Autodesk präsentiert eine Reihe neuer Funktionen für seine Forma-Industry-Cloud und das AEC-Portfolio. Zentral sind hier ein Tool für die schematische Gebäudeplanung, neue Cloud-Verbindungen zu Revit und KI-Unterstützung.
Sonnenstundenanalyse in Forma Building Design.
(Bild: Autodesk)
Die Updates von Autodesk für Autodesk Forma und das AEC-Portfolio sollen Anwender dabei unterstützen, die Qualität von Projektergebnissen zu steigern. In diesem Kontext zielen sie darauf ab, die Idee und Entwurfsabsicht einschließlich des Projektwissens über den gesamten Lebenszyklus hinweg konsistent zu bewahren und Teams über alle Projektphasen hinweg besser zu vernetzen.
Im Fokus stehen dabei ein neues Werkzeug für die schematische Gebäudeplanung, erweiterte Cloud-Anbindungen an Autodesk Revit sowie KI-gestützte Funktionen, die direkt in den Arbeitsablauf integriert sind.
Überblick über die Neuheiten
Für die AECO-Branche werden folgende Neuerungen veröffentlicht:
Mit Autodesk Forma Building Design stellt Autodesk ein neues Design- und Analyseangebot speziell für die schematische Entwurfsphase vor. Es ist der erste Schritt, um frühe Gebäudeentwürfe systematisch zu unterstützen.
In der frühen Entwurfsphase fallen die wichtigsten Entscheidungen, gleichzeitig stoßen Teams hier oft an Grenzen: Viele Architekturbüros arbeiten mit Werkzeugen, die ursprünglich für spätere Leistungsphasen entwickelt wurden. Das erschwert schnelle Variantenstudien und führt dazu, dass Entscheidungen in späteren Prozessphasen erneut rekonstruiert werden müssen. Forma Building Design setzt genau hier an und versetzt Planungsteams in die Lage, in wenigen Schritten lagebezogene Projektsets aufzusetzen: Sie definieren den realen Standort, legen die Rahmenbedingungen für das Grundstück fest und erstellen darauf aufbauend unterschiedliche Gebäudeoptionen. Design-Automatisierungen unterstützen bei der Anlage und Bearbeitung von Fassaden, Grundrissen und Einheiten. Leistungskennzahlen wie Tageslicht, Sonnenstunden und CO₂-Bilanz lassen sich direkt im Modell analysieren.
Steht eine Entwurfsrichtung fest, werden Projekte als ebendiese georeferenzierte, native Revit-Modelle inklusive Standortkontext und Gebäudeelementen übergeben. Das reduziert Doppelarbeit, erhält die ursprüngliche Entwurfsintention und verkürzt den Weg in die detaillierte Planung. Der Workflow ist bewusst komplementär angelegt: Forma Building Design für Exploration und Entscheidungsfindung, Revit für Ausarbeitung und Dokumentation. Autodesk plant Forma Building Design in den kommenden Releases um weitere leistungsfähige Funktionen zu erweitern.
Forma Building Design ist ab sofort für alle Revit- und AEC Collection-Abonnenten verfügbar.
Für eine vertiefte Bewertung der Klimawirkung steht Forma Carbon Insights jetzt sowohl in Forma Building Design als auch in Revit zur Verfügung. Teams können damit CO₂-Auswirkungen bereits in frühen Entwurfsphasen besser verstehen und diese Erkenntnisse in die detaillierte Planung übertragen – ein wichtiger Baustein für fundierte Nachhaltigkeitsentscheidungen und die Reduktion des gesamten CO₂-Fußabdrucks von Gebäuden.
Weitere Informationen zu Forma Building Design erhalten Sie in diesem Video.
Revit als erster Forma Connected Client
Autodesk führt mit dem aktuellen Launch Revit als ersten „Forma Connected Client“ ein, zunächst in einer Tech Preview.
Die Bezeichnung „Connected Client“ steht für eine tiefere Integration zwischen Desktop-Anwendungen und der Forma-Industry-Cloud. Planungs- und Projektteams können weiterhin in den vertrauten Werkzeugen arbeiten und gleichzeitig auf Cloud-basierte, vernetzte Workflows zugreifen. Mit der Tech Preview können Teams Daten aus Forma Site Design und Forma Building Design direkt ohne manuelle Datei-Exporte in Revit übertragen. Das reduziert Nacharbeit und hilft, Entwürfe sauber abgestimmt weiterzuentwickeln. Kontextinformationen aus dem Forma Data Marketplace lassen sich mit wenigen Klicks einbinden, Umweltanalysen können direkt in Revit durchgeführt werden.
Revit als der erste Forma Connected Client.
(Bild: Autodesk)
Die Einführung von Revit als ersten Forma Connected Client ist ein wichtiger Schritt innerhalb der Forma Connected Clients-Initiative, die in den kommenden Monaten auf weitere Desktop-Lösungen ausgeweitet werden soll.
