Ein erfolgreiches Projekt, das auf die Technologie von Augmented Reality (AR) setzt, muss in erster Linie Probleme und Schwierigkeiten von Mitarbeitern lösen. Deren Beteiligung an Projekten sollte sich jedoch nicht nur auf die Lösung solcher Herausforderungen beschränken, sondern darüber hinausgehen.
(Quelle: PTC)
Augmented Reality-Projekte: Die Verbreitung von Augmented Reality (AR) – einer Technologie, bei der digitale Informationen über physische Objekte und Umgebungen an den Arbeitsplatz gelangen und die Zusammenarbeit aus der Ferne unterstützt wird – hat sich im letzten Jahr deutlich gesteigert. Während der Pandemie konnten entsprechende Lösungen und Verfahren ihre Stärken ausspielen, etwa indem Unternehmen so die Herausforderungen der Fernarbeit und der räumlichen und sozialen Distanz im industriellen Umfeld bewältigen konnten.
Augmented Reality-Projekte als Chance
Jetzt sollten Arbeitgeber AR als eine Möglichkeit betrachten, um neue Fachkräfte für ihr Unternehmen zu gewinnen und bereits angestellte Mitarbeiter umzuschulen und weiterzubilden .Wie aber können Arbeitgeber AR auf eine Art und Weise einsetzen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und die besten Chancen auf geschäftlichen Erfolg bietet? Prinzipiell sollte immer an einem Problem oder einer Herausforderung angesetzt werden. Alle Bereiche, die bei der täglichen Arbeit der Mitarbeiter für Frustration sorgen oder sie einschränken, können Ansatzpunkte hierfür sein.
Bestehen etwa Schwierigkeiten bei der Einrichtung oder Bedienung einer bestimmten Maschine in einer Fabrikhalle, so können mittels AR bereitgestellte Arbeitsanweisungen die Mitarbeiter Schritt für Schritt durch die optimale Vorgehensweise führen. Ein weiteres Beispiel ist die Herstellung von Produkten: Hierbei kann man mit Hilfe von AR auf die ursprünglichen CAD-Dateien zurückgreifen; so lässt sich nachvollziehen, welche Komponenten und Teile zu verwenden sind und wie diese zusammenpassen. In ähnlicher Weise können Servicetechniker im Außendienst AR nutzen und so mit Kollegen in der Zentrale zusammenarbeiten, etwa um die beste Lösung zur Behebung eines Problems bei einem Kundenprodukt zu finden.
Mitarbeiter auch im weiteren Verlauf einbinden
In jedem dieser Fälle – und in vielen weiteren Szenarien – lässt sich mittels AR ein Problem lösen, das ansonsten nicht nur zeitliche Ressourcen, sondern auch die Geduld der Mitarbeiter in Anspruch nehmen würde. Allerdings sollte die Beteiligung der Beschäftigten nicht mit der Lösung dieser Probleme enden. Die besten Ergebnisse lassen sich erfahrungsgemäß erzielen, wenn Mitarbeiter auch im weiteren Verlauf von Projekten einbezogen werden und ihre Bedürfnisse, Wünsche und Bedenken in jeder Phase Berücksichtigung finden. In folgenden Bereichen beispielsweise ist eine Einbindung sinnvoll:
Definition von Anwendungsfällen: Die Identifizierung eines „Pain Points“ stellt nur den Anfang dar. Unternehmen müssen dann ganze Anwendungsfälle entwickeln, die nicht nur einzelne Herausforderungen adressieren, sondern darauf abzielen, die Ausführung ganzer Arbeitsabläufe zu optimieren. Dies lässt sich am besten umsetzen, indem man Mitarbeiter dazu befragt, in welchen Phasen eines Jobs oder einer Aufgabe sie Schwierigkeiten haben. So lässt sich identifizieren, wo Verbesserungen erforderlich sind.
Technologische Entscheidungen: Wenn Unternehmen eine bedeutende Investition in Augmented Reality-Projekte planen, muss sichergestellt sein, dass im Vorfeld die richtigen Fragen thematisiert wurden. Falsche Entscheidungen in dieser Phase können zu Frustration führen und Mitarbeiter dazu verleiten, zu alten Gewohnheiten und Praktiken zurückzukehren. Funktionieren Hardware und Software so, wie die Teams sie benötigen? Ist die Technologie einfach und bequem zu bedienen, sodass die Mitarbeiter die erforderlichen Informationen zum richtigen Zeitpunkt abrufen können? Laufen die geplanten Hardwareformate auch bei „hands-free“-Aufgaben? Hat die vorgesehene Softwareplattform das Potenzial, weitere AR-Anwendungsfälle zu unterstützen? Die Einbindung der Angestellten in die Erprobung der ausgewählten Technologielösungen ist von entscheidender Bedeutung.
Auswahl der Inhalte: Die Bedeutung von Inhalten für AR ist nicht zu unterschätzen. Schließlich werden genau diese Inhalte zur Erweiterung der Realität verwendet. In industriellen Anwendungsfällen kann der Inhalt durchaus die Form von CAD- oder PLM-Daten annehmen, die wichtige technische Informationen darüber enthalten, wie Produkte zu bauen und zu konfigurieren sind und wie sie funktionieren. Arbeitsanweisungen müssen um das implizite Wissen von erfahrenen Mitarbeitern ergänzt werden, die bestimmte Aufgaben tagtäglich ausführen, und wissen, wie diese am besten zu erledigen sind. Auch Daten aus Lernmanagementsystemen lassen sich einbeziehen. Hierfür können die Beschäftigten zu ihrer Arbeit befragt werden, sodass sie auf Daten- oder Informationslücken in den Inhalten hinweisen können, die ihnen über AR übermittelt werden. Zusammenfassend ist zu klären: Welche Fragen soll AR für die Mitarbeiter beantworten?
Stand: 16.12.2025
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Feedbacks: Führungskräfte erwarten durch den Einsatz von AR in der Regel Verbesserungen der wichtigsten Leistungskennzahlen (KPIs) wie Produktivität, Durchsatz und Verbrauch. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Optimierungen eintreten, wenn Rückmeldungen der Mitarbeiter keine Priorität haben. Arbeitsvorgänge in den Fabriken entwickeln sich fortlaufend weiter, insbesondere wenn neue Maschinen eingeführt oder neue Produkte hergestellt werden. Deshalb ist es von grundlegender Bedeutung, Feedbacks derjenigen Mitarbeiter einzuholen, die unmittelbar mit neuer Technik oder an neuen Produkten arbeiten. Die Umsetzung dieser Rückmeldungen ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass die übergeordneten KPIs erreicht werden – und dass diese auch dann noch zu verwirklichen sind, wenn sich Technik, Prozesse und Produkte weiterentwickeln.
Augmented Reality-Projekte: Fazit und Ausblick
Schlussendlich geht es somit beim Einsatz von AR darum, dass ganz konkrete Probleme gelöst werden, mit denen Menschen bei ihren Aufgaben konfrontiert sind. Setzt ein Unternehmen aus der Fertigungsbranche Augmented Reality-Projekte ein, um die Arbeit für seine Mitarbeiter zu verbessern, so hat dies auch positive Auswirkungen auf das Firmen-Image. Das wiederum zahlt sich bei der Suche nach neuen Arbeitskräften aus. Mehr noch – es stärkt auch die bereits angestellten Beschäftigten und ihre Kapazitäten, Fähigkeiten und Zufriedenheit. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Mitarbeiter sich dem Unternehmen verbunden fühlen und dort bleiben möchten.
Der Autor, Markus Hannen, ist Vice President Go-To-Market Zentraleuropa bei PTC.