Schiffbau: „High Flow 4“ – Katamaran für Offshore-Projekte

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Schiffbau: „High Flow 4“ – Katamaran für Offshore-Projekte

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voith_hi_flo_4

Im Januar 2014 unterzeichneten der britische Offshore-Dienstleister Mojo Maritime und die Hamburger Hammonia Reederei eine gemeinsame Absichtserklärung zur Realisierung des Projekts „High Flow Installation Vessel“ (HF 4). Das Spezial-Konstruktionsschiff soll durch dynamisches Positionieren in Strömungen von bis zu zehn Knoten den Offshore-Markt revolutionieren. Möglich wird dies durch einen von Voith entworfenen Katamaran, angetrieben von vier Voith Schneider Propellern (VSP).

Das auf die Installation von Unterwasserturbinen spezialisierte Schiff wurde von den Voith Schiffbauingenieuren entsprechend der Ideen von Mojo Maritime speziell auf die Länge von 59,5 Metern und eine Breite von 28,6 Metern ausgelegt. Es bietet eine freie Decksfläche von rund 1‘000 Quadratmetern, Platz für 44 Personen und einen A-Mast Kran mit einer maximalen Hebekapazität von 250 Tonnen. Dies ermöglicht die Durchführung sämtlicher Arbeitsschritte im Bereich der Strömungsenergiegewinnung – von der Installation der Gründungsstruktur über das Aufsetzen der Turbine bis hin zur langfristigen Wartung der Anlage. Darüber hinaus eröffnen auch der Offshore-Wind-Sektor und der gesamte Unterwasser-Installationsmarkt weitreichendes Einsatzpotential für das HF 4.

Die notwendige Stabilität gewährleistet das Design in Form eines Katamarans. „Die mittige Lage des Moonpools ermöglicht Operationen an der Stelle der geringsten Schiffsbewegung im Seegang“, erläutert Stefan Moyé, Engineering Manager der Voith Turbo Schneider Propulsion. „Darüber hinaus kann es durch die extrem kurze Umsteuerzeit der Voith Schneider Propeller selbst unter schwierigen Strömungsbedingungen punktgenau dynamisch positionieren.“

HF 4 soll Installationsrisiken von Offshore-Konstruktionsprojekten minimieren und aufkommende Installationskosten maßgeblich senken. „Als Offshore-Dienstleister konnten wir zwar einen vielfältigen Anforderungskatalog für das optimale Konstruktionsschiff entwickeln – bei der tatsächlichen Entwicklung betraten wir jedoch Neuland“, beschreibt Richard Parkinson, Managing Director von Mojo Maritime, die Herausforderung des Projekts. „Mit Voith begleitete uns während des gesamten Prozesses ein kompetenter und zuverlässiger Partner, dem es gelang, aus unserer Vision ein zukunftsweisendes, ökonomisch einmaliges Konzept zu entwerfen.“

Die Erstellung des Basic Designs umfasste für Voith unter anderem die Berechnung von Leck- und Intaktstabilität, die Projektierung der Stahlstruktur sowie die Auslegung der Schiffsausrüstung und der Schiffsmaschinensysteme. Nach der gemeinsamen Absichtserklärung suchen Mojo Maritime und Hammonia aktuell nach einer geeigneten Werft zur Realisierung des Konzepts.

Die Entwicklung des Projekts wurde durch das „Technology Strategy Board“, die Innovationsagentur Großbritanniens, gefördert. Diese zielt darauf ab, wirtschaftliches Wachstum durch Anregung und Unterstützung betrieblicher Innovationen auszubauen. Finanziert durch das „Department for Business, Innovation and Skills“ (BIS) stärkt sie den Kontakt zwischen Wirtschaft, Forschung und Öffentlichem Sektor. Ziel ist es, die Entwicklung innovativer Produkte zu fördern, um Marktbedürfnisse zu befriedigen, grundlegende gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen und den Aufbau einer zukunftsfähigen Wirtschaft zu stärken.

HF 4 verbindet das Design in Form eines Katamarans mit 4 VSPs um Schiffsbewegungen zu minimieren.

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