25.06.2019 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Verarbeitung unmodifizierter Ultrapolymere im 3D-Druck

Quelle: Tuukka Kiviranta

Reine Hochleistungspolymere verarbeiten und bei hoher Drucktemperatur Bauteile mit herausragenden Eigenschaften produzieren — dafür bietet der finnische Hersteller minifactory eine neue Lösung an. Exklusiver Vertriebspartner für Deutschland ist das 3D-Druck-Unternehmen Dreigeist aus Nürnberg.

Reine Hochleistungspolymere verarbeiten und bei hoher Drucktemperatur Bauteile mit herausragenden Eigenschaften produzieren — dafür bietet der finnische Hersteller minifactory eine neue Lösung an. Exklusiver Vertriebspartner für Deutschland ist das 3D-Druck-Unternehmen Dreigeist aus Nürnberg.

Mit dem Hochtemperatur-3D-Drucker minifactory Ultra lassen sich Ultra Polymere wie PEI, PEKK, PSU, PPSU und PEEK industriell verarbeiten. Ihren Kunden bieten die Anwendungsentwickler von Dreigeist zusätzlich Unterstützung rund um den 3D-Druck an: vom Prototyping bis zum Aufsetzen der industriellen Serienfertigung. Kennenlernen kann man minifactory Ultra und das Team vom Dreigeist auf der Messe Rapid.Tech + FabCon (Stand 2-124) vom 25. bis 27. Juni in Erfurt sowie auf der ersten Fachausstellung für die additive Fertigung in Franken, EinDruck³ am 11. Juli 2019 in Fürth.

Christopher König, Gründer von Dreigeist, erklärt einen der Hauptvorteile des neuen Hochtemperatur-Druckers: „Wir arbeiten hier mit reinstem, vorextrudierten Pellet-Grade-Material. Im Gegensatz zu anderen 3D-Druckern muss der Werkstoff bei minifactory Ultra nicht verändert werden: Es ist nicht nötig, Additive beizumischen, um ihn druckbar zu machen. Weil minifactory Ultra mit qualitativ hochwertigerem Druckmaterial arbeitet, ist auch die Performance der Bauteile höher.“

Erweiterter Anwendungsbereich für 3D-Druck

Dass der Drucker reine und bereits zertifizierte Werkstoffe verarbeitet, ist für Unternehmen enorm wertvoll, denn eine erneute Zertifizierung des durch Beimischungen veränderten Werkstoffs für eine bestimmte Zielanwendung ist nicht nötig. Das senkt die Kosten und beschleunigt die Produktion.

Kernstück von minifactory Ultra ist der eingebaute Ofen mit patentiertem Dichtsystem. In nur 30 Minuten erreicht er seine Betriebstemperatur. Im industriellen Dauerbetrieb hält er sie über lange Zeit. Der 3D-Drucker verarbeitet Ultrapolymere bis zu einer Glasübergangstemperatur von 250 Grad. Dadurch öffnet sich der 3D-Druck neuen Materialien. Mit dem Gerät erhält der Kunde Zugang zu einer Wissensdatenbank. Sie wird laufend erweitert und verzeichnet die Druckeinstellungen für jedes zur Verarbeitung freigegebene Material.

Dreigeist unterstützt bei Anwendungsentwicklung, Wissensaufbau, Systemwahl

„Ultra Polymere sind Hochleistungsmaterialien. In der Additiven Fertigung sind sie noch nicht angekommen.  minifactory leitet hier einen Veränderungsprozess ein“, erklärt Christopher König. Ob die minifactory Ultra zum jeweiligen Konstruktionsziel passt, kann man bei Dreigeist unter dem Motto „Try Before You Buy“ testen. König und sein Team bieten Beratung, Verkauf und Anwendungsentwicklung zu verschiedenen 3-D-Druckverfahren an. „Unser Portfolio vergrößert sich laufend. Als Anwendungsentwickler freut uns das sehr, denn: Wir finden noch bessere Lösungen für die Herausforderungen unserer Kunden.“ 

Dreigeist ist auf der Messe Rapid.Tech + FabCon vom 25. bis 27. Juni in Erfurt an Stand 2-124 zu finden sowie auf der ersten Fachausstellung für die additive Fertigung in Franken, EinDruck³ am 11. Juli 2019 in Fürth.

Bild oben: minifactory Ultra verarbeitet ULTEM. Bild: Tuukka Kiviranta


Teilen Sie die Meldung „Verarbeitung unmodifizierter Ultrapolymere im 3D-Druck“ mit Ihren Kontakten:

Zugehörige Themen:

Additive Fertigung, Werkstoffe

Scroll to Top