Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe (IAÜ) von BMW-Werk Digitale Lösungen sorgen für Transparenz und senken den Aufwand

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Autodesk liefert die digitale Lösung für die Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe (IAÜ) des neuen BMW Group Werks Irlbach-Straßkirchen und vereint das gesamte Projekt in einem einzigen, objektorientierten Modell. Das Projekt setzt auf automatisierte Übergabeprozesse (ACC‑Pilot), Anbindung an SAP/RE‑FX/EAM und autonome Drohnen für Scans zu Kollisionsprüfungen.

BIM-Planungsmodell der Energiezentrale im BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen, erstellt mithilfe von Autodesk Forma (10/2025).(Bild:  BMW Group)
BIM-Planungsmodell der Energiezentrale im BMW Group Werk Irlbach-Straßkirchen, erstellt mithilfe von Autodesk Forma (10/2025).
(Bild: BMW Group)

Die Lösung für Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe (IAÜ) reduziert manuelle Abstimmungsaufwände deutlich, erhöht die Transparenz aller Übergabeobjekte und ist als Best‑Practice‑Ansatz auf Folgeprojekte übertragbar.

Ergebnisorientiertes BIM für IAÜ

Autodesk unternimmt mit der BMW Group einen weiteren Schritt bei der digitalen Transformation des Bauwesens: Gemeinsam wurde die Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe (IAÜ) des neuen Werks der BMW Group für die Montage von Hochvoltbatterien mit der Autodesk Construction Cloud digitalisiert. Dabei wurde auch die Methode des „Ergebnisorientierten BIM” (Outcome-Based BIM) eingesetzt. Durch die digitale Vernetzung von Arbeitsabläufen, Teams und Daten konnten mögliche Störfälle auf der Baustelle frühzeitig identifiziert und vermieden werden. Darüber hinaus wurde die Projektzeit optimiert: Durch die durchgängige digitale Abbildung des gesamten Werks in einem einzigen, objektorientierten „One Model“ entfielen rund 25‘000 manuelle Informationsanfragen. Die Beteiligten konnten alle notwendigen Prozesse termingerecht abschließen.

Vernetzung aller Daten über eine zentrale Plattform

Kern des Ansatzes ist die Kombination einer cloud-basierten Plattform mit klar definierten Übergabe-Outcomes: Die Übergabedaten werden systemgestützt für nachgelagerte IT-Systeme wie SAP/RE-FX/EAM aufbereitet und über Schnittstellen übergeben. Dadurch entfallen Nachbearbeitungsschleifen und Doppeleingaben, was die Betriebsübergabe beschleunigt und Fehlerpotenziale minimiert. Ergänzend kommen autonome Drohnen für Kollisions- und Bestandsprüfungen vor Ort zum Einsatz; deren ortsbezogene Daten mit dem Modell abgeglichen werden und so zur weiteren Erhöhung der Qualitätssicherung beitragen.

Das Werk der BMW Group in Irlbach-Straßkirchen.
(Bild: BMW Group)

„Die enge Zusammenarbeit mit der BMW Group zeigt sehr konkret, was möglich ist: Mit einer gemeinsamen Cloud-Plattform und klaren Zielen verbessert sich die tägliche Arbeit spürbar. Automatisierte Übergaben und eingebaute Prüfmechanismen helfen dabei, hochkomplexe Industrieprojekte termingerecht und in hoher Qualität zu übergeben“, kommentiert Daniela Becker, Vice President der Enterprise Sales EMEA bei Autodesk.

„Digitale Plattformen sind entscheidend, um komplexe Projekte nachhaltig und zukunftssicher zu realisieren und alle Projektbeteiligten optimal zu vernetzen. Sie sind ein wesentlicher Baustein über alle Phasen hinweg – Planung, Realisierung und Betrieb“, sagt Dr. Nicole Haft-Zboril, SVP Real Estate Management bei der BMW Group.

Digitalisierung der IAÜ-Prozesse mit Lösungen von Autodesk 

  • One-Model-Ansatz eliminiert rund 25‘000 bisher manuelle Workflows zur Datenübergabe und ermöglicht termingerechte IAÜ und spart etwa 450 Arbeitsstunden

  • Konsequenter One-Model-Ansatz: 62 Fachmodelle in einem Koordinationsmodell sorgen für durchgängige Datenkonsistenz über alle Gewerke und Phasen der IAÜ.

Übertragbarkeit und nächste Schritte

Das Projekt liefert Erkenntnisse für Bau und Industrie: Mit den passenden Tools ist es möglich, einen Industriestandort in seiner Gänze in einem „One Model“ abzubilden, ohne Prüf- und Übergabeprozesse in Papier oder verstreute Dateien zurückfallen zu lassen. Ein Outcome-orientierter Ansatz kann klare Akzeptanzkriterien schaffen und reduziert Abstimmungsaufwände. Das ist heute schon Realität: Automatisierte Datenübergaben in Unternehmenssysteme und der Einsatz ergänzender Technologien wie Drohnen sind längst fester Bestandteil moderner IAÜ-Prozesse. Darauf zahlt auch das übergeordnete Ziel ein: Die Workflows für die Datenübergabe werden schrittweise standardisiert und die erzielten Effekte skaliert – damit Folgeprojekte künftig noch schneller, konsistenter und mit deutlich höherer Datenqualität übergeben werden können.

Weitere Informationen: www.autodesk.com

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