Stand: 16.12.2025
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Alle Revit-Abonnenten erhalten außerdem Zugriff auf Forma Site Design, Forma Building Design, Forma Board und Forma Data Management Essentials. Damit stehen KI-gestützte Planung, frühe Gebäudeentwürfe, visuelle Kollaboration und vernetzte Daten-Workflows in einem deutlich einheitlicheren Nutzungserlebnis zur Verfügung.
Weitere Leistungsmerkmale für Abonnentinnen und Abonnenten
Forma Data Management Essentials ist jetzt auch für Einzel-Abonnements von AutoCAD, Revit und Civil 3D verfügbar. Die Lösung bietet einen kostenfreien Einstieg in die Arbeit mit gemeinsamen, stets aktuellen Projektdaten und verbessert die Koordination vom Projektstart an auch für Teams, die bislang überwiegend mit Desktop-Anwendungen arbeiten.
Forma Board ist nun sowohl in Forma Data Management als auch in Forma Data Management Essentials enthalten. Teams können damit in jeder Projektphase von der frühen Entwurfsphase bis zur Auslieferung visuell zusammenarbeiten, Feedback bündeln und Projektkontext an einem Ort halten.
Perspektivisch werden KI-gestützte Rendering-Funktionen in Forma Board ermöglichen, Entwurfsideen aus Skizzen und Bildern zu veranschaulichen und Varianten bei Lichtstimmung, Farben und Materialien leichter zu vergleichen.
Autodesk Assistant: KI-Unterstützung im Arbeitsfluss
Im Bereich Künstliche Intelligenz baut Autodesk seine Lösungen für die AECO-Branche weiter aus. Ziel ist es, KI-Unterstützung und Insights dort bereitzustellen, wo Fachkräfte täglich arbeiten.
Mit dem Autodesk Assistant erhalten Anwender ab sofort deshalb kontextbezogene KI-Unterstützung direkt in Revit. Der Autodesk Assistant ist darauf ausgelegt, mit konkreten Modellen, Workflows und branchenspezifischem Kontext zu arbeiten. Er kann nicht nur Fragen beantworten, sondern auch Aufgaben ausführen und Aktionen über verschiedene Produkte hinweg orchestrieren.
Der Roll-out des Autodesk Assistant wird schrittweise auf das gesamte AEC-Portfolio ausgeweitet. In einer Tech Preview stehen entsprechende Funktionen jetzt auch in AutoCAD, Civil 3D und InfoWater Pro zur Verfügung. Sie liefern intelligente, in den Arbeitsfluss integrierte Unterstützungsoptionen, helfen, Probleme früher zu erkennen und versetzen Teams in die Lage, Konsistenz und Qualität ihrer Entwürfe zu sichern.
Weitere Neuerungen im Autodesk AEC-Portfolio
Neben den Neuerungen in Forma und Revit stellt Autodesk weitere Verbesserungen vor, die vernetzte Workflows im AEC-Portfolio stärken:
In AutoCAD führt Autodesk mit Checkout einen neuen Ansatz für die Zusammenarbeit an gemeinsamen DWG-Dateien innerhalb von Forma Data Management ein. Anstatt komplette Zeichnungen zu sperren, können Anwender nur die Geometrie reservieren, die sie bearbeiten möchten, in parallelen, isolierten Bearbeitungsumgebungen arbeiten und Änderungen anschließend sicher in die zentrale Datei zurückführen. So lassen sich Konflikte reduzieren, während Kontrolle und Nachvollziehbarkeit erhalten bleiben.
In Civil 3D zielen die Verbesserungen auf eine schnellere, datenbasierte Infrastrukturplanung ab. Optimierte Performance, intelligente Automatisierungen und Insights, die von Autodesk AI unterstützt werden, sollen Planer entlasten. Dazu gehört beispielsweise die Horizontal Regression Analysis, die nun vortrainierte, ML-gestützte Erkennungsmethoden nutzen kann und konsistente Trassierungsergebnisse für lineare Infrastrukturen liefert.
Bei den Lösungen für die Wasserwirtschaft treibt Autodesk die Integration mit Esri weiter voran. Esri fungiert künftig als GIS-System of Record für Info360 Asset und Info360 Insight. Versorgungsunternehmen profitieren von einer einheitlichen, verlässlichen Datenbasis, müssen weniger Datensätze abgleichen und können die Datenintegrität in Planung und Betrieb verbessern.
Mit Network Design in InfoWorks ICM hält zudem ein durchgängiger Workflow Einzug, der catchment-weite Netzplanung und Analyse in einer gemeinsamen Umgebung zusammenführt. Regen- und Abwassernetze lassen sich damit in einem einzigen Workflow planen, überprüfen und validieren.