Werkstoffe: Glasartiger Plagiatschutz für Ersatzteile bei hohen Belastungen

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Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien stellt an der diesjährigen IAA Verfahren und Materialien vor, mit denen Sicherheitskennzeichnungen auch bei Verschmutzung oder starker Belastung lange lesbar bleiben. Es präsentiert seine Ergebnisse in Kooperation mit saarland.automotive in Halle 4.0 am Stand D27.
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Sichtbare Sicherheitsmerkmale auf Auto-Ersatzteilen sind für Hersteller und Verbraucher ein Gütesiegel. Sie garantieren die Originalität von Ersatzteilen. Während Originalteile für den Fahrer ein geringeres Unfallrisiko bedeuten, schont der Nachweis der Originalität den Hersteller vor Regressansprüchen, die aufgrund von Plagiaten erhoben werden. Bei stark beanspruchten Ersatzteilen nutzen sich solche Kennzeichnungen zu schnell ab. Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien stellt an der diesjährigen IAA Verfahren und Materialien vor, mit denen Sicherheitskennzeichnungen auch bei Verschmutzung oder starker Belastung lange lesbar bleiben. Es präsentiert seine Ergebnisse in Kooperation mit saarland.automotive in Halle 4.0 am Stand D27.

Typische Sicherheitskennzeichen werden heute aus Kunststoffen produziert. In diese Folien werden durch Prägeverfahren beliebige Strukturen als Codes eingebettet, die dem Betrachter als Hologramm erscheinen. Starke mechanische Belastungen und Hitze führen zum Zerkratzen, Abrieb oder Verkohlen und somit in kurzer Zeit zur Zerstörung oder Unleserlichkeit der Hologramme.

Die Entwickler des INM verwenden für ihre hologrammartigen Strukturen glasartige Materialien auf Silikatbasis. Diese härten bei 500 Grad Celsius aus und halten danach den genannten, hohen Belastungen stand. Zuvor eingeprägte holographische Gitterstrukturen bleiben trotz ihrer typischen Größenskala im Submikrometer-Bereich beim Härtungsprozess erhalten und erreichen damit ebenfalls die Beständigkeit des Basismaterials.

Darüber hinaus überdecken die Wissenschaftler die entstandenen Hologramme zusätzlich mit einem weiteren, glasartigen Material. Dieses verfügt über einen deutlich abweichenden Brechungsindex. Dadurch bleibt die Kennzeichnung selbst bei starken Verschmutzungen und ölhaltigen Rückständen lesbar. „Gleichzeitig erschwert eine solche Überschichtung das Kopieren derartiger Kennzeichen“, fügt Peter William de Oliveira, Leiter des Programmbereichs Optische Materialien, hinzu. Die vorgestellten Materialien eigneten sich besonders für metallische Untergründe.

Neben der Materialbasis verfügt das INM auch über Möglichkeiten zum Mastering und zur Replikation entsprechender Strukturen. Damit können sämtliche Entwicklungsschritte vom Design kundenspezifischer Merkmale bis hin zur Entwicklung von Produktionsprozessen unterstützt werden.

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