11.05.2022 – Kategorie: Fertigung & Prototyping

Verbundwerkstoffe: Wie sie die additive Fertigung vielseitiger machen

Verbundwerkstoffe für die additive FertigungQuelle: Stratasys

Zwei neue 3D-Drucker der F123-Serie von Stratasys können nun Verbundwerkstoffe mit hoher Steifigkeit und Festigkeit verarbeiten.

  • 3D-Druck-Spezialist Stratasys erweitert seine F123-Serie um zwei neue Geräte, die Verbundwerkstoffe verarbeiten.
  • Die neuen Drucker und das Nylon-Kohlefasermaterial versprechen erweiterte Anwendungsmöglichkeiten für die additive Fertigung in der Produktionshalle.
  • Zu den 3D-Druckern gehört zudem die Software GrabCAD Print, die mit erweiterten Funktionen einen einfachen und intuitiven CAD-to-print-Workflow verspricht.

Stratasys, ein Anbieter von Polymer-3D-Drucklösungen, gibt bekannt, die 3D-Druckerserie F123 des Unternehmens um die 3D-Drucker F190 CR und F370 CR erweitert zu haben. Zudem ist das neue, mit Kohlefasern verstärkte Material FDM Nylon CF10 verfügbar. Die neuen Drucker sind speziell für den Verbundwerkstoffe mit hoher Steifigkeit und Festigkeit konzipiert ist.

Die neuen 3D-Drucker für Verbundwerkstoffe wurden für Hersteller und industrielle Maschinenbauer entwickelt. Sie sollen herkömmliche Fertigungstechnologien durch den 3D-Druck von hochfesten Verbundwerkstoffen zu ergänzen. Die Drucker ermöglichen den Herstellern, Endbauteile schneller und kostengünstiger zu fertigen. Sie eignen sich für Werkzeuge und Vorrichtungen.

„Ich arbeite seit mehr als 35 Jahren im technischen Bereich und liebe es, innovativ zu sein – nicht nur bei der Produktentwicklung, sondern auch bei den Verfahren und Werkzeugen, die wir zur Entwicklung unserer Produkte einsetzen. Seit mehr als 20 Jahren ermöglicht mir Stratasys genau das durch 3D-Druck”, sagte Dave Thompson, Vice President of Worldwide Engineering and Customer Care – Contractor Equipment Division bei Graco, Inc. , ein Hersteller von Fluid-Handling-Ausrüstung mit Sitz in Minneapolis und Beta-Kunde für die F370CR. „In den letzten Jahren haben wir unseren Bestand an Stratasys-Druckern erweitert und verwenden Sie nicht nur für das Prototyping, sondern auch zur Fertigung von Werkzeugen, Vorrichtungen und Greifern für unsere Roboter. Der neue Drucker F370CR von Stratasys wird uns neue AM-Anwendungen ermöglichen und dazu beitragen, die Lebensdauer unserer Werkzeuge zu verlängern und eine bessere Oberflächenqualität zu erzielen.”

Drucksoftware mit erweiterten Funktionen

Zu den neuen 3D-Druckern gehört die Software GrabCAD Print, die mit erweiterten Funktionen einen einfachen und intuitiven CAD-to-print-Workflow ermöglicht. Stratasys bietet zudem über den MTConnect-Standard eine Anwendungskonnektivität für Unternehmen sowie das GrabCAD Software Development Kit. Die Verbundmaterialfähiger 3D-Drucker der F123-Serie verfügen über wiederverwendbare Bauplattformen, eine integrierte Kamera zur Fernüberwachung und werden über einen 7-Zoll-Touchscreen gesteuert. Zudem arbeitet der F370CR-Drucker mit automatischem Materialwechsel. Somit muss ein Druckvorgang nicht unterbrochen werden, um Material zu ersetzen. Man kann vielmehr einfach einen neuen Kanister einsetzen und weiter drucken.

Verbundwerkstoffe: Robuster, steifer und genauer drucken

„Stratasys fördert mit seinen 3D-Druckern und Materialien das Wachstum der additiven Fertigung in der Produktion. Diese neuen Drucker geben den Herstellern die Möglichkeit, robustere, steifer und genauer zu drucken,” sagte Dick Anderson, Senior Vice President, Manufacturing bei Stratasys. „Wir haben verifizierte Daten veröffentlicht, die belegen, dass diese neuen Drucker mit einer Dimensionswiederholbarkeit von bis zu 99 Prozent arbeiten, unabhängig von der Größe und der geometrischen Komplexität der Teile. Diese Genauigkeit zusammen mit einer Betriebszeit von 99 Prozent und dem einzigartigen Service und Support gibt den Herstellern das Vertrauen, die Einführung der additiven Fertigung zu beschleunigen.”

Gegenüber vergleichbaren Druckern der Wettbewerber bieten die verbundmaterialfähigen 3D-Drucker der F123-Serie von Stratasys eine höhere Materialverfügbarkeit, ein größeres Bauvolumen, Optionen für lösliches Stützmaterial und aufgrund der großen Ofengröße niedrigere Kosten pro Bauvolumen. Darüber hinaus ermöglicht der größere, vollständig beheizte Bauraum der F190CR- und F370CR-Drucker in Verbindung mit der Möglichkeit, Stabilisierungswände zu verwenden, die Fertigung von größeren Bauteilen als mit Maschinen der Konkurrenz.

Neues Material für die F123-Serie

Stratasys hat zudem mit FDM Nylon CF10 ein neues Verbundmaterial für die F123-Serie eingeführt. Es ist mehr als 60 % stärker und fast dreimal so starr ist wie das Basismaterial aus Nylon. Das zerkleinerte Kohlefasermaterial ist nur eines von vielen thermoplastischen Materialien für die Drucker der F123-Serie. In Verbindung mit löslichem Stützmaterial von Stratasys kann jede beliebige Geometrie ohne Einschränkungen gedruckt werden. Die F190CR- und F370CR-Drucker können auch mehrere andere technische Thermoplaste verarbeiten.

Die verbundmaterialfähigen 3D-Drucker der F123-Serie und FDM Nylon CF10 können ab sofort bestellt und voraussichtlich im Juni ausgeliefert werden. Am Mittwoch, den 11. Mai und Donnerstag, den 12. Mai findet eine Live-Veranstaltung statt (die anschließend als Aufzeichnung abrufbar ist), bei der weitere Informationen zu den neuen Fertigungslösungen von Stratasys vorgestellt werden. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Stratasys Produktseite der für die Verbundmaterialfähiger 3D-Drucker der F123-Serie.

Bild oben: Die neuen 3D-Drucker für Verbundwerkstoffe wurden für Hersteller und industrielle Maschinenbauer entwickelt. Somit können diese herkömmliche Fertigungstechnologien durch den 3D-Druck von hochfesten Verbundwerkstoffen zu ergänzen. Bild: Stratasys

Weitere Informationen: https://www.stratasys.com/

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