Zement 4.0: So sieht die Produktion der Zukunft aus

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LaFargeHolcim setzt in der Zementproduktion auf Industrie 4.0 und entsprechende Technologien.
LaFargeHolcim Industrie 4.0 in der ZementproduktionQuelle: LaFargeHolcim

LafargeHolcim will im Rahmen eines Industrie-4.0-Konzepts Automatisierungstechnologien und Robotik, künstliche Intelligenz, prädiktive Instandhaltung und digitale Zwillingstechnologien im gesamten Produktionsprozess seiner mehr als 270 integrierten Zement- und Mahlwerke in über 50 Ländern einsetzen.

Das Programm ist auf vier Jahre ausgelegt und zählt zu den größten Roll-outs von Industrie 4.0-Technologien in der Baustoffbranche.

Anlagen, die im Rahmen der „Plants of Tomorrow“ zertifiziert sind, werden gegenüber einem konventionellen Zementwerk eine operative Effizienzsteigerung von 15 bis 20 Prozent aufweisen. LafargeHolcim arbeitet derzeit an über 30 Pilotprojekten in allen Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist. Das integrierte Zementwerk Siggenthal, Schweiz, ist der Pilotstandort, an dem die Integration aller relevanten Module für die „Plants of Tomorrow“ getestet werden.

Zement sicher, effizient und nachhaltig produzieren

Solomon Baumgartner Aviles, Global Head Cement Manufacturing: „Die Transformation unserer Zementproduktion ist einer der Schwerpunkte unserer Digitalisierungsstrategie. Mit der Initiative „Plants of Tomorrow“ wird Industrie 4.0 für unsere Anlagen nun zur Realität. Diese innovativen Lösungen sorgen für eine sicherere, effizientere und nachhaltigere Zementproduktion. Wir entwickeln uns zu einem vollständig datengesteuerten Betrieb und unterstützen damit im Rahmen unserer Strategie 2022 – „Building for Growth“ weiteres profitables Wachstum.“

Prädiktive Instandhaltung

Zu den Technologien, die LafargeHolcim einführt, zählen prädiktive Maßnahmen, mit denen Betriebsabweichungen und Unregelmäßigkeiten in Echtzeit erkannt werden. Dadurch reduzieren sich Instandhaltungskosten um mehr als 10 Prozent, während Energiekosten deutlich gesenkt werden. Das Unternehmen entwickelt zudem digitale Anlagenzwillinge, um so die Ausbildung seiner Mitarbeitenden zu verbessern.

Industrie 4.0: Automatisierung und Robotik

Automatisierung und Robotik sind ein weiterer wichtiger Aspekt der Strategie. Dazu gehört die unbemannte Kontrolle an besonders riskanten Stellen innerhalb des gesamten Werks. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Start-up Flyability nutzt das Unternehmen Drohnen, damit Inspektionen häufiger und kosteneffizienter durchgeführt werden können. Gleichzeitig erhöht sich dadurch die Sicherheit der Mitarbeitenden, da sich mit Drohnen engere Räume besser überprüfen lassen. Das Konzept wird derzeit in mehreren Märkten eingeführt, darunter die Schweiz, Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, die USA, Kanada, Indien und Russland.

Offene Innovation steht im Mittelpunkt

Zudem können mit dem neuen digitalen Tool PACT (Performance and Collaboration) operative Entscheidungen getroffen werden, die nicht länger nur auf Erfahrungswerten basieren, sondern datengesteuert sind. Das Tool kombiniert Daten aus mehreren Quellen und erlaubt die Verwendung von maschinellen Lernanwendungen.

Über LH Maqer, eine neue Plattform, mit der LafargeHolcim die wirksamsten Technologien identifiziert und sich besonders an Technologie-Start-Ups wendet, wird das Unternehmen zudem neue Partnerschaftsmodelle mit Industrie- und Softwareunternehmen aufbauen.

Philipp Leutiger, Chief Digital Officer: „Wir sind weltweit führend, was unsere Expertise bei der Zementherstellung betrifft. Mit der Plattform LH Maqer öffnen wir unser Betriebsmodell nun der Kreativität und dem Einfallsreichtum der weltweit anerkanntesten Digitalexperten. An vielen unserer Standorte sehen wir bereits die Erfolge dieses Ansatzes.“

Leistungen dank Vernetzung steigern

LafargeHolcim nutzt bereits jetzt Technologien, mit denen die Leistung zentral gemessen und Ressourcen zugeteilt werden können, um den Verbund der Werke in Echtzeit zu unterstützen. Über 80 Prozent der Zementwerke von LafargeHolcim sind bereits mit dem Technical Information System verbunden, das Datentransparenz auf Werks-, Länder- sowie regionaler und globaler Ebene ermöglicht. Für einige Länder stehen historische technische Daten aus über zehn Jahren zur Verfügung. Weitere Systeme ermöglichen die Fernüberwachung bestimmter Anlageteile mittels Onlinesystemen zur Zustandsüberwachung. Seit seiner Einführung im Jahr 2006 konnten mit diesem System allein CHF 80 Millionen eingespart werden und zusätzliche 3 Millionen Tonnen Zement aufgrund einer geringeren Anzahl von Betriebsausfällen verkauft werden.

 Sehen Sie hier die „Plants of Tomorrow“.

Weitere Informationen sind verfügbar unter www.lafargeholcim.com

Weitere Informationen über LH Maqer Sie unter www.lhmaqer.com 

Bild: Anlagen, die im Rahmen der „Plants of Tomorrow“ zertifiziert sind, werden gegenüber einem konventionellen Zementwerk eine operative Effizienzsteigerung von 15 bis 20 Prozent aufweisen. Quelle: LafargeHolcim, Still aus dem Video

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