssicherung, korrespondierende Tests sowie umfangreiche Dokumentationen wurden abschließend durch den TÜV Süd begutachtet und für positiv befunden. Nach Freigabe des Betriebseinsatzes seitens der Hamburger Technischen Aufsichtsbehörde gemäß BOStrab, erfolgte im August 2019 die Inbetriebnahme durch die Hamburger Hochbahn AG. Die Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung, kurz BOStrab, regelt hierbei den Bau und Betrieb von Straßenbahnen sowie weiteren ober- und unterirdischen Bahnen auf Landesebene. Aufbauend auf diesen für das Bahnwesen innovativen Präzedenzfall soll künftig ein Standard für weitere Zulassungen auf landesübergreifender Ebene erwirkt werden, um die Einsatzmöglichkeiten additiv gefertigter Bauteile/Ersatzteile im Bahnbereich voranzutreiben.

Netzwerk erschließt Wertschöpfungspotenziale im Mobilitätssektor

Ziel des Netzwerks Mobility goes Additive e.V. ist es, den Applikationsraum der additiven Fertigung im Mobilitätssektor auszuweiten und industriell zu etablieren. Hierzu erarbeiten über 100 internationale Mitgliedsunternehmen aus allen Teilen der Industrie in verschiedenen Arbeitsgruppen entsprechende Lösungen. Das Netzwerk fungiert als zentrale Plattform, um die Wertschöpfungspotenziale der additiven Fertigung für den Mobilitätssektor zielgerichtet zu erschließen. Dies wird durch die Bündelung der Kompetenzen der Mitglieder im Rahmen gemeinsamer Projekte erreicht. Ebenfalls dient der Verein als Ansprechpartner für öffentliche und politische Institutionen.

Weitere Informationen: https://mobilitygoesadditive.com/de/

Hier erfahren Sie mehr darüber, wie die Deutsche Bahn Prozesse in der additiven Fertigung optimiert.

Lesen Sie auch: „Blockchain und 3D-Druck: Wie geht das zusammen?“

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