Alle AutoCAD Tipps zielen darauf ab, den Umgang mit AutoCAD und seinen vertikalen Lösungen zu vereinfachen und selbstverständlich zu machen. Wir haben aus den zahlreichen Leseranfragen diejenigen ausgewählt, die allen Anwendern einen praktischen Mehrwert bieten. Unser Experte Wilfried Nelkel beantwortet diese Fragen, um den Nutzern hilfreiche Unterstützung zu bieten.
(Bild: MK-Photo, AdobeStock)
AutoCAD Tipps: Attributänderungen in Multiführungslinien
Aktuell arbeiten wir mit AutoCAD 2025. Wir benutzen dort Blöcke mit Attributen, die in einem Multiführungslinienstil integriert sind. Einige der Attributeinträge sollten geändert und angepasst werden. Nach dieser Änderung werden aber nun die Attribute in der Attributanzeige in unkoordinierter Reihenfolge abgefragt, und einige Attribute hatten Ergebnisse zur Folge, die mit unserer ursprünglichen gewünschten Attributdefinition nichts mehr gemeinsam hatten. Außerdem hatte eine Änderung der Blockdefinition keinen Einfluss auf bestehende Multifunktionslinien und deren Einträge in den Attributen. Wie lässt sich denn ein Block mit Attributen, der in einem Multiführungslinienstil integriert ist, effektiv ändern?
Unser Experte: Grundsätzlich sind Blöcke mit oder ohne Attribut als so genannte Quellblöcke beim Erzeugen von Multiführungslinien nutzbar. Nachträgliches Ändern der Attributinhalte in einer gesetzten Multiführungslinie ist dabei möglich, etwa durch Doppelklick auf den Block. Das Gleiche gilt, wenn der Block in sich geändert wurde, der Blockname jedoch erhalten bleibt.
Trotzdem kann es beim Ändern des Quellblocks der Multiführungslinie oder des dabei eingesetzten Blocks mit Attributen zu Problemen führen, und zwar, wenn im Quellblock Attribute gelöscht oder zusätzlich aufgenommen wurden oder in Vorgabetexten der Attribute so genannte MText-Formatierungscodes enthalten sind, die wie mehrzeilige Attribute wirken, aber kaum änderbar sind.
Multiführungslinien mit Blockdefinitionen.
(Bild: Wilfried Nelkel)
Ein guter Grund, hier ganz allgemein einiges zum Ändern von Blöcken mit Attributen vorzustellen. Denn, um einen Block mit Attributen inhaltlich zu ändern, sind mehrere Wege möglich, die man jedoch nicht bedingungslos anwenden kann. Sollen nur die Inhalte, also die frei wählbaren Einträge, korrigiert werden, reicht ein Doppelklick auf den Block vollkommen aus.
Um die Attribute eines Blocks zu ändern, sollte zunächst der ursprüngliche (also der zu ändernde) Block in die Zeichnung geladen werden, um die Änderungen optisch besser nachverfolgen zu können – eine direkte Blockänderung innerhalb der Multiführungslinie ist nicht sinnvoll.
Den Befehl BATTMAN nutzen
Hier werden alle Attribute eines Blocks im Blockattributmanager (siehe Bild 2) einzeln aufgelistet und lassen sich über „Bearbeiten“ ändern.
Überflüssige und fehlerhafte Attribute können gelöscht werden.
Die Reihenfolge der Abfrage kann man im Dialogfenster individuell einstellen (über Button „nach oben“ oder „nach unten“).
Die einzelnen Attribute können individuell angepasst werden. Auch mehrzeilige Attribute sind über den Eintrag „Mehrzeilig“ möglich.
MText-Formatierungscodes, die als Multilinie definiert wurden/enthalten sind, kann man nicht ändern.
ACHTUNG: Neue Attribute sind nicht ergänzbar!
Wichtig: Sind zum Beispiel in den Einträgen für die Vorgabe so genannte MText-Formatierungscodes eingetragen (im Bild: …d d), können diese nicht verändert oder intern gelöscht werden – bei Bedarf muss man das Attribut löschen und später neu definieren.
Bearbeitung im Blockattributmanager.
(Bild: Wilfried Nelkel)
Blockeditor nutzen
Auch hier lassen sich die Attribute im aktiven Blockeditor einzeln in der Eigenschaftenpalette ändern.
Auch hier gilt, dass bei MText-Formatierungscodes in der Vorgabe diese nicht korrigiert werden können und deshalb gelöscht werden sollten.
Neue Attribute sind möglich (mit „attdef“); die Reihenfolge lässt sich im Blockeditor aber nicht ändern.
