7 Vorteile von digitalen Zwillingen für Städte

Verantwortlicher Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Im Mittelpunkt des digitalen Fortschritts stehen digitale Zwillinge. Um ein besseres Verständnis von digitalen Zwillingen zu erlangen, zeigen wir Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, wie Kommunalverwaltungen von modernen Technologien zur Effizienzsteigerung profitieren können.

(Quelle:  Stadt Helsinki)
(Quelle: Stadt Helsinki)

Im Mittelpunkt des digitalen Fortschritts stehen digitale Zwillinge. Um ein besseres Verständnis von digitalen Zwillingen zu erlangen, zeigen wir Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, wie Kommunalverwaltungen von modernen Technologien zur Effizienzsteigerung profitieren können.

Bei digitalen Zwillingen handelt es sich um digitale Abbilder einer physischen Anlage, eines Prozesses oder eines Systems sowie technischer Informationen, mit denen die Anwender deren Funktionsweise verstehen und modellieren können. „Die Stärke eines digitalen Zwillings liegt in seiner Fähigkeit, Entscheidungsträgern durch die ganzheitliche Visualisierung der Informationen und Funktionsweise von Infrastrukturanlagen neue Erkenntnisse zu vermitteln und bessere Entscheidungen zu ermöglichen“, so Robert Mankowski, Vice President Digital Cities bei Bentley Systems. Nachfolgend finden Sie sieben Möglichkeiten, die aufzeigen, wie Kommunalverwaltungen von modernen Technologien profitieren können.

1. Informationen zur Verbesserung der Infrastruktur

Jede Abteilung nutzt unterschiedliche Systeme und Infrastruktur-Ressourcen gibt es in vielen Formaten, zum Beispiel CAD, BIM und GIS, Tabellenkalkulationen, Datenbanken, Echtzeit- und andere Datenströme, Fotos und Punktwolken. Mit einer offenen, vernetzten Datenumgebung erhalten Sie schnellen Zugriff auf semantisch umfassende Modelle, auf deren Genauigkeit und Aktualität Sie sich verlassen können. „Mit Bentley iTwin® Services, einem Open-Source-Framework zur Erstellung digitaler Zwillinge in der Infrastruktur, können Städte Daten zusammenführen – unabhängig von Engineering-Anwendungen und BIM-Funktionen, Repositorys und Dateisystemen oder Dateiformaten und -schemata“, so Mankowski. „Dieser föderierte Ansatz ermöglicht einen handlungsfähigen digitalen Zwilling der Stadt mit datenbasierter Analyse, Modellierung und Simulation.“

2. Verbesserte Zusammenarbeit mit Projektbeteiligten

Stadtverwaltung, Stadtplanung und Wirtschaft sowie Notdienste und Versorgungsunternehmen müssen zusammenarbeiten und Informationen mit Verkehrsbehörden austauschen, um eine bessere Entscheidungsfindung zu ermöglichen, die die Maßnahmen der einzelnen Gruppen unterstützt. Mit einem ganzheitlichen Ansatz für die (gemeinsame) Nutzung von Informationen können Infrastrukturverantwortliche sicher sein, dass sie vor Projektbeginn über die neuesten Informationen zu bestehenden Bedingungen verfügen.

In den meisten Städten gibt es viele Projekte in unterschiedlichen Phasen – von Verkehr über Versorgung bis hin zu Gebäuden. Für jedes Projekt müssen Anlageneigentümer und Entwickler die Untergrundgegebenheiten berücksichtigen. Bei digitalen Zwillingen des Untergrunds werden Geologie, Hydrologie, Chemie, technische Eigenschaften sowie Bauwerke, Tunnel und Versorgungsnetze modelliert. „Die unterirdische physische Umgebung ist von Natur aus schwer zu visualisieren und umfassend zu überprüfen. Ein digitaler Zwilling, der die verfügbaren Daten zusammenführt, macht diese für die technische Analyse leicht zugänglich und bietet 4D-Visualisierungsfunktionen, die das Verständnis des Untergrunds erheblich verbessern“, so Mankowski.

3. Verbesserte Planung und Projektvisualisierung

Städteplaner können große digitale Zwillinge online streamen, um stadtweite Projekte im Straßenmaßstab zu visualisieren. Dabei kommen Geländemodelle, Realitätsraster und semantische 3D-Stadtmodelle zum Einsatz.

4. Verbesserte Mobilität und Sicherheit

Digitale Zwillinge helfen bei der Optimierung der Raumnutzung, um die Planung und Gestaltung von Gebäuden sowie deren Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Mit der Möglichkeit, den Fußgängerverkehr auf oder in Infrastrukturanlagen wie Bahnhöfen, Stadien, Einkaufszentren und Flughäfen zu simulieren und zu analysieren, können Ingenieure und Planer kommerzielle und Betriebspläne genau testen, um Besucherströme, Beschilderung, Crowd-Management und Sicherheit zu verbessern.

5. Ausfallsichere Infrastruktur

Um Überschwemmungsrisiken zu vermeiden und die Auswirkungen starker Regenfälle zu minimieren, können Stadtplaner mit digitalen Zwillingen Überschwemmungen modellieren und simulieren, um das Risiko umfassend zu steuern und Störungen durch das Ereignis schnell zu beheben. „Mit Systemen zum Schutz vor Unwetterereignissen verringern städtische Behörden effektiv Risiken und die Zeit der Wiederherstellung,“ so Mankowski. „Die Reality-Modeling-Lösungen von Bentley – und offene Anwendungen – bieten die Möglichkeit, Risikoanalysen auf Stadtebene mit hypothetischen Szenarien sowie nachträgliche Notfallbeurteilungen durchzuführen.“

6. Beteiligung der Öffentlichkeit

Mit der digitalen Zwillingstechnologie können Stadtplaner eine schnelle, einfache und visuelle Methode bieten, um urbane Projekte interaktiv und erfolgreich zu kommunizieren und zu bewerben und so die Zustimmung der Bewohner zu erhalten und Investoren zu gewinnen. Dazu zählen Erlebnisse oder Visualisierungen sowie Crowdsourcing über Internet, Mobilgeräte, Touchscreens und digitale Plakate.

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7. Nutzung offener Daten

Viele Städte mit Digital-Initiativen konzentrieren sich auf offene Datenumgebungen, die es anderen ermöglichen, Dienste mit vertrauenswürdigen Stadtinformationen zu entwickeln und bereitzustellen. Außerdem arbeiten viele Städte mit Universitäten, Wissenschaftlern und anderen Entwicklern zusammen, um Bürgern Apps und Dienste anzubieten.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.bentley.com

Bild: Für das Projekt Helsinki 3D+ spielt Reality Modeling eine entscheidende Rolle. Bild mit freundlicher Genehmigung der Stadt Helsinki.