CIM Ready Ausbildung in Industrie und Maschinenbau neu gedacht

Ein Gastbeitrag von Christine Buchheit und Wolfgang Huber 4 min Lesedauer

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Die Mensch und Maschine Akademie hat analog zum erfolgreichen Programm BIM Ready ein Ausbildungskonzept für die Investitionsgüterindustrie entwickelt: CIM Ready. 

(Bild:  Gorodenkoff/stock.adobe.com)
(Bild: Gorodenkoff/stock.adobe.com)

CIM Ready vermittelt effiziente Methoden zur Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette und zeigt, wie sich optimierte Abläufe etablieren lassen und der Datenaustausch über alle Unternehmensbereiche hinweg gelingen kann.

Prozesse und Entwicklungszeiten optimieren

Wenn Informationen nicht abteilungsübergreifend fließen können, kommt es oft zu Fehlern, die meist teuer werden. CIM – die Abkürzung für Computer Integrated Manufacturing – ist ein Konzept, um solche Informationslücken zu schließen und den Austausch von digitalen Informationen zu ermöglichen. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf der Integration unterschiedlicher Systeme. So werden nicht nur teure Fehler vermieden; CIM optimiert auch Prozesse und Entwicklungszeiten.

CIM Ready – der sichere Weg zur Digitalisierung 

CIM Ready ist die Ausbildungsmethode der MuM Akademie, die vermittelt, wie Unternehmensbereiche mittels Technologie ineinandergreifen. Es geht um CAD, CAM, Product-Lifecyle-Management (PLM), ECAE, und in Verbindung mit Datenmanagement (PDM), auch um ERP-Systeme. Alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette werden integriert.

Modularer Aufbau, gezielte Spezialisierung

CIM Ready ist ein Ausbildungsbaukasten. Zu den Bausteinen gehören Digital Engineering für Autodesk Inventor, 3D-Layout-Planung und Spezialisierungen für Autodesk Inventor, Navisworks, Inventor Nastran, Autodesk CFD, Recap und viele andere Lösungen.

INFO: CIM Computer Integrated Manufacturing

  • CAD = Computer Aided Design

  • CAM = Computer Aided Manufacturing

  • PLM = Product Life Cycle Management (PDM = Product Data Management)

  • ECAE = Electrical Computer Aided Engineering

CIM Ready
Bild 1: Modellhafter Wertschöpfungskreis produzierender Unternehmen. CIM – Computer Integrated Manufacturing. Das Ziel: Datenaustausch und die Zusammenarbeit über alle Unternehmensbereiche hinweg zu optimieren.
(Bild: Grafik: Mensch und Maschine Deutschland GmbH)

Technisch endlich machbar

Die Idee, Insellösungen miteinander zu verknüpfen, ist nicht neu: Bereits in den 70er Jahren stellte Joseph Harrington das Konzept des „Computer Integrated Manufacturing“ vor, um Synergien zu schaffen. Damals fehlte die Technologie dafür. Heute haben wir die Technologie und mit CIM Ready hat die Mensch und Maschine Akademie ein Ausbildungskonzept entwickelt, das Fachabteilungen entlang des Wertschöpfungskreises vernetzt, um Synergien gezielt zu nutzen.

Basis ist ein modellhafter Wertschöpfungskreis produzierender Unternehmen. Trotz individueller Unterschiede lassen sich zentrale Abteilungen wie Konzept/Entwurf, Konstruktion/Design, Fertigung, Service und Vertrieb definieren (Bild 1).

Das Ausbildungskonzept CIM Ready analysiert die spezifischen Herausforderungen jeder Abteilung und leitet daraus gezielte Anforderungen für Seminare ab. Seminarteilnehmer erwerben umfassende Anwenderkenntnisse der jeweiligen Software – von den Grundlagen bis hin zu Spezialisierungen. Ergänzend werden praxiserprobte Methoden und Wissen für eine erfolgreiche, interdisziplinäre Zusammenarbeit vermittelt. Dabei fließen rund 40 Jahre Erfahrung in die Schulungsinhalte mit ein. Dieses praxisnahe, interdisziplinäre Know-how ist ein zentraler Erfolgsfaktor und unterstreicht die hohe Qualität der MuM Akademie.

