Ungewöhnliches Kirchenretabel mit 3D-Druck realisiert

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In den Werkshallen der FIT Additive Manufacturing Group wurde in den vergangenen Monaten ein außergewöhnliches Kunstwerk gefertigt, das nun den Altarraum der Kirche St. Laurentius in Altmühldorf schmückt. 

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In den Werkshallen der FIT Additive Manufacturing Group wurde in den vergangenen Monaten ein außergewöhnliches Kunstwerk gefertigt, das nun den Altarraum der Kirche St. Laurentius in Altmühldorf schmückt. Das 3D-gedruckte Retabel ragt dabei acht Meter hinter dem Altar in die Höhe und beeindruckt durch seine komplexe Gitterstruktur und die spezielle, goldfarbene Beschichtung. Entstanden ist so eine faszinierende Symbiose aus zeitgenössischer Kunst im historischen Umfeld einer gotischen Kirche. Als St. Laurentius in Altmühldorf grundsaniert werden musste, fiel eine mutige Entscheidung der Kirchenstiftung: der Altarraum sollte völlig neu und modern gestaltet werden. Das Konzept der Retabel-Skulptur entstand in Zusammenarbeit von Oliver Tessin und dem Künstlerduo Empfangshalle (Corbinian Böhm und Michael Gruber), in der sich sein forschender Ansatz und ihre künstlerische Idee auf natürliche Art ergänzen. Der Architekt Oliver Tessin entwickelt seit Jahren computer-basierte zellularartige Strukturkonzepte und zeichnete für die Entwurfs- und Ausführungsplanung verantwortlich. Der Fertigungsspezialist FIT Additive Manufacturing Group setzte das Kunstobjekt durch ausgereifte 3D-Druck-Techniken kongenial um.

Enorme Herausforderungen

Für die technische Umsetzung und Fertigstellung des Objekts war die FIT Additive Manufacturing Group verantwortlich. Ein sakrales Kunstwerk wie ein Retabel zu fertigen, ist auch für die Lupburger 3D-Druck-Spezialisten keine alltägliche Aufgabe. Die technische Herausforderung lag dabei zum einen in der erheblichen Größe von 8 Metern Höhe und 2,5 Metern Breite, zum anderen in der goldfarbenen Metallbeschichtung der großen und komplex geformten einzelnen Kunststoffsegmente.

Individuelle Lösung mit vielen neuen Prozessentwicklungen

Das digitale Modell wurde in 60 jeweils unterschiedliche Einzelteile zerteilt, die mit den hohen Kapazitäten der FIT im SLS-Bereich in nur 120 Maschinenlauftagen aus weißem Polyamid PA 12 gefertigt wurden. Die dreidimensionalen Strukturen wurden in einem speziell dafür entwickelten Prozess durch thermisches Spritzen metallbeschichtet, eine Bronzelegierung sorgt dabei für den matt-goldenen Grundton sowie für Stabilität. Eine besonders anspruchsvolle Aufgabe war das Fügen der Einzelteile, denn 2000 verschiedene, filigrane Anschlussstellen mussten durch sorgfältige Handarbeit exakt, stabil und unsichtbar miteinander verbunden werden.

Partner für die Durchführung ungewöhnlicher Projekte

„Bei der FIT sind wir spezialisiert auf schwierige Aufträge. Vom additiven Design über die Beherrschung vieler 3D-Druck-Technologien mit hohen Kapazitäten bis hin zum professionellen Finish sind wir bestens gewappnet, auch völlig neuartige, innovative Projekte zum Erfolg zu führen und haben die nötige Kompetenzen, auf die speziellen Herausforderungen eines jeden Projekts flexibel zu reagieren“, erklärt Bruno Knychalla, Leiter des Bereichs „Large Format“ und projektverantwortlicher Ingenieur bei FIT. Und Michael Gruber von Empfangshalle fügt hinzu: „Wir freuen uns, mit der FIT Additive Manufacturing Group einen so kompetenten Partner für dieses herausfordernde Projekt gefunden zu haben. Zum technischen Knowhow kam das besondere Engagement aller Beteiligten hinzu. Wir sind absolut begeistert von dem Ergebnis.“ Weitere Informationen: https://fit.technology/index.php Bild oben: Gesamtansicht des neu gestalteten Kirchenraums (Bild: EOM/Achim Bunz)
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Joel

Wow, ein wirklich schönes
Wow, ein wirklich schönes Kunstwerk. Eins der bisher wenigen, aber besonders tollen und gelungenen Einsätze von 3D Druck in der Kunst.
Mit freundlichen Grüßen
Joel von 3D Drucker Kunst

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