Block mit URSPRUNG auflösen
nach Auflösen des Blocks alle Attribute systematisch bearbeiten und anpassen
Nur bei aufgelöstem Block sollten Textstil, Layer, Linientyp usw. bei Bedarf geändert werden.
Attribute werden im aufgelösten Block als solche nur in Großbuchstaben dargestellt. (Im Block erscheinen dort die gewünschten Einträge – also bitte den entsprechenden Platz vorsehen bei längeren Einträgen.)
Bei der Wahl eines Attributs können auch Layer, Farbe, Textstil usw. geändert werden.
Im Eigenschaftendialogfenster lassen sich pro Attribut der Name (der hier groß geschriebene Text), die Eingabeaufforderung und auch der Vorgabewert ändern. Steht hier ein MText-Formatierungscode, sollte dieses Attribut ebenfalls gelöscht und neu definiert werden (mit ATTDEF).
Stand: 16.12.2025
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Sind alle Attribute neu gesetzt, ist auch der Block neu zu erstellen. Dazu nach „Block erstellen“ zunächst alle Attribute in der Reihenfolge wählen, in der sie im Dialogfenster „Attribute bearbeiten“ beim Einfügen des Blocks erscheinen sollen. Anschließend alle in den Block zu integrierende Objekte mittels „Fenster“ wählen (die dabei doppelt gewählten Attribute werden in der Reihenfolge nicht nochmals geändert). Alternativ kann man hier auch die Reihenfolge missachten – nach Erstellen des Blocks ist aber die Reihenfolge etwa mit BATTMAN entsprechend anzupassen.
Soll der Block in einer Multiführungslinie genutzt werden, muss der Einfügepunkt so gewählt werden, dass der Block an der Multiführungslinie hängt. Auch der ist im Multiführungslinienstil explizit einzutragen. Bei der Vergabe eines Blocknamens kann man nun einen neuen Blocknamen vergeben, oder auch den alten Blocknamen nutzen, der dann bei der Überschreibung noch zu bestätigen ist.
Im Multiführungslinienstil muss man einen korrigierten Block nicht aktualisieren, wenn der Blockname identisch bleibt. Achtung: Neu ergänzte Attribute sowie bereits gesetzte Attributinhalte werden bei bestehenden Multiführungslinien nicht aktualisiert. Dies kann nur mit Doppelklick erfolgen, wobei auch dann neue Attribute in „alten“ Blöcken nicht angezeigt werden. Sind in einem geänderten Block neue Attribute hinzugekommen, müssen der Block oder aber auch die Multiführungslinie neu gesetzt werden, wenn die neuen Attribute enthalten sein sollen.
Materialbibliotheken mit ADSKLIB-Format verwenden
Wir arbeiten mit AutoCAD 2024 und verwenden immer wieder Materialbibliotheken, die oft zum kostenlosen Download angeboten werden (zum Beispiel bei www.bimobject.com). Fügen wir dann die Materialbibliothek zum Materialienbrowser hinzu, haben wir stets das Problem, dass AutoCAD zwar das Material zunächst in der Bibliothek anzeigt, das zugehörige Bitmap jedoch nicht gefunden wird. Wir behelfen uns damit, das jeweilige Material nach dem Import in die Zeichnung im Materialeditor zu öffnen und den Pfad neu zuzuweisen. Man kann solche Materialien, bei denen das zugehörige Bitmap nicht gefunden werden konnte, an einem gelben Ausrufezeichen erkennen. In den meisten Fällen reicht es aus, den Pfad nur ein Mal zu korrigieren, alle anderen Materialien beziehen dann automatisch den neuen Pfad. Leider ist das nicht immer so.
Nun möchten wir einen Plan auf einem einzigen Layout einmal ohne Haustechnik darstellen und in einem anderen Ansichtsfenster mit Haustechnik. In dem Ansichtsfenster mit Haustechnik soll jedoch der Architektenplan in einem leichten Grau dargestellt werden. Die Ansicht der externen Referenz können wir durch Veränderung der Systemvariablen XDWGFADECTL einstellen. Dies würde uns schon fast genügen, wobei hier etwa rote Objekte des Architekten zwar noch immer rot dargestellt werden, jedoch etwas ausgeblendet erscheinen. Ist es möglich, in einem Ansichtsfenster den Architektenplan farbig zu plotten und in einem anderen Ansichtsfenster den Plan komplett in Grau auszugeben?
Texturmapsuchpfad in den AutoCAD-Optionen.
(Bild: Wilfried Nelkel)
AutoCAD Tipps von unserem Experten: Das Verhalten ist gar nicht so ungewöhnlich, denn AutoCAD kann ja nicht wissen, wo die zugehörigen Texturen gespeichert wurden. Ich empfehle hier einen Blick in die AutoCAD-Optionen. Tippen Sie O (wie Otto) ein und wechseln zur Registerkarte „Dateien“.
