Trends in der additiven Fertigung, Teil 3: Rainer Höchsmann, ExOne GmbH

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Trends in der additiven Fertigung, Teil 3: Rainer Höchsmann, ExOne GmbH

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Additive Fertigungsverfahren gelten als wahre Multitalente, nicht nur, wenn es um Prototypen, sondern auch, wenn es dann in die Serie geht. Aber sind die Hoffnungen, die in sie gesetzt werden, denn auch gerechtfertigt? Und wo werden sie heute schon erfolgreich eingesetzt? An dieser Stelle äußert sich Rainer Höchsmann, Europa-Geschäftsführer der ExOne GmbH. Von Andreas Müller

AUTOCAD Magazin: In welchen Phasen der Produktentstehung sehen Sie den größten Nutzen von additiven Fertigungsverfahren?

Rainer Höchsmann: Additive Verfahren haben eine Reihe von Vorteilen. Mit dem 3D-Druck lassen sich Formen selbst für komplexe und gleichzeitig sehr präzise Gussteile herstellen, die bisher so nicht möglich waren. Das bedeutet: Dem Design und der Entwicklung sind deutlich weniger Grenzen gesetzt als früher. Viele Sandformen können sogar nur im 3D-Druckverfahren realisiert werden. Und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis und zugleich in einem Bruchteil der früher benötigten Zeit. Das ist besonders für den Prototypenbau wertvoll: Der Effekt von Designänderungen ist schnell sichtbar. Aber auch bei Kleinserien rechnet sich ein 3D-Drucker schnell. Ersatzteile sind so zudem ohne Lagerhaltung quasi auf Abruf verfügbar.

Rainer Höchsmann, Europa-Geschäftsführer der ExOne GmbH:
„Im Automobilbereich stellen wir beispielsweise Formen für Zylinderköpfe her. Diese komplexen Teile sind bereits heute sehr weit entwickelt.“

AUTOCAD Magazin: Können Sie uns hierfür, bitte, ein Beispiel nennen?

Rainer Höchsmann: Von der Technologie profitieren insbesondere Branchen wie Automobilbau oder Luftfahrt, die besonders hohe Anforderungen an Teile und ihre Entwicklung haben. Im Automobilbereich stellen wir beispielsweise Formen für Zylinderköpfe her. Diese komplexen Teile sind bereits heute sehr weit entwickelt. Um weitere Gewichtsersparnisse und eine noch höhere Leistung zu erzielen, müssen Änderungen sehr filigran umgesetzt werden. Auch im Motorsport oder Flugzeugbau, wo die Stückzahlen meist überschaubar sind, ist der 3D-Druck inzwischen fest etabliert, aber auch im Maschinenbau und anderen Sektoren immer öfter im Einsatz.

AUTOCAD Magazin: Welche Faktoren stehen der Verbreitung dieser Verfahren in der Industrie noch entgegen?

Rainer Höchsmann: Die Technologie macht rasante Fortschritte. Um in Zukunft Großserien drucken zu lassen, müssen Hersteller 3D-Drucker vor Ort in ihre Systeme integrieren. Dafür müssen Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit der Drucker noch weiter erhöht sowie innovative Lösungen zur Integration der neuen Technologie entwickelt werden.

AUTOCAD Magazin: Wie lassen sich diese Herausforderungen meistern?

Rainer Höchsmann: Durch Produktinnovationen und Entwicklungspartnerschaften. Die Leistung der Drucker steigt, und gemeinsam mit Kunden arbeiten wir als System-Anbieter an der Integration in bestehende Prozesse. Die Steuerung wird einfacher und Arbeitsschritte automatisiert.

AUTOCAD Magazin:  Welche Trends zeichnen sich bei der Nutzung der additiven Verfahren ab?

Rainer Höchsmann:  Der 3D-Druck wird die konventionelle Fertigung in vielen Bereichen ablösen. Zudem wächst die Materialvielfalt. Unsere jetzt auf der Hannover Messe vorgestellte M-Flex etwa druckt direkt in Metall. So sind auch komplexe Teile ohne Umwege in Aluminium, Magnesium, Eisen und Stahl möglich. Der nächste Schritt ist die Integration in die Serienfertigung.

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