Werkstoffe: Zwei Winter Schools begleiten die Euro Bio-inspired Materials 2014

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Vom 18. bis 21. März 2014 veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde in Potsdam die internationale Tagung „Euro Bio-inspired Materials“. Zum zweiten Mal treffen sich Wissenschaftler der verschiedensten Fachdisziplinen in der Nähe des Schlossparks Sanssouci und tauschen sich über die aktuellen Themen und Fortschritte in der biologischen Materialwissenschaft, insbesondere im Bereich der bioinspirierten Materialien aus. 2014 finden zudem vom 17. bis 18. März zwei internationale Workshops, so genannte „Winter Schools“, zu den beiden Schwerpunktprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) SPP 1420 und SPP 1569 statt. Tagungsleiter Prof. Peter Fratzl vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam freut sich über dieses Angebot.

„Die Winter Schools sind die ideale Ergänzung zum Tagungsprogramm“, so Fratzl. Der Workshop zum SPP 1420 widmet sich dem Thema „Biomimetic Materials Research: Functionality by Hierarchical Structuring of Materials“. Mehr über die „Generation of Multifunctional Inorganic Materials by Molecular Bionics” (SPP 1569) erfahren die Teilnehmer in der zweiten Winter School. In den Workshops werden die Grundlagen der sich überschneidenden Fachgebiete vermittelt. So haben auch junge Wissenschaftler die Möglichkeit, sich in die neuen Themen schnell einzuarbeiten. Abstracts für die Tagung können noch bis zum 5. November 2013 eingereicht werden. Es sind sowohl Vorträge als auch Posterbeiträge vorgesehen. Das Besondere an der „Euro Bio-inspired Materials“ ist das ungewöhnliche Tagungskonzept mit nur einer Parallele, Lectures und Short Lectures sowie Diskussionsrunden bis 22:00 Uhr an allen drei Abenden. Ziel der Tagung ist es, die Funktionsweisen der Natur besser zu verstehen und neue bioinspirierte Materialien für technische Anwendungen zu entwickeln.

Die Biologische Materialwissenschaft ist die Schnittstelle zwischen der Material- und Naturwissenschaft und bietet Lösungen für viele der Herausforderungen der Zukunft. Die regenerative Medizin etwa benötigt diversifizierte Biomaterialien, die sehr spezifisch und wohldefiniert mit dem biologischen Wirt interagieren. Die Wissenschaftler haben erkannt, dass in der Natur bereits viele Materialien in ihren Eigenschaften in den Jahrmillionen ihrer Entwicklung optimiert wurden. Ihre Einsatzmöglichkeiten und ihre Flexibilität übertreffen die von künstlich hergestellten Produkten oft bei weitem. Mehr Informationen zu den DFG-Schwerpunktprogrammen sowie zur Tagung mit begleitender Fachausstellung finden Sie unter: SPP 1420: http://spp1420.mpikg.mpg.de/ und SPP 1569: www.uni-stuttgart.de/spp1569

Bild:  Perlmutt, rasterelektronenmikroskopische Aufnahme, koloriert. Perlmutt, “die Mutter der Perlen”, ist nicht nur ein schillerndes Material, das den Betrachter durch seine irisierenden optischen Eigenschaften beeindruckt und das oft als Schmuck Verwendung findet, sondern auch ein hervorragender Werkstoff. Es besteht zu mindestens 97 Prozent aus Kalk, hat aber eine tausendfach höhere Bruchfestigkeit. Die außergewöhnliche Bruchfestigkeit verdankt das Perlmutt seinem schichtförmigen Aufbau aus weichen organischen Lagen und harten Aragonitplättchen.

© Michaela Eder/ Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

 

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