01.09.2021 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Schwenkantrieb: Ein Kraftpaket für das Schwenken von großen Lasten

Schwenkantrieb SES 9 S 190 H NSSQuelle: Friedemann Wagner GmbH Handhabungstechnik

Mit der neuen Schwenkeinheit SES-9 der Friedemann Wagner GmbH ist das pneumatisches Schwenken großer Lasten zwischen 0 und 190° möglich.

  • Der Schwenkantrieb SES-9 der Friedemann Wagner GmbH ermöglicht pneumatisches Schwenken großer Lasten zwischen 0 und 190°.
  • Durch das ausgeklügelte Anschlagsystem liegt das effektive Drehmoment von 24 Nm in den Endlagen voll an.
  • Gerade bei großen Lasten ist das ein wichtiges Kriterium für Konstrukteure.

Das Prinzip des externen Anschlags für den Schwenkantrieb der Friedemann Wagner GmbH verlagert die Last weg von der Zahnstange (Standzeit). Nebeneffekt: die Wiederholgenauigkeit ist nicht mehr direkt von der Verzahnung abhängig — sie liegt bei +/-0,01°. Wegen der hohen erwarteten Lasten erfolgt die Auslieferung ab Werk stets mit montierten hydraulischen Stoßdämpfern. Je nach Last und Abstand zum Mittelpunkt lässt sichgesamthaft ein Massen-Trägheitsmoment von bis zu 64’200 kgcm² schwenken. Der Schwenkwinkel ist über den kompletten Weg einstellbar (+/- 95° von der Mittellage). Die Schwenkzeit liegt zwischen 0,7 – 2,4 s und wird klassisch über eine externe Abluftdrossel beeinflusst.

Schwenkantrieb ab Werk mit montierten hydraulischen Stoßdämpfern

Die Endlagenabfrage erfolgt über Sensoren, die direkt in die Anschlagschrauben der Schwenkwinkel-Einstellung eingedreht werden. Da so die echte Endlage quittiert wird, lässt sich per SPS-Routine eine Stoßdämpferausfallerkennung realisieren (Abfrage auf Prellen). Das Erkennen defekter Dämpfer ist ein enormer Nutzenvorteil — besonders vor dem Hintergrund großer Lasten. Teure Folgeschäden der Applikation lassen sich vermeiden. Die Sensoren, Anschlagschrauben und Dämpfer zeigen mit diesem Ansatz in eine Richtung. Das erleichtert die Justierung und vermeidet Störkanten in andere Raumrichtungen.

Alternativ kann die Abfrage auch per C-Nut-Sensoren oder Standardsensoren (D = 6,5 mm) erfolgen. Über Befestigungssätze (BFS / Zubehör) klemmt man diese in den Anschlagschrauben. SES-9 hat in der Standardausführung eine Mittelbohrung von 20 mm. Sie ist optional auch mit integrierter

  • 6-fach Luft-Durchführung
  • 6-fach Luft- und Signal-Durchführung

in den drehenden Turm erhältlich.

Zur Erreichung einer 3. Position (Zwischenposition) ist das Zusatzmodul ZWP-9-SES verfügbar. Dort kann zur Installation die „90° Position“ um +/-10° justiert werden. Je nach Anwendungsfall sind auch für die Mittellage Dämpferaufnahmen angebracht. Die Abfrage der Zwischenposition erfolgt bei Bedarf ebenfalls über einen induktiven Näherungsschalter. 

Bild oben: Schwenkeinheit SES-9 mit eingeschraubten Sensoren — alle Störkanten auf einer Seite. Bildquelle: Friedemann Wagner GmbH Handhabungstechnik

Weitere Informationen: https://wagnerautomation.de/

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