Fügen Sie einen neuen Pfad hinzu. Ich empfehle in einem zentralen Verzeichnis einen Ordner „Texturen“ zu definieren und diesen Pfad hinzuzufügen. In diesen speichern Sie alle ihre „fremden“ Texturen ab, da der Suchpfad der Texturen sich auch auf die möglicherweise vorhandenen Unterordner bezieht und somit alle Texturen, sofern Sie in dem vorgenannten Ordner „Texturen“ liegen, auch zu finden sind. Sobald dies geschehen ist, funktionieren die heruntergeladenen Materialbibliotheken problemlos.
AutoCAD Tipps: Andere Plotfarben im Ansichtsfenster
Wir arbeiten mit AutoCAD 2025 im Bereich der Haustechnik und bekommen von Architekten DWG-Dateien zur Verfügung gestellt. In diesen Zeichnungen, die wir als XRefs hinterlegen, zeichnen wir unsere Haustechnik (Sanitär, Lüftung usw.) ein. Hierzu zeichnen wir nicht in den Architektenplänen, sondern unsere Objekte „darüber“. Nun möchten wir einen Plan auf einem einzigen Layout einmal ohne Haustechnik darstellen und in einem anderen Ansichtsfenster mit Haustechnik. In dem Ansichtsfenster mit Haustechnik soll jedoch der Architektenplan in einem leichten Grau dargestellt werden, damit unsere Konstruktionen deutlich angezeigt werden. Die Ansicht der externen Referenz können wir durch Veränderung der Systemvariablen XDWGFADECTL einstellen. Dies würde uns schon fast genügen, wobei hier etwa rote Objekte des Architekten zwar noch immer rot dargestellt werden, jedoch etwas ausgeblendet erscheinen. Ist es möglich, in einem Ansichtsfenster den Architektenplan farbig zu plotten und in einem anderen Ansichtsfenster den Plan komplett in Grau auszugeben?
Unser Experte: Grundsätzlich ist so etwas schon möglich. Ein Problem tritt jedoch auf, wenn der Architekt seine Objekte nicht mit der Farbeinstellung „VonLayer“ gezeichnet hat. Folgenden Hintergrund müssen Sie hierfür wissen: Seit einiger Zeit ist es in AutoCAD nicht nur möglich die Layer einzelner Ansichtsfenster zu frieren (also Befehl „AFLAYER“), sondern auch für einzelne Ansichtsfenster die Eigenschaften von Layer zu verändern. Sie können nun also neben dem Frieren einzelner Layer in einem Ansichtsfenster sowohl die Farbe, den Linientyp, die Linienstärke als auch die Transparenz einstellen. Jedoch nur dann, wenn die Objekte mit „VonLayer“ erzeugt wurden.
Wiederherstellen der Originaleigenschaften überschriebener XRef-Layer.
(Bild: Wilfried Nelkel)
Es gibt einen Trick, wie Sie von allen Objekten des Architektenplans die Eigenschaften auf „VonLayer“ konvertieren können. Früher mussten Sie noch die Architektenzeichnung verändern, was eigentlich nicht gewollt ist. Leider arbeiten viele Anwender noch mit individuell zugewiesenen Eigenschaften. Verwenden Sie in diesem Fall „XREFOVERRIDE“ und setzen Sie den Wert auf 1. Nun werden alle Objekte in der XRef so dargestellt, als wären sie mit den Eigenschaften „VonLayer“ gezeichnet worden. Das bedeutet, dass individuell zugewiesene Werte für Farbe, Linientyp, Strichstärke usw. ignoriert werden und die Objekte so dargestellt werden, als wären Sie mit den Eigenschaften „VonLayer“ erstellt worden.
Seit AutoCAD 2020 gibt es hier im Bereich der XRef-Überschreibung eine weitere Neuigkeit. Nachdem Sie früher die XRef-Eigenschaften übeschrieben haben, war es eigentlich nicht mehr möglich, die Original-Eigenschaften für die XRef wiederherzustellen. Man konnte sich nur damit behelfen, im Vorfeld einen Layerstatus zu erstellen. Nun wird im Layer-Eigenschaftenmanager automatisch neben der Filterkategorie „XRef“ ein neuer Filter erzeugt, der sich „XRef-Überschreibungen“ nennt. In diesen Filter wandern automatisch alle XRef-Layer, deren Eigenschaften überschrieben wurden. Mit einem Rechtsklick auf diesen Filtereintrag lassen sich nun problemlos die gewünschten Originaleigenschaften der XRef-Layer wiederherstellen.