Im Folgenden fassen wir die Anforderungen der einzelnen Bereiche zusammen und stellen Lösungsansätze vor, mit denen Mensch und Maschine seine Kunden unterstützt – von Digitalisierungssoftware über praxisorientierte Schulungen bis zur Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Konzept und Entwurf – Der Schlüssel zu innovativen Produkten

Cloudbasierte Plattformen für schnellere Markteinführung

Cloudbasierte Plattformen ermöglichen die Zusammenarbeit über Abteilungen und Zulieferer hinweg, wodurch Fehler minimiert und die Entwicklung beschleunigt werden. Simulation und Rapid Prototyping sparen zudem Zeit und Kosten, denn physische Prototypen werden reduziert oder zumindest günstiger.

Innovative und nachhaltige Designs

Um Kunden mit neuen Produkten zu begeistern, bedarf es des generativen Designs und Visualisierungstools. Nachhaltigkeitsanalysen und Lebenszyklusbetrachtungen helfen, Umweltauswirkungen zu minimieren – das schafft Wettbewerbsvorteile und erfüllt regulatorische Anforderungen.

Konstruktion und Design – effizient von der Idee zur Umsetzung

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Zielsetzung ist hier Kooperation über Fachbereiche hinweg auf Basis durchgängiger Daten und Informationen. Produktlebenszyklus- und Datenmanagementsysteme vernetzen Teams, reduzieren Doppelarbeit und ermöglichen transparente, abteilungs- und unternehmensübergreifende Kooperation.

Agile Produktentwicklung

Zeit ist entscheidend in der Entwicklung. Automatisierte Workflows, paralleles Arbeiten und Simulationswerkzeuge beschleunigen Iterationen. Wiederverwendbare Komponenten und smarte Datenprozesse sparen Zeit und Ressourcen – für schnellere, bessere Produkte.

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Fertigung – Flexibilität für optimale Ergebnisse 

Fabrikplanung mit Digitalem Zwilling, Factory 3D Layout und CAM

Fertigungsunternehmen müssen flexibel auf Marktanforderungen reagieren. Digitale Zwillinge, 3D-Laserscanning und CAM ermöglichen eine optimierte Fabrikplanung. Sie dienen als zentrales Auskunftsmodell – von Verkehrsnetz zu Werksschutz bis zur Wartung und Flächennutzung. Simulationen verhindern Kollisionen, verkürzen Umrüstzeiten und steigern den Durchsatz.

Das CIM Ready Ausbildungskonzept analysiert die spezifischen Herausforderungen jeder Abteilung und leitet daraus gezielte Anforderungen für Seminare ab.

Service – Datenanalyse schafft Umsatzpotenzial 

Dienstleistungsangebot erweitern und Wartungskosten senken

Mensch und Maschine unterstützt Unternehmen dabei, ihr Serviceangebot durch intelligente Datennutzung zu optimieren und auszubauen. Durch den Einsatz von Datenmanagement-Lösungen und smarten Technologien wie IoT werden neue Umsatzmöglichkeiten erschlossen und die Kundenbindung gestärkt. Die Analyse von Produktdaten über den gesamten Lebenszyklus ermöglicht die Entwicklung innovativer Serviceangebote und die Optimierung von Wartungsprozessen. Dies führt zu höherer Effizienz, reduzierten Betriebskosten und gesteigerter Kundenzufriedenheit, wodurch Unternehmen ihr Umsatzpotenzial im Servicebereich voll ausschöpfen können.

Vertrieb – Umsatz durch herausragende Kundenerlebnisse 

Visualisierung mit Wow-Effekt

Digitale Visualisierungen wie AR, VR und Produktkonfigurationen schaffen einzigartige Kundenerlebnisse. Sie machen komplexe Technik verständlich, bleiben in Erinnerung und stärken die Kundenbindung.

Auftragsabwicklung – schnell und fehlerfrei

Durchgängige Datenflüsse zwischen CAD, PDM und ERP reduzieren manuelle Eingaben und Fehler. Indem alle Prozessbeteiligten relevante Informationen erhalten, sind Rückfragen, ineffiziente Zettelwirtschaft und Informationslücken passé. Das verkürzt Verkaufszyklen, spart Ressourcen und optimiert Prozesse – von der Lead-Generierung bis zur Auftragserstellung.

Seit mehr als 40 Jahren bietet die Mensch und Maschine Akademie umfassende Dienstleistungen und berufliche Weiterbildung in den Bereichen 2D- und 3D-Software und unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Prozesse. Sie ist ein von Autodesk zertifiziertes „Authorized Training Center (ATC)“ und ISO9001 TÜV- zertifiziert. (anm)

Die Autoren: Christine Buchheit, Geschäftsführerin Mensch und Maschine Deutschland GmbH und Wolfgang Huber, Geschäftsführer Mensch und Maschine Deutschland GmbH.

Alles über das neue Ausbildungskonzept finden Sie hier