Mit modernen 3D-Scanverfahren lässt sich BIM auch beim Bauen im Bestand einsetzen.
(Quelle: Mervisoft GmbH)
Building Information Modeling (BIM) wird im Bauwesen immer mehr zum Standard. Setzt man das Konzept über alle Phasen eines Projekts ein, entsteht ein perfekter digitaler Zwilling des Gebäudes, der auch im Betrieb Vorteile mit sich bringt. Als Basis dient hier eine leistungsfähige CAD-Software wie BricsCAD BIM.
BricsCAD BIM: Moderne Software für den Bau
Der Einsatz von CAD-Software hat die Digitalisierung in der Baubranche in den letzten Jahrzehnten deutlich vorangetrieben. Baupläne werden schon seit langer Zeit digital erstellt. Aber auch die Anzahl der Architekten, die in der Entwurfsphase mit Bleistift und Papier arbeiten, nimmt immer weiter ab. Heute gibt es im Baubereich kein Gewerk mehr, das nicht vom Einsatz einer modernen Software profitieren würde.
Auf dem Weg zum digitalen Zwilling
Das BIM-Konzept bietet aber deutlich mehr als die Digitalisierung der Planung. In einer Software wie BricsCAD BIM etwa wird ein dreidimensionales Modell des Gebäudes generiert. Und mit BIM lassen sich dort sämtliche Objekte und Komponenten klassifizieren. Eine Standardisierung ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig, da sie eine Kompatibilität und Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen erst möglich macht. BricsCAD BIM setzt hierbei auf das als ISO 16739 normierte Datenschema Industry Foundation Classes (IFC).
Die Klassifizierung der Objekte mit BIM geht weit über die rein geometrischen Informationen hinaus, wie sie in einem herkömmlichen Bauplan zu finden sind. So sind auch technische Details enthalten – eine Funktion, die gerade für die Gewerke der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) wichtig ist. So lassen sich etwa für die Sanitärtechnik sehr einfach Rohrleitungsplanungen in 3D erstellen. Mit der Verwendung passender Tools und den entsprechenden Herstellerdatenbanken kann der Planer unter anderem Sanitärobjekte direkt anschließen. In BricsCAD BIM sind dazu zahlreiche Funktionen für die Planung von Elektro-, Sanitär- und HKL-Anlagen bereits standardmäßig enthalten. Dazu gehört etwa die automatische Anpassung von Rohrleitungsbögen, T-Stücken und Auslässen.
Der Einsatz von BIM in den TGA-Gewerken führt außerdem zu einem weiteren Vorteil, der weit über die Bauphase hinausreicht. Wird BIM konsequent umgesetzt, steht dem Betreiber des Gebäudes nach der Fertigstellung ein digitaler Zwilling zur Verfügung. Dieser leistet wertvolle Dienste etwa im Rahmen des Facility Managements oder bei der Planung von Umbauten.
(Mit dem Konzept Scan-to-BIM lässt sich auch für Bestandsgebäude ein digitaler Zwilling erzeugen – der Aufwand ist durch die Verwendung von KI-Funktionen überschaubar. Bild: Mervisoft GmbH)
KI erleichtert die Arbeit mit BIM
Die Klassifizierung sämtlicher Komponenten und Objekte eines Gebäudes nach dem IFC-Datenschema erscheint auf den ersten Blick mit sehr viel Aufwand verbunden. Mit KI-Methoden (künstliche Intelligenz) lässt sich dieser Aufwand allerdings auf ein Minimum reduzieren. BricsCAD BIM bietet verschiedene KI- basierte Werkzeuge an, mit denen man viele Aufgaben teilautomatisiert erledigen kann. Mit BIMIFY werden zum Beispiel alle Elemente wie Wände, Fenster, Türen, Säulen usw. klassifiziert, wobei die Funktion die verschiedenen Elemente automatisch erkennt.
