Tribologen von morgen: Neuer Lehrstuhl für geschmierte Schnittstellen in Lyon

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Die Firma SKF und das National Institute of Applied Sciences (INSA) im französischen Lyon haben vereinbart, am dortigen Institut einen Lehrstuhl für das Studium geschmierter Schnittstellen zu schaffen. Sechs Jahre lang soll der Lehrstuhl namens „Lubricated Interfaces for the Future” die Zusammensetzung und das Verhalten von Schmierstoffen in geschmierten Schnittstellen unter extremen Bedingungen erforschen. Gesponsert wird der Lehrstuhl von der INSA-Lyon-Stiftung.

Am INSA Lyon gibt es bereits ein Labor für die Mechanik von Kontakten und Strukturen – das LaMCoS (la Mécanique des Contacts et des Solides et de la dynamique des Structures). Dort wolle man nun einen Lehrstuhl schaffen, der die enge Partnerschaft in der Forschung stärke und den bestehenden Schwerpunkt im Bereich der Schmierung weiter ausbaue, sagt Alexander de Vries, Direktor SKF Group Product Development.

Die Forschungsgebiete des neuen Lehrstuhls umfassen flüssige Schmierstoffe, Schmierungsmechanismen sowie flüssige und feste Interaktionen. Dazu gehört auch die Untersuchung von Fließeigenschaften, Mechanismen auf molekularer Basis, freien Oberflächenströmungen, etc. Parameter wie diese deuten bereits an, dass Schmierung ein sehr komplexes Thema ist, weshalb der „Rezeptur“ von Schmierstoffen eine umso höhere besondere Bedeutung zukommt. Das Zusammenspiel aller Variablen spielt eine entscheidende Rolle bei der beabsichtigten Minimierung von Reibungsverlusten und Abnutzungen sowie Beschädigungsrisiken – speziell in Anwendungen der Luft- und Raumfahrtindustrie.

„Die Einrichtung eines Lehrstuhls mit Unterstützung der INSA Lyon-Stiftung ist das Ergebnis einer mehr als 12-jährigen, ebenso vertrauensvollen wie erfolgreichen Partnerschaft zwischen dem LaMCoS-Labor und den Forschern und Entwicklern von SKF. Diese neue Zusammenarbeit wird die fachübergreifende Forschung fördern, die fähigsten Forscher anziehen und das Bewusstsein der beiden Partner aus Wissenschaft und Industrie erhöhen“, sagt Philippe Vergne, Forschungschef des LaMCoS.

Vergne wird einer der beiden Leiter des neuen, internationalen Lehrstuhls. Ihm zur Seite steht Guillermo E. Morales Espejel, SKF Chef-Wissenschaftler für Tribologie, Schmierung und Lagerlebensdauer, und seit 2004 Gastprofessor am LaMCoS. Dort ist seit 2005 ein sechs Tonnen schwerer Tribologie-Prüfstand in Betrieb.

„Die Entwicklung des Tribogyr-Prüfstandes bei LaMCoS war ein wichtiger Meilenstein unserer Zusammenarbeit. Er ist der größte und modernste Prüfstand, der je zur Messung der Reibung und Schmierfilmdicke in hochbelasteten Wälzkontakten gebaut wurde. Er liefert SKF ein besseres Verständnis der Reibung, was letztlich zu einer höheren Effizienz von mittelgroßen und großen Lagern beiträgt. Nun ist es an der Zeit, den Erfolg dieser Zusammenarbeit auf andere Gebiete auszudehnen und zu vertiefen“, sagt Guillermo E. Morales.

 

 

 

 

 

 

Bild 2:

 

 

 

 

Bild 3:

 

Philippe Vergne, Forschungschef des Labors für die Mechanik von Kontakten und Strukturen am National Institute of Applied Sciences, wird den neu geschaffenen Lehrstuhl zusammen mit dem SKF Chef-Wissenschaftler für Tribologie, Schmierung und Lagerlebensdauer, Guillermo E. Morales Espejel, leiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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