transtec: neue Server und Storage-Systeme mit NVMe-Technologie

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Geringe Latenzzeit, hohe I/O-Performance und niedriger Energieverbrauch: Das sind nur einige wenige, aber weitreichende Vorteile, die die NVMe-Technologie bietet. Zum Einsatz kommt sie bei zwei neuen Applikationsservern und zwei NAS-Systemen von transtec.
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Geringe Latenzzeit, hohe I/O-Performance und niedriger Energieverbrauch: Das sind nur einige wenige, aber weitreichende Vorteile, die die NVMe-Technologie bietet. Zum Einsatz kommt sie bei zwei neuen Applikationsservern und zwei NAS-Systemen von transtec.

transtec hat sein Server- und Storage-Portfolio erweitert. Neu im Angebot sind zum einen die CALLEO-Application-Server 1281S NVMe und 2281S NVMe und zum anderen die Storage-Lösungen PROVIGO Microsoft NAS 1280 NVMe und NAS 2280 NVMe. Es handelt sich dabei um Systeme mit einer beziehungsweise zwei Höheneinheiten. Ausgestattet werden können die Produkte der Serien 12xx mit bis zu zwei NVMe-SSDs und 8 HDDs beziehungsweise SSDs. Bei den Produkten 2281S und 2280 liegt die maximale Ausbaustufe bei vier NVMe-SSDs und 20 HDDs/SSDs.

“Die Applikationsperformance wird heute oft nicht durch die CPU oder das RAM beeinträchtigt, sondern durch die I/O-Leistung der Speichersysteme. SSDs sind dabei ein erster Schritt zur Beseitigung dieses Engpasses, allerdings kein ausreichender”, betont Milka Kriegelstein, Senior Product Manager Storage bei transtec. “Zwar erhält man dadurch eine hohe I/O-Leistung, aber das Problem der hohen Latenzzeit bleibt. Abhilfe schafft hier die NVMe-Technologie.”

Vielfach werden heute SSDs in Kombination mit SATA/SAS-Schnittstellen eingesetzt, die allerdings ursprünglich für HDDs entwickelt wurden und damit für die Anforderungen im Umfeld von SSDs eher weniger geeignet sind. Da bei diesen Schnittstellen am vorhandenen Design aus HDD-Kompatibilitätsgründen festgehalten werden muss, können sie auch Performance-Steigerungen neuer SSD-Generationen nicht in vollem Umfang für die Applikationen nutzbar machen.

Vorteile der NVMe-Technologie

Bei der NVMe-Technologie hingegen bestehen diese Einschränkungen nicht. Zum einen wird die Platten-Schnittstelle durch eine direkte PCIe-Anbindung ersetzt. Dadurch entfallen Latenzen durch Protokollumwandlungen. Die Treiber für NVMe werden komplett neu konzipiert, das heißt, es muss keine Rücksicht auf alte Hardware wie HDDs genommen werden. Dadurch kann beispielsweise auch der Befehlssatz deutlich reduziert werden, auf rund 20 Prozent im Vergleich zu SATA. Im Gegensatz zu flashbasierten PCIe-Steckkarten kann eine NVMe-SSD im laufenden Betrieb wie eine Festplatte ausgetauscht oder hinzugefügt werden.

Generell sind die NVMe-Vorteile weitreichend: Neben der geringeren Latenz und besseren I/O-Leistung ist auch der niedrigere Energieverbrauch zu nennen. Zukunftssicherheit besteht, da auch kommende schnellere Halbleiterspeicher unterstützt werden.

Diese Vorteile haben auch Messungen von transtec selbst bestätigt. So ergaben sich unter anderem folgende Resultate: Die neuen Systeme bieten in Verbindung mit NVMe-SSDs eine bis zu 6-mal höhere Datenübertragungsrate als mit 6-Gbit/s-SAS/SATA-SSDs. Und mit einem einzigen NVMe-Laufwerk der Intel-DC-P3700-Serie, das bis zu 460.000 IOPS bietet, wird nahezu dieselbe Leistung wie mit sieben SATA-SSDs erreicht, die über einen Host-Bus-Adapter (HBA) zusammengeschlossen sind – der IOPS-Wert liegt hier bei etwa 500.000.

Angehängte Messdaten der P3600 1,2 TB NVMe SSD zeigen die Leistungsfähigkeit einer einzelnen NVMe-SSD.

Für den Einsatz NVMe-basierter Systeme sind mehrere Anwendungsbereiche prädestiniert. Das betrifft zum Beispiel Datenbanken, virtualisierte Umgebungen, Cloud-Infrastrukturen oder auch Big-Data-Applikationen.

Generell eignen sich NVMe-basierte Lösungen sehr gut als Plattform für die Umsetzung von Tiering-Konzepten im Umfeld von Software-Defined Storage. Solche Lösungen bieten das Beste aus zwei Welten: die hohe Performance von NVMe-SSDs und die hohe Kapazität von Nearline-SAS-Platten. Außerdem ermöglichen sie eine Optimierung der Anzahl benötigter Laufwerke – in Abhängigkeit von den jeweiligen Performance- und Kapazitätsanforderungen. Dies wiederum kann auch die Kosten für den Stromverbrauch und die Kühlung reduzieren.

Die neuen Systeme mit NVMe-Technologie sind ab Anfang Juli verfügbar. Bezogen werden können sie direkt über transtec oder auch über die transtec-Tochter Lynx.

 

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