Industrie-Studie Diese Unternehmen setzen auf digitale Geschäftsmodelle

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Laut der aktuellen Studie "Spotlight Zukunft 2024" erweitert die Industrie ihr traditionelles Angebotsportfolio zunehmend um digitale Geschäftsmodelle.

Neue Konzepte wie Product-as-a-Service oder Data-as-a-Service gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unternehmen mit PLM-Software sind besser positioniert, um von diesen zukunftsträchtigen Geschäftsmodellen zu profitieren. (Bild:  Aras)
Neue Konzepte wie Product-as-a-Service oder Data-as-a-Service gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unternehmen mit PLM-Software sind besser positioniert, um von diesen zukunftsträchtigen Geschäftsmodellen zu profitieren.
(Bild: Aras)

Mittlerweile verkaufen knapp 30 Prozent der Unternehmen neben physischen Produkten auch nutzungsbasierte Angebote, datenbasierte Dienstleistungen oder softwaregesteuerte Funktionen. Weitere 47 Prozent arbeiten derzeit an Product-as-a-Service-Projekten oder haben diese in Planung. Im Auftrag des PLM-Anbieters Aras wurden 835 Expertinnen und Experten auf Führungsebene in den USA, Europa und Japan befragt.

Digitale Geschäftsmodelle als Gamechanger

„Digitale Geschäftsmodelle sind ein Gamechanger für die Industrie. Ergänzend zum Kerngeschäft bieten sie unter anderem neue Erlösquellen, einen höheren Kundennutzen und steigern die Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras. Der Industrieexperte befürwortet die Verknüpfung traditioneller und digitaler Geschäftsmodelle auch deshalb, weil sich so die Potenziale der Digitalisierung in den Unternehmen besser ausschöpfen lassen: „Mit der richtigen Datenanalyse kann die Industrie ihre Prozesse optimieren und damit effizienter und kostengünstiger gestalten. Das stärkt auch das klassische Produktportfolio der Unternehmen.“

29 Prozent der Umfrageteilnehmer bieten bereits Product-as-a-Service (PaaS) an, also ein Geschäftsmodell, bei dem der Kunde nicht Eigentümer ist, sondern für die Nutzung bezahlt. Weitere 47 Prozent planen ein solches Modell oder arbeiten an der Umsetzung. Im internationalen Vergleich müssen sich die Unternehmen der DACH-Region nicht verstecken: 40 Prozent von ihnen bieten PaaS an. Nur in Frankreich (44 Prozent) und Skandinavien (42 Prozent) ist die Quote etwas höher, während Japan (10 Prozent) und die USA (25 Prozent) deutlich darunter liegen.

PLM ermöglicht die geschäftliche Nutzung von Daten

Mit der Erweiterung des klassischen Produktportfolios um digitale Angebote reagiert die Branche auf das veränderte Geschäftsumfeld und die gestiegenen Kundenerwartungen. 53 Prozent der Befragten sehen in Marktveränderungen den wichtigsten Grund für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle. Es folgen Überlegungen zur Zukunftssicherung (52 Prozent), Kundenwünsche (41 Prozent) und der Wettbewerbsdruck (40 Prozent). Im deutschsprachigen Raum werden die Marktveränderungen von 62 Prozent der Unternehmen an erster Stelle genannt.

Die Studienergebnisse zeigen auch, dass Unternehmen, die bereits mit Product Lifecycle Management (PLM) arbeiten, deutlich häufiger digitale Geschäftsmodelle im Portfolio haben. So bieten von den PLM-Anwendern bereits 36 Prozent auch PaaS an, während es bei den Wettbewerbern ohne PLM nur 15 Prozent sind.

Digitale Vernetzung unterschiedlicher Disziplinen

 „PLM-Anwender können ihre Produkte vollständig digital abbilden. Dieser tiefe Einblick in den kompletten Lebenszyklus ist die Basis für die Vernetzung unterschiedlichster Bereiche wie Vertrieb, Service, Einkauf und Produktion und damit die Voraussetzung für die erfolgreiche Weiterentwicklung klassischer Produkte zu digitalen Geschäftsmodellen. Denn nur wenn Unternehmen ihre Daten im Griff haben, sie umfassend sammeln und analysieren können, entsteht auch das Potenzial, sie geschäftlich zu nutzen“, so Aras-Experte Jens Rollenmüller.

über die Studie

Für die im Dezember 2023 durchgeführte Studie „Spotlight Zukunft 2024“ wurden 835 Führungskräfte aus Europa, den USA und Japan befragt. Die Umfrageteilnehmer sind in Unternehmen mit einem Mindestumsatz von 40 Millionen Euro in den Branchen Automobil, Luftfahrt & Verteidigung, Maschinenbau, Medizintechnik, Chemie, Pharma und Nahrungsmittel tätig. Die Studie steht unter diesem Link zum kostenlosen Download bereit.

Weitere Informationen: https://www.aras.com/de-de/resources/all/rep-spotlight-on-future  

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