Deutschland ist Datenland. Das geht aus einer aktuellen Studie von Accenture hervor, in der ein Vergleich mit dem globalen Wettbewerb gezogen wird.
(Quelle: Getty Images)
Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Unternehmen derzeit ihre Prozesse weltweit digitaler aufstellen. Dennoch gehen die Organisationen in Deutschland zögerlich im Vergleich zu anderen Ländern vor. Einen Schwerpunkt in der digitalen Transformation ihrer Organisation sollten sie auf ein zukunftsfähiges und robustes, cloudbasiertes PLM legen.
Cloudbasiertes PLM für mehr Flexibilität?
Kern-Unternehmensprozesse werden in Deutschland nicht schnell genug digitalisiert, was sowohl die Skalierung als auch die Veränderung des Unternehmens behindert. Um sich angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks durch digitale und internationale Player zukunftssicher aufzustellen, sollten produzierende Unternehmen Strukturen aufbauen, mit denen sie sich flexibel an den Markt anpassen und gleichzeitig nachhaltige Geschäftserfolge erzielen können.
Für viele Hersteller sind starre Organisationsstrukturen noch immer eine große Herausforderung auf dem Weg zur digitalen Transformation. Diese finden sich auch in ihren Fertigungssystemen wieder. Für ihr PLM setzen sie auf veraltete Legacy-Systeme, die eine agile und zukunftsfähige Arbeitsweise verhindern. Deswegen können sie nicht mit dem Tempo Schritt halten, das die Entwicklungen in der Industrie 4.0 vorgeben. Denn viele arbeiten noch mit einem „Best-of-Breed“-Ansatz, der verschiedene Suiten unterschiedlicher Anbieter für Teilbereiche im Produktlebenszyklus zu einer übergreifenden Lösung konsolidieren soll.
Und auch „Out-of-the-Box“-Systeme (OOTB), die sofort nach der Installation einsatzbereit sind und ohne weitere Anpassung der Komponenten funktionieren sollen, sind nicht der richtige Weg. Denn in beiden Fällen bleiben Unternehmen mit unflexiblen Suiten zurück, die kostspielige und oft komplexe Integrationen erfordern. So verlieren die Unternehmen an Effizienz, Rentabilität und Shareholder-Erfahrungen. Denn in verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus entstehen Datensilos, welche die Lieferkette fehleranfällig machen und die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen und Zulieferer erschweren. Unternehmen, die sich vorausschauend, flexibel und widerstandsfähig aufstellen wollen, müssen diese Silos aufbrechen und die Informationen über den gesamten Lebenszyklus zusammenführen. Nur so können sie mit den Innovationszyklen der Branche mithalten und ihre Produkte weiterentwickeln.
Die Studie von Accenture verdeutlicht, dass Entscheider in Unternehmen aktuell gute Gründe haben, in solch ein System zu investieren und damit den digitalen Reifegrad ihrer Abläufe zu erhöhen. Gefragt ist eine Lösung, die sich auf alle Bereiche im Unternehmen und über die Lieferkette hinweg erstreckt und diese flexibel sowie sicher miteinander vernetzt. So wird eine reibungslose Kollaboration innerhalb der Organisation und mit allen extern beteiligten Stakeholdern sichergestellt. Unternehmen erhalten damit den nötigen Überblick, um Produktprozesse schnell anzupassen und weiterzuentwickeln, wenn sich die Anforderungen im Geschäft und auf dem Markt ändern. All dies kann eine offene, umfassende und zukunftsfähige PLM-Plattform leisten.
Kontinuierliche Optimierung mit dem Digital End-to-End Thread
In den Fachabteilungen und außerhalb des Unternehmens fallen Daten aus verschiedenen Quellen an. Beispielsweise verwenden Konstrukteure oft unterschiedliche CAD-Softwarelösungen, die andere Anbindungen an Autorensysteme haben. Die Daten sollten aber über die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens nicht nur gesammelt, sondern auch zusammengeführt werden und für alle Projektverantwortlichen einseh- und gegebenenfalls auch änderbar sein. Auch sollte das System Software-Stücklisten abbilden und die Mitarbeiter Änderungen an einzelnen Software-Modulen steuern können.
(Der Digital Thread in Aktion. Mit dem Digital End-to-End-Thread wird das PLM „Closed Loop“. Damit lässt sich das Produkt stetig weiter optimieren. Bild: Aras)
Hier ist der Digital Thread von großer Bedeutung: Er verbindet alle Informationen aus dem gesamten Lebenszyklus eines Produkts. Die Daten sind zentral in einer Single Source of Truth abgelegt, die allen Projektbeteiligten zugänglich ist. So optimiert der Digital Thread die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Abteilungen, denn alle Experten sind beispielsweise bei der Einführung eines Produktes auf demselben Stand. Doch damit endet der Digital Thread nicht einfach: Auch nach der Markteinführung zieht sich dieser weiter durch alle Bereiche – wie Aftersales und Service. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen wiederum in den neuen Lebenszyklus ein, um das Produkt stetig zu optimieren – und eine schnellere Time-to-Market sowie höhere Produktqualität zu erreichen. Bei diesem iterativen Ansatz spricht man von einem Digital End-to-End-Thread und „Closed Loop“-Product Lifecycle Management.
PLM aus der Cloud
Theoretisch bringt ein plattformbasiertes PLM-System dem Unternehmen viele Vorteile. Neben Kosteneinsparungen und einer hohen Skalierbarkeit ist Effizienzsteigerung über den Lebenszyklus hinweg ein zentraler Punkt. Internen Mitarbeitern wie auch Zulieferern wird durch die Integration in die Cloud eine nahtlose Zusammenarbeit geboten. So werden über virtuelle Grenzen hinweg komplexe Datenmodelle verbessert, was die Prozessgeschwindigkeit erhöht und eine erleichterte Entscheidungsfindung mit fast unbegrenzten Kapazitäten und ohne Einschränkungen zulässt. Zudem wird der Verwaltungsaufwand für die Daten geringgehalten und die Nachverfolgbarkeit der Prozessschritte ermöglicht.
Stand: 16.12.2025
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Trotz der Vorteile, die ein cloudbasiertes PLM bietet, zeigt die Praxis jedoch ein anderes Bild. Denn im Bereich Product Lifecycle Management schrecken deutsche Unternehmen noch davor zurück, Anwendungen in die Cloud zu verlagern. Im schlimmsten Fall sind die aktuell in der Breite genutzten PLM-Systeme nicht mehr upgradefähig. In einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens CIMdata gab die Mehrheit der Teilnehmer an, dass sie in den vergangenen zwei Jahren – einige sogar über 15 Jahre – keine Upgrades mehr durchgeführt haben, da spezifische Anpassungen der Lösungen dies verhindern. Das schränkt nicht nur die Leistungsfähigkeit der Anwendung ein, sondern bringt auch Cybersecurity-Risiken mit sich.
SaaS: Volle Kontrolle
Als kosteneffizienter und sicherer Weg, um geschäftskritische Workloads in die Cloud zu verlagern, bietet sich ein Software-as-a-Service-Modell (SaaS) an. Dieses ist mit wenig Verwaltungsaufwand für Anwender verbunden und bietet eine komplette Anwendungsfunktionalität – von der globalen Produktentwicklung, Systems Engineering und dem Simulationsmanagement bis hin zur Definition von Fertigungsprozessen, der Qualitätssicherung und dem Erstellen von Digital Twins.
Dabei wird der Schutz des geistigen Eigentums (IP) nicht außer Acht gelassen. Eine dedizierte Single-Tenant-Umgebung sorgt für eine umfassende Datensicherung für die Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern. Für die reibungslose Kollaboration über den Lebenszyklus hinweg sorgen auch direkte Schnittstellen zu Systemen wie MCAD, ECAD, CAE, MBSE, ALM, ERP und PDM. Mit dem SaaS-Modell erhält die Organisation zudem die volle Kontrolle über anstehende Updates und Anpassungen und kann so nach dem eigenen Zeitplan bestimmen, wann diese implementiert werden. Damit besteht keine Gefahr, dass Updates kritische Unternehmensprozesse stören.
Cloudbasiertes PLM: Robust und zukunftsfähig
Damit Industrieunternehmen in Deutschland den Anschluss an die Digitalisierung im PLM nicht verpassen, sollten sie eine cloudbasierte Lösung in Betracht ziehen. Mit Plattformen, die benutzerdefinierte Anwendungen und eine einfache Anbindung zu vielen Systemen ermöglichen, können sie veraltete Systeme ablösen. Im SaaS-Modell halten Anwender den Verwaltungsaufwand gering, und erhalten gleichzeitig Sicherheit und Kontrolle über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Sie können sich so auf das Wesentliche konzentrieren: Nämlich Innovationen im Unternehmen zu fördern und die Basis für zukünftiges Wachstum zu legen.