Werkstoffe: Preis für Renault Trucks und Solvay

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
An der JEC World 2016 wurde Renault Trucks zusammen mit seinem Partner Solvay in der Kategorie Automotive-Bauteile mit einem Preis für die Innovation im Bereich der Verbundwerkstoffe ausgezeichnet.
renault_trucks_solvay_jec_world_award_2016_2_

An der JEC World 2016 wurde Renault Trucks zusammen mit seinem Partner Solvay in der Kategorie Automotive – Bauteile mit einem Preis für die Innovation im Bereich der Verbundwerkstoffe ausgezeichnet. Die Innovation bezieht sich auf die Entwicklung eines Strukturmoduls an der Front eines Lkw-Fahrerhauses. Das Modul wird aus einem endlosfaserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoff gefertigt.

Forscher, Ingenieure und Unternehmer kamen vom 8. bis zum 10. März zur JEC World 2016, einem weltweit wichtigen Branchentreff für Verbundwerkstoffe, in Paris zusammen. Dabei wurde Renault Trucks zusammen mit seinem Partner Solvay (Belgien) und mit Unterstützung der Zulieferer HBW-Gubesch (Deutschland), SIKA (Schweiz) und Böllhoff (Frankreich) für die Entwicklung eines Fahrerhausbauteils aus endlosfaserverstärkten thermoplastischen Verbundwerkstoffen mit einem Innovationspreis in der Kategorie Automobil ausgezeichnet.

Verbundwerkstoffe, die bereits in vielen Bereichen wie etwa der Luftfahrt zum Einsatz kommen, sind leichter als Stahl, gleichzeitig aber gleichermaßen stabil und robust. Gleichzeitig ermöglichen sie die Reduzierung der Bauteilanzahl. Im Rahmen der Forschungsarbeiten von Renault Trucks werden technische und industrielle Möglichkeiten geprüft, um bestimmte Stahlkomponenten durch Verbundwerkstoffe auf Thermoplast-Basis zu ersetzen. „Wir freuen uns sehr über diesen Preis, der deutlich macht, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, äußert sich der Forschungsdirektor Renault Trucks, Marc Lejeune, begeistert. „Bei diesem Projekt ist es uns gelungen, das Gewicht des vorderen Fahrerhausmoduls durch den Einsatz von glasfaserverstärkten Verbundwerkstoffen kurzerhand um 25 Prozent gegenüber dem Modul aus Stahl zu verringern. Diese deutlichen Gewichtseinsparungen würden sich zum Vorteil unserer Kunden im geringeren Verbrauch und in der höheren Nutzlast niederschlagen.“

Die Renault Trucks Ingenieure fokussieren sich vor allem auf die Entwicklung von Bauteilen an der Fahrerhausfront. „Diese Bauteile tragen ein hohes Gewicht und zahlreiche Fahrerhauselemente, wie beispielsweise die Instrumententafel, werden daran befestigt“, erläutert Marc Lejeune. „Sie werden dementsprechend stark beansprucht.“ Deshalb testen die Ingenieure bei diesem Projekt neben der Bauweise des Teils bei Dauerbelastungstests auch dessen Langlebigkeit sowie bei Crashtests dessen Festigkeit. Dies ist notwendig, bevor das Bauteil in die Serienproduktion gehen kann.

“Auch wenn wir noch einen weiten Weg vor uns haben, bevor eine Serienproduktion denkbar ist: Endlosfaser-Verbundwerkstoffe sind aufgrund der damit verbundenen Gewichtseinsparungen ein logischer Bestandteil unserer Forschungsbemühungen”, erklärt Marc Lejeune abschließend.

 

Bild: JEC Innovation Award 2016

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken
Werbung

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.