19.08.2014 – Kategorie: Fertigung & Prototyping, Technik

Schunk: Miniaturgreifer für die Montage

unbenannt

Für die automatisierte Montage von Elektronikbauteilen und anderen Kleinstteilen hat Schunk eine Präzisionsversion des seines Miniatur-Parallelgreifers MPG-entwickelt. Das standardisierte Modul mit dem Zusatz „plus“ ist mit so engen Toleranzen gefertigt, dass es hochpräzise greifen kann: Seine Austauschgenauigkeit beträgt 0,1 Millimeter, die Exzentrizität der Greifmitte +/- 0,05 Millimeter und die Höhengleichheit 0,02 Millimeter.

Bei ihm ist jederzeit eine maximale Genauigkeit der Anschraubfläche zur Spannmitte sichergestellt. Mit dem Präzisionsgreifer können filigranste Teile exakt positioniert werden. Zudem ist es möglich, mehrere Module nebeneinander höhengleich auf einer Anschraubfläche zu platzieren. Bei Bedarf lässt sich der MPG-plus einfach per Plug & Work wechseln, ohne dass ein Feinjustieren oder Nachlernen erforderlich wäre.

Verglichen mit ähnlichen Modulen, die den gleichen Input benötigen, erzielt der neue Greifer einen deutlich höheren Output und macht damit den Weg frei zu immer kleineren und effizienteren Systemen. Aufgrund seiner hohen Kraft und Momenten-Aufnahme sind bei gleicher Baugröße längere Greiferfinger und höhere Greifkräfte möglich.

Alternativ können Konstrukteure und Anwender bei identischem Kraftbedarf mit kleineren Baugrößen arbeiten. Eine leistungsfähige, einzeln angepasste Kreuzrollenführung gewährleistet eine hohe Tragfähigkeit der gesamten Führung, minimalen Verschleiß und eine lange Lebensdauer. Um auch dynamische Anwendungen zu ermöglichen, wurde am Greifergehäuse überschüssiges Material eingespart, im Inneren kommen Komponenten aus einem speziellen Hochleistungsaluminium zum Einsatz. Damit Konstrukteure beim Prozess- und Anlagendesign möglichst flexibel sind, lässt sich das Modul sowohl seitlich als auch bodenseitig durch- und anschrauben. Neben einer induktiven Abfrage kann der MPG-plus auch über integrier- und programmierbare Magnetschalter abgefragt werden. Ohne dass größere Störkonturen entstehen, detektieren diese Sensoren zwei Positionen, beispielsweise „Auf“ und „Zu“. Um die Prozessstabilität zu erhöhen, können zusätzlich die Ausschaltpunkte programmiert werden. So sind selbst bei sehr kleinen Hüben eine sichere Positionsabfrage und eine Detektion unterschiedlicher Werkstückgrößen möglich.

Sowohl die Standardversion als auch die Präzisionsversion des Kleinteilegreifers gibt es in den Baugrößen 16 bis 64 mit Fingerhüben von 1,5 bis 10 Millimetern und Greifkräfte von 25 bis 350 Newton. Das maximale Teilegewicht beträgt je nach Größe 0,13 bis 1,25 Kilo.


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