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Sie sind klein, schwarz und unscheinbar. Kein Wunder, dass selbst Konstrukteure, die ACE-TUBUS-Strukturdämpfer noch nicht so gut kennen, sie eher für Notstopper halten. Dass die aus Co-Polyester-Elastomer gefertigten Maschinenelemente zu Kraftprotzen werden können, halten viele für unmöglich. Das sichere Abbremsen von Wartungsbooten an den Windparks mitten in der Nordsee beweist das Gegenteil.


An Land sind sie umstritten, auf dem Meer hingegen wird ihnen allgemein ein großes Potenzial im Zuge der Energiewende zugeschrieben: Die Rede ist von Windkraftanlagen. Mit ihren riesigen Ausmaßen stellt die Ansammlung der vielen Windräder für manchen Betrachter aus der Ferne sogar ein reizvolles Bild dar. Da sie aus der Nähe betrachtet zwar immer noch imposant, aber nicht wirklich schön sind, liegt es nahe, dass ihre täglichen Besucher keine Touristen, sondern Servicetechniker sind. In diesem Einsatzfall kommen die Experten vom niederländischen Unternehmen Wals diving & marine service ins Spiel. Sie sind damit beauftragt, Kabelreparaturen und Wartungsarbeiten an den Windrädern vorzunehmen. Das Anlanden war für die Wals-Teams, die als Spezialisten von Unterwasserarbeiten weit über die Niederlande hinaus bekannt sind, für eine sehr lange Zeit ein echtes Abenteuer. Denn im Gegensatz zum Anlegen an Land benötigt man wegen des Wellengangs und der begrenzten räumlichen Spielräume eine an LKW-Arbeitsbühnen erinnernde Konstruktion, um einen sicheren Übergang zu ermöglichen. Das optische Erscheinungsbild legt nahe, dass es sich dabei um einen hydraulisch zu bewegenden Korb handelt. Der Sicherheit aller wegen handelt es sich jedoch bei der zu sehenden Konstruktion um ein starres, an das Boot angebrachtes Objekt. Für den Kapitän des Wartungsbootes gilt es beim Anlegen, das gesamte Gewicht des Bootes und sogar noch 20 Prozent mehr sicher abzubremsen. Dieses Masseplus erklärt sich aus einer anzunehmenden Aufprallgeschwindigkeit von ca. 0,5 m/s und der Kraft der Wellen. Lange Zeit hatte die Firma Wals aus dem direkt an der Bucht der IJ gelegenen Hafenstädtchen Ijmuiden deshalb auch mit Beschädigungen an ihren leichten, aus Polyester gefertigten Transportschiffen zu kämpfen. Zudem bestand auch für die Unversehrtheit der Arbeiter immer ein potenzielles Restrisiko. Eine neue und leicht zu integrierende Lösung musste her. Ein Umbau der Schiffe sollte, wenn irgendwie möglich, aus Kostengründen vermieden werden.


ACE Deutschland beschäftigt mit Han Titulaer und Ralf Küppers bereits seit Jahren zwei Männer vor Ort, die nicht nur des Niederländischen mächtig sind, sondern die auch ihre Lebensmittelpunkte dort haben und damit fast zwangsläufig über eine hohe Affinität zu allen maritimen Belangen verfügen. Von daher war dem Benelux-Team von ACE nach einer kurzen Beschreibung des Falls schnell klar, dass es hier nicht auf ein punktgenaues Abstoppen ankommt. So war eine Bedingung erfüllt, sich anstelle von Industriestoßdämpfern nach geeigneten TUBUS-Strukturdämpfern umzuschauen. Damit ließen sich rund 70 Prozent an Kosten einsparen, ohne zu Lasten der Sicherheit zu gehen, wie dies bei Gummidämpfern oder Stahlfedern der Fall wäre, da diese die unangenehme Eigenschaft haben, relativ schnell entweder zu zerbröseln oder zu brechen. TUBUS von ACE, gefertigt aus Co-Polyester Elastomer, sind hingegen auf eine Million Lastwechsel ausgelegt. Bei viermaligem Anfahren pro Tag lassen sich diese einbaufertigen und wartungsfreien Elemente also bequem auch noch an nachfolgende Schiffsgenerationen vererben. Auch ihr seewasserbeständiges und Umgebungstemperaturen von minus 40 Grad Celsius bis 90 Grad Celsius aushaltendes Material prädestiniert sie für den Einsatz an den Schiffen von Wals diving & marine service. Nach Berücksichtigung der gesamten Eckdaten, wie der bereits erwähnten Masse und Aufprallgeschwindigkeit entschied sich Han Titulaer in enger Abstimmung mit Paul van Tongeren, dem niederländischen Konstrukteur aus den eigenen Reihen von Wals, insgesamt vier TUBUS des Typs TS84-43 zu verbauen. TS steht dabei für die axial-soft-dämpfende Reihe dieser Maschinenelemente, die 84 für den Durchmesser und die 43 für den maximalen Hub in Millimetern. Trotz dieser geringen Ausmaße und des damit einhergehenden Gewichts von gerade einmal etwas mehr als 400 Gramm ist ein solches Element bereits in der Lage, bei Dauerbelastungen 460 Nm pro Hub aufzunehmen. Ist der TUBUS – wie in den meisten seiner Verwendungsbeispiele – lediglich für Notfälle vorgesehen, erhöht sich dieser Wert sogar noch auf 644 Nm pro Hub. Kombiniert eingesetzt, verrichten die vier Maschinenelemente so zuverlässig ihre Dienste, dass seit ihrem über die bereitgestellte Befestigungsschraube vollzogenen Einbau keine Schäden mehr am acht Tonnen schweren Schiff aufgetreten sind.


Um für noch mehr und noch schwerwiegendere Fälle gerüstet zu sein, bietet ACE insgesamt sechs Baureihen mit über 140 Einzelprodukten, die neben den hier vorliegenden linearen Kennlinien auch degressive und progressive abdecken und im extremsten Fall sogar Kräfte von knapp 18.000 Nm aufnehmen können.


 Bilder: ACE Stoßdämpfer GmbH, Wals Diving & marine service: Das mit den TUBUS-Strukturdämpfern ausgerüstete Boot auf dem Weg zum Wartungseinsatz in einem der Windparks.


 


 


 


 



 


 


 


 


 


 


  


 


 

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