Aus dem Drucker: Wie das Gehäuse für den E-Antrieb hohen Belastungen standhält

Verantwortlicher Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Ingenieure bei Porsche haben das Gehäuse für einen E-Antrieb im 3D-Druck hergestellt. Auf der Rapid.Tech 3D berichten sie darüber.

(Quelle:  Porsche)
(Quelle: Porsche)
  • Der Wandel hin zum Elektro-Fahrzeug erfordert enorme Veränderungen in Entwicklung und Produktion.

  • Technologien wie Additive Manufacturing (AM) gewinnen dabei weiter an Bedeutung.

  • Porsche nutzt derartige additive Verfahren für einen E-Antrieb und stellt Effekte sowie Erfahrungen zur Rapid.Tech 3D 2022 vor.

Der Sportwagenhersteller Porsche versteht sich sowohl auf den Bau schneller Hochleistungsfahrzeuge als auch auf Verfahren, die für Tempo in Entwicklung und Fertigung sorgen. So ist es den Ingenieuren gelungen, erstmals das Gehäuse für einen E-Antrieb komplett im 3D-Druck herzustellen. Die im additiven Laserschmelz-Verfahren produzierte Motor-Getriebe-Einheit hat alle Qualitäts- und Belastungsprüfungen problemlos bestanden. „Damit haben wir nachgewiesen, dass sich die additive Fertigung mit all ihren Vorteilen auch für größere und hochbelastete Komponenten eines Elektro-Sportwagens eignet“, sagt Falk Heilfort, Projektverantwortlicher in der Antriebsvorentwicklung bei Porsche.

Gehäuse für E-Antrieb komplett im additiven Laserschmelzverfahren gefertigt

Der Diplomingenieur für Fahrzeugtechnik wird die Effekte und Erfahrungen daraus in einem Keynote-Vortrag zum Rapid.Tech 3D-Fachkongress am 17. Mai 2022 vorstellen. So führt mehr konstruktive Freiheit durch AM zu höherer Steifigkeit des Antriebs und zur Bauteilintegration. Das wiederum reduziert Gewicht, spart Montageschritte und senkt die Fertigungszeit. Für Falk Heilfort zahlt sich AM vor allem in frühen Entwicklungsphasen aus, wenn schnell wenige Teile gebraucht werden, ebenso in Kleinserien. Der additiv optimierte E-Antrieb könnte in einem Supersportwagen mit geringen Stückzahlen zum Einsatz kommen.

„Auf den Nutzen in der Anwendung kommt es an. 3D-Druck setzen wir dort ein, wo es Sinn macht“, verdeutlicht Falk Heilfort die Porsche-Philosophie in Sachen Additive Manufacturing. Um dabei technisch vorn zu bleiben, setzt der Automobilhersteller auf Partnerschaften. „Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Maschinen- und Materialherstellern bringt uns voran“, lautet eine Erfahrung des AM-Fachmanns, der die Rapid.Tech 3D bereits als Besucher kennt und sich auf Diskussionen mit weiteren Anwendern und Anbietern der Technologien in Erfurt freut. „Es ist immer spannend zu erfahren, welche Wege andere beschreiten, um daraus Rückschlüsse für das eigene Handeln zu ziehen. Ein fundierter Austausch trägt bei, zukunftsträchtige Technologie-Road-Maps abzuleiten“, betont Falk Heilfort, der über Leichtbau-Projekte bei Porsche immer tiefer in das Thema Additive Manufacturing eingedrungen ist.

3D-Druck-Expertise in branchen- und technologiespezifischen Fachforen

Neben Falk Heilfort von Porsche werden AM-Experten von Airbus, Autodesk, German-Emirati Institute, nFrontier, Procter & Gamble, Sauber und Toolcraft in Keynotes aktuelle Produkt- und Prozessanwendungen vorstellen. Vertiefung erfahren die Keynote-Themen an allen drei Kongresstagen in den Fachforen Bauwesen, Design, Luftfahrt, Medizin, Mobilität, Software, Werkzeuge sowie Neues aus AM. Stand und Perspektiven in AM-Forschung und AM-Bildung werden in den Wissenschafts-Foren präsentiert. In diesem Programmstrang stellt unter anderem die Fraunhofer-Gesellschaft aktuelle Ergebnisse sowie Vorhaben aus dem Kompetenzfeld Additive Fertigung vor.

Detailinformationen zu den Keynote-Vorträgen sowie den Inhalten der einzelnen Fachforen sind in der Programmübersicht des Rapid.Tech 3D-Fachkongresses unter folgendem Link zu finden:

Namhafte Aussteller haben bereits gebucht

Einblick in neueste AM-Entwicklungen und -Anwendungen bietet ebenso die Rapid.Tech 3D-Ausstellung. Unternehmen und Forschungseinrichtungen, wie alphacam, Farsoon Europe, FIT, Stratasys oder Trumpf, haben ihren Stand in Erfurt bereits gebucht. Aktuell können noch Flächen geordert werden.

Informationen dazu unter: https://www.rapidtech-3d.de/aussteller/anmeldung-preise/

Tickets bequem online erwerben

Bereits geöffnet hat der Ticketshop der Rapid.Tech 3D. Die Karten für einen Ein-, Zwei- oder Drei-Tages-Besuch können bequem online gebucht werden unter:

Weitere Informationen: www.rapidtech-3d.com

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Porsche mit Game Engines die Produktentwicklung beschleunigt.

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