Ähnlich komfortabel arbeitet man mit BIM ÜBERTRAGEN, um Detaillösungen sehr einfach auf vergleichbare Stellen innerhalb des Modells zu übertragen. Ein typisches Beispiel ist ein Planungsdetail bei der Anbindung zwischen Wand und Boden. Hat der Planer dieses Detail erstellt, erkennt die Funktion alle vergleichbaren Stellen automatisch und markiert sie. Der Benutzer muss die Übertragung der Detailplanung nur noch bestätigen. Die in dieser Funktion implementierte Künstliche Intelligenz kann das Detail sogar übertragen, wenn ein Parameter – beispielsweise die Wandstärke – abweicht. BIM ÜBERTRAGEN passt die Detailplanung dann entsprechend an.
Eine weitere Funktion, die ebenfalls auf KI basiert, hilft dabei, BIM-Objekte innerhalb des Modells zu verschieben. Typisches Beispiel ist eine Tür, die im Rahmen der Planung verändert werden soll, etwa weil der Eingang an einer anderen Wand des Raums vorgesehen ist. Beim herkömmlichen Vorgehen, müsste die Tür entfernt und die Wand an dieser Stelle ergänzt werden. Anschließend ist eine Öffnung in der anderen Wand notwendig, in der dann die Tür eingesetzt wird.
Mit der Funktion SCHIEBENGEFÜHRT lässt sich dieser Ablauf deutlich abkürzen. Die als BIM-Objekt angelegte Tür wird einfach mit dem Cursor an die vorgesehene Stelle an einer anderen Wand verschoben. Die Öffnungen in den Wänden werden dabei automatisch geschlossen oder neu eingefügt. Auch die Orientierung und der Anschlag der Tür lassen sich vollautomatisch anpassen. Diese und weitere Funktionen ermöglichen eine teilautomatisierte Vorgehensweise bei der BIM-Planung.
Stand: 16.12.2025
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(BricsCAD BIM kann in einer Punktwolke automatisch die verschiedenen Stockwerke identifizieren. Bild: Mervisoft GmbH)
BricsCAD BIM für Bestandsgebäude
Dem Bauen im Bestand kommt seit einigen Jahren eine stetig wachsende Bedeutung zu. Eine der Ursachen: Die graue Energie, die für die Errichtung eines Gebäudes aufzuwenden ist, wird nicht verschwendet. Digitale Pläne oder sogar 3D-Modelle sind aber bei Bestandsgebäuden in aller Regel nicht vorhanden. Um bei einem Umbau trotzdem nicht auf die Vorteile von BIM verzichten zu müssen, ist nachträgliches Erstellen des digitalen Zwillings notwendig.
Was sich nach einem extrem aufwändigen Unterfangen anhört, ist seit ein paar Jahren unter anderem durch den Einsatz immer leistungsfähigerer 3D-Scanner inzwischen vergleichsweise einfach geworden. Diese Scanner liefern Punktewolken, die anschließend weiterverarbeitet werden. Scan-to-BIM heißt das Konzept, bei dem 3D-Modelle inklusive der BIM-Klassifizierung aus diesen Daten entstehen. Auch hier sorgen Funktionen mit KI-Ansätzen in BricsCAD BIM für einen effizienten Workflow, der teilautomatisiert abläuft. Linien- und Volumenschnitte werden beispielsweise vollautomatisch erzeugt und auch Stockwerke erkennt die Software, ohne dass der Anwender eingreifen müsste. Mit verschiedenen Funktionen lässt sich so die benötigte 3D-Geometrie des Bestandsgebäudes erzeugen, auf deren Basis man mit den bekannten BIM-Werkzeugen weiterarbeiten kann.
Weitere Informationen rund um die BricsCAD BIM sind auf der Website des deutschen Repräsentanten Mervisoft zu finden. Dort steht außerdem eine Testversion von BricsCAD BIM zum Download zur Verfügung, die sich 30 Tage ohne Einschränkungen verwenden lässt.