13.01.2021 – Kategorie: Maschinenbau

Wie sich der Stromverbrauch in der Industriekühlung reduzieren lässt

IndustriekühlungQuelle: Nidec Leroy-Somer

Der kalte Verdichter als Herzstück kann bis zu 80 Prozent des gesamten Stromverbrauchs einer Kühlanlage ausmachen. Elektromotoren, die in der Kühlkette allgegenwärtig sind, stellen die Hauptquelle potentieller Energie-Einsparungen dar.

  • Nidec Leroy-Somer, Antriebsspezialist mit Erfahrung in Antriebslösungen zur Industriekühlung, stellt neue Motoren und Antriebe für verbesserte Produktivität in der Kältetechnik vor.
  • Die aktuelle Entwicklung, die Dyneo+-Reihe von IE5-Synchron-Reluktanz-Permanent-Magnet (PM)-Motoren mit freiem Seltenerd-Rotor, eignet sich für den Antrieb von Schraubenkompressoren, Kolbenkompressoren, Umwälzpumpen und Kondensatoren.
  • Sie soll sich durch ihre Energieeffizienz, Leistung und Zuverlässigkeit in der Praxis bewähren.

Unternehmen, die Geräte für die Industriekühlung einsetzen, sind sich schon lange der Auswirkung bewusst, die der Stromverbrauch einer Kühlanlage sowohl auf Stromrechnungen als auch auf die Umwelt haben kann. Der kalte Verdichter als Herzstück des Systems bleibt das energiehungrigste Element und kann bis zu 80 Prozent des gesamten Stromverbrauchs ausmachen. Elektromotoren, die in der Kühlkette allgegenwärtig sind, stellen die Hauptquelle potentieller Energieeinsparungen dar.

Mit seiner Expertise in Design und Fertigung industrieller Antriebssysteme bietet Nidec Leroy-Somer ein breites Spektrum an Antriebslösungen bei fester oder variabler Drehzahl, was erhebliche Energieeinsparungen auf dem Kühltechnikmarkt gewährleistet.

Antriebslösungen für die Industriekühlung

Zusätzlich zu diesen Sortimenten für diesen Sektor hat Nidec Leroy-Somer nun seinen neuen Synchron-Reluktanz-PM-Motor auf den Markt gebracht, mit einer Bandbreite von 11 bis 500 kW, für Geschwindigkeiten von bis zu 4’500 UpM. Dieser eigens für variable Drehzahlen konzipierte Motor verspricht eine wirtschaftliche und ökologische Lösung für die Anforderungen an die Industriekühltechnik zu sein.

Um den Klimawandel zu bremsen, stimmte das Europäische Parlament kürzlich für ein neues ambitioniertes Klimagesetz mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 60 Prozent bzu vermindern und die Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Als Teil dieser Herangehensweise werden mit der jüngsten Verordnung der Kommission (EU) 2019/1781, die für Elektromotoren und drehzahlvariable Antriebe gilt, zunehmend strenge Effizienzniveaus für auf dem europäischen Markt verkaufte Maschinen definiert und geplant. Alle Branchen – und besonders die energieintensivsten – sind von diesen Entwicklungen betroffen.

Höhere Leistungszahl eines Kühlaggregats wird möglich

Mit seinem IE5 Ultra-Premium-Effizienzniveau verfügt Dyneo+ über alles Nötige, um dieser Herausforderung entgegenzutreten, da er tatsächlich beträchtliche Energie-Einsparungen unter echten Nutzungsbedingungen im Laufe des Zyklus bietet, zu variabler Drehzahl und Belastung, wie üblich in der Industriekältetechnik, wo der Bedarf je nach Saison und Produktionsniveau erheblich schwankt. Dank seiner Energieeffizienz macht die Dyneo+-Lösung eine Erhöhung der LZ („Leistungszahl“, ausgedrückt durch das Verhältnis zwischen der erzeugten Kälteleistung und dem Stromverbrauch) eines Kühlaggregats möglich. Abgesehen davon, dass es dabei hilft, die CO2-Bilanz in der Industriekühlung zu verbessern, bietet das Sortiment TCO (Gesamtbetriebskosten), die zu den niedrigsten auf dem Markt gehören, und die Investition ist rasch wieder hereingeholt, im Allgemeinen in weniger als einem Jahr.

Dyneo+-Motoren sind so ausgelegt, dass sie ausschließlich mit einem variablen Frequenzantrieb betrieben werden, was ihnen erlaubt, sich an die Geschwindigkeit der geführten Maschine anzupassen und ihre Leistung während des Betriebs bei Drehzahlüberschreitung zu verbessern. Dies bietet den Vorteil der zusätzlichen Kälteleistung des jeweiligen Geräts, wodurch verhindert wird, dass man während einer Produktionsspitze einen weiteren Kompressor in Betrieb nehmen muss. Ferner ermöglicht die Dyneo+-Lösung die Optimierung der Anzahl von Kompressoren einer bestimmten Anlage. Durch die Gewährleistung präziser Drehzahl- und Drehmomentregelung im sensorlosen Modus garantiert sie beständige Drehkraft über beträchtliche Drehzahlbereiche ohne herabgesetzte oder Fremdbelüftung.

Weniger Ausfallrisiken in der Industriekühlung

Nidec Leroy-Somer hat die Dyneo+-Reihe aufgrund der mechanischen Plattform seiner IMfinity-Induktionsmotoren entwickelt, die bekannt sind für ihre Belastbarkeit und Zuverlässigkeit. Der Einsatz bewährter Komponenten macht diese neuen Motoren äußerst robust und langlebig aufgrund ihres Designs, und dadurch wird das Risiko eines Ausfalls des Kühlsystems begrenzt. Zudem wurde Dyneo+ für eine leichte Installation, einfache Einrichtung und leichte Instandhaltung konzipiert. Durch die Generierung von niedrigen Rotorverlusten reduziert die magnetische Synchronreluktanztechnologie Wartungskosten, insbesondere durch Verlängerung der Schmierungsintervalle. Ob kompakt oder IEC-austauschbar, mit Aluminium- oder Gussstahlgehäuse oder in der IP55- oder IP23-Version, diese Motoren sind so leicht in neue Maschinen einzupassen, wie man sie nachträglich in bestehende Anlagen als Teil eines Energieoptimierungsprojektes einbauen kann.

Dyneo+ wird an die interaktive Systemiz-Anwendung angeschlossen, die ein breites Spektrum digitaler Dienste gewährleistet, einschließlich des unmittelbaren Zugangs zur gesamten Produktliteratur und der leichten und intuitiven Antriebseinrichtung durch bloßes Einscannen des QR-Codes auf dem Typenschild.

Mit seinen Referenzen „Made in Europe“ und seiner bescheinigten niedrigen CO2-Bilanz ist der Dyneo+-Motor qualifiziert für Energiesparzertifikate, auch bekannt als weiße Zertifikate, was staatliche Hilfe durch die erzielten Energieeinsparungen bewirkt. Dies ermöglicht eine leichtere Finanzierung.

Weitere Informationen: https://acim.nidec.com/de-de/motors/leroy-somer/products

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Synchronreluktanz-Systeme für Energie-Effizienz im Antriebsstrang sorgen.

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