Der neue IDTechEx-Bericht "Herstellung gedruckter Elektronik 2023-2033" untersucht eine breite Palette von Innovationen in der Elektronikfertigung.
(Quelle: IDTechEx)
Lässt sich die Elektronikfertigung für unser digitales, umweltbewusstes Zeitalter umgestalten?
Der neue IDTechEx-Bericht "Herstellung gedruckter Elektronik 2023-2033" untersucht eine breite Palette von Fertigungsinnovationen.
Diese könnten eine additive, digitale und durchsatzstärkere Elektronikproduktion über viele Längenskalen hinweg ermöglichen.
Auf der Grundlage von Interviews und Gesprächen mit über 40 Unternehmen analysiert der IDTechEx-Bericht "Herstellung gedruckter Elektronik 2023-2033" Entwicklungen, Übergänge und technologische Innovationen in der Elektronikfertigung. Er bewertet die Eigenschaften, den Bereitschaftsgrad, die Anwendungsfälle, die Akteure und die Marktnachfrage für analogen und digitalen Druck. Außerdem beleuchtet er die Motivation, die Herausforderungen und die unterstützenden Technologien, die mit dem Übergang zur Fertigung verbunden sind.
Übergang zur R2R-Fertigung
Die Kompatibilität mit der schnellen Rolle-zu-Rolle-Fertigung (R2R) wird gemeinhin als zentrales Wertversprechen der gedruckten/flexiblen Elektronik angeführt. Durch die Nutzung von Methoden aus dem konventionellen Grafikdruck wird die R2R-Fertigung kostensensitive Großserienanwendungen wie intelligente Verpackungen und elektronische Hautpflaster ermöglichen. Darüber hinaus ist der hohe Durchsatz der R2R-Elektronik ideal für die Herstellung großflächiger Geräte wie Photovoltaik-Paneele, Beleuchtungen und Außenanzeigen geeignet.
Bislang ist die Elektronikfertigung mit R2R (mit Ausnahme von RFID) jedoch weitgehend auf Forschungszentren und Pilotlinien beschränkt geblieben. Zu den Herausforderungen, die mit der Einführung der R2R-Elektronikfertigung verbunden sind, gehören die Schaffung eines ausreichenden Auftragsvolumens, die Qualitätskontrolle und die Befestigung der Komponenten. Der Bericht geht auf diese Probleme ein. Er skizziert dabei aufkommende Lösungen wie Digitaldruck mit hohem Durchsatz, kontaktlose Inline-Leitfähigkeitsmessung und photonisches Löten.
Digitale Druckverfahren für die Elektronikfertigung
Während bei der R2R-Fertigung in der Regel herkömmliche analoge Grafikdruckverfahren (zum Beispiel Flexodruck) zum Einsatz kommen, liegt ein Großteil der Innovation bei den digitalen Beschichtungsmethoden, die ein schnelles Prototyping ermöglichen und die Herstellung von High-Mix-Low-Volume-Produkten (HMLV) erleichtern. Besonders hervorzuheben ist der laserinduzierte Vorwärtstransfer (LIFT). Er vereint in sich die Vorteile von Tintenstrahl, Siebdruck und direkter Laserstrukturierung. Dieses digitale Verfahren kann viskose Tinten verarbeiten und hat einen hohen Durchsatz, da es optisch gesteuert wird. Es lässt sich sogar auf nicht ebenen Oberflächen einsetzen, denn es ist ein berührungsloses Verfahren.
Andere neue Druckverfahren zielen darauf, die additive digitale Fertigung auf Längenmaße zu bringen, die derzeit mit subtraktiven Verfahren erreicht werden. Der elektrohydrodynamische Druck (EHD), bei dem mit Hilfe eines elektrischen Feldes bis zu 1 Mikrometer schmale Spuren erzeugt werden, gewinnt allmählich an kommerzieller Bedeutung für das Prototyping und Reparaturen. Darüber hinaus entwickeln mehrere Unternehmen Mehrdüsensysteme mit MEMS-Druckköpfen (mikroelektromechanische Systeme). Somit wollen sie den seit langem bestehenden Zielkonflikt zwischen Durchsatz und Viskosität etwas abmildern.
Die wichtigsten Fragen werden im IDTechEx-Bericht beantwortet: *Welche Möglichkeiten gibt es für die Herstellung gedruckter/flexibler Elektronik in verschiedenen Längenmaßstäben und mit unterschiedlichem Durchsatz? *Was sind die Vorteile der additiven gegenüber der subtraktiven Fertigung? *Welche neuen Fertigungstechnologien für gedