Autodesk auf der Hannover Messe 2026 Von der digitalen Planung zur lernenden Fabrik

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 4 min Lesedauer

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Eine digitale Fabrikplanung allein reicht nicht mehr: Produktionsunternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Werke als vernetzte, lernende Ökosysteme zu betreiben und dabei das Potenzial der KI zu nutzen. Auf der Hannover Messe 2026 zeigt Autodesk unter anderem, wie sich diese Herausforderung meistern lässt.

Produktionsunternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Werke als vernetzte, lernende Ökosysteme zu betreiben.(Bild:  Autodesk)
Produktionsunternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Werke als vernetzte, lernende Ökosysteme zu betreiben.
(Bild: Autodesk)

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich in der Fertigung fest etabliert. Kameras erkennen Anomalien, generative Modelle liefern Vorschläge und Planungswerkzeuge optimieren Layouts automatisch – das ist vielfach schon Standard in Produktionsumgebungen. Getreu dem Leitmotiv der diesjährigen Hannover Messe – „Think Tech Forward“ – rückt nun in der Produktion die nächste Evolutionsstufe von KI in den Fokus: Systeme, die nicht mehr nur analysieren und planen, sondern auf Basis präziser Weltmodelle aktiv in die reale Fertigung eingreifen und diese mitgestalten. Autodesk zeigt auf der Hannover Messe 2026, wie der Einsatz derartiger Lösungen gelingen kann.

Am Stand E40 in Halle 17 erleben Besuchende anhand konkreter Anwendungsfälle, wie Autodesk mit seiner Design & Make-Platform, der Branchen-Cloud Fusion, Autodesk AI, Lösungen wie FlexSim und Tandem sowie digitalen Zwillingen und dem Autodesk Assistant den Schritt hin zu Physical AI vorbereitet.

Fusion als Industrie-Cloud: Die Brücke zwischen heute und morgen

Autodesk baut mit Fusion das Rückgrat einer Industrie-Cloud für die Fertigung auf. Fusion vernetzt CAD, CAM, CAE, Leiterplattenentwicklung, Datenmanagement (PLM, PDM), MES-Funktionen, Automatisierungen und Funktionen der Autodesk KI in einer gemeinsamen Umgebung. Für die DACH-Region ist dabei besonders wichtig:

  1. Fusion ist keine Insel, sondern ergänzt etablierte Werkzeuge wie Inventor und Vault. Kunden können bestehende Desktop-Workflows weiter nutzen und schrittweise Cloud- sowie KI-Funktionen hinzufügen. Zudem treten Fusion und Inventor als abgestimmtes Ökosystem auf und punkten damit auch mit Blick auf Investitionssicherheit und Vertrauen.
  2. Auf der Hannover Messe macht Autodesk greifbar, wie die Autodesk Product Design & Manufacturing Collection als Gesamtpaket Mehrwerte von Konstruktion über Simulation bis zur Anbindung an Fertigungs- und Betriebsprozesse schafft.

Exponate von Autodesk auf der Hannover Messe

Autodesk illustriert zentrale Zukunftsthemen mit Praxisbeispielen. Zu den Exponaten zählen unter anderem ein Modell des Autodesk Technology Center im britischen Birmingham, unbemannte Luftfahrzeuge des Schweizer Herstellers SwissDrones sowie das ESO Extremely Large Telescope (ELT), das weltweit größte optische Teleskop.

Autodesk Technology Center: Blaupause für digitale Produktionsumgebungen

Einer der Schwerpunkte am Autodesk-Stand ist in diesem Jahr das Modell des Autodesk Technology Centers in Birmingham. Es zeigt, wie sich Produktionsumgebungen heute digital abbilden sowie in Echtzeit überwachen und steuern lassen. Das Beispiel macht überdies deutlich, wie digitale Zwillinge sich von reinen Visualisierungstools zu Trainingsumgebungen für KI in der Fertigung entwickeln. Aus einem digitalen Fabrikmodell entsteht ein operativer Leitstand. Und diese Logik lässt sich auf DACH-Werke übertragen, in denen Unternehmen schrittweise eigene, wiederholbare Beweise für den Nutzen digitaler Zwillinge aufbauen wollen. Autodesk liefert dafür die Basis aus Geometrie, Simulation und operativem Kontext.

Auf der Messe zeigen Autodesk-Experten, wie der digitale Zwilling:

  1. Daten aus CNC-Maschinen, Sensoren, SCADA-Systemen und Facility-Plattformen bündelt;
  2. Maschinenverfügbarkeit und Auslastung transparent macht und
  3. Prozesskontrolle, Wartung und Compliance im laufenden Betrieb unterstützt.

SwissDrones: Unbemannte Luftfahrzeuge für Inspektionen und Rettungsaktionen

Anhand eines Drohnenmodells des Schweizer Unternehmens SwissDrones wird sichtbar, wie sich ein komplexes Luftfahrtsystem mit Autodesk-Lösungen entwickeln lässt – von den ersten Konzeptskizzen über detaillierte Simulationen bis hin zur Vorbereitung der Zulassung.

ESO ELT: Das weltgrößte optische Teleskop in der chilenischen Atacama-Wüste

Das Modell des ESO Extremely Large Telescope (ELT) – des größten optischen Teleskops der Welt – macht anschaulich, wie exakte 3D-Geometrie, durchgängige Daten und simulationsgestützte Planung in einem der anspruchsvollsten Ingenieursprojekte zusammenwirken. Seit über zehn Jahren setzt das European Southern Observatory (ESO) beim Bau in der chilenischen Atacama-Wüste auf Autodesk-Technologien.

Weitere Anwendungsbeispiele und Gesprächsthemen von Autodesk auf der Hannover Messe

Neben den vorgestellten Exponaten werden am Autodesk-Stand E40 in Halle 17 unter anderem folgende Anwendungsbeispiele präsentiert:

  1. eine kompakte Fünf-Achs-CNC-Maschine von LBR Manufacturing, die durch eine Standardtür passt und beispielhaft für neue Fertigungskonzepte steht. Das Team nutzt Autodesk Fusion durchgängig vom Design über die Fertigungsintegration bis zur Steuerung.
  2. die digitalen Produktions- und Logistikprozesse der Gebhardt Intralogistics Group;
  3. wie BioDapt die nächste Generation von Sport-Prothesen entwickelt;
  4. die digitale Inbetriebnahme des BMW Group Werks in Irlbach-Straßkirchen. 

Zusätzlich nutzen die Experten vor Ort die Gelegenheit, um über strategische Themen rund um künstliche Intelligenz zu sprechen, darunter:

• die Weiterentwicklung von Autodesk AI, unterstützt durch die strategische Investition in World Labs und deren Fokus auf Physical AI;

• der Autodesk Assistant integriert KI direkt in die Workflows von Design and Make. Er unterstützt Teams dabei, Aufgaben effizient zu erledigen, Ergebnisse zu prüfen und die Produktivität zu steigern, ohne dabei ihre Autodesk-Tools verlassen zu müssen.

Digital Factory Summit 2026: Austausch zur nächsten Generation der Fabrik

Mit dem Digital Factory Summit 2026 setzt Autodesk am 22. April in Hannover einen zusätzlichen Akzent. Zum dritten Mal in Folge bringt die Veranstaltung Führungskräfte und Fachleute aus Industrie, Technologie und Beratung zusammen, um über Strategien für digitale und KI-gestützte Fabriken zu diskutieren.

Interessierte können sich hier für den Digital Factory Summit anmelden: https://boards.autodesk.com/digital-factory-summit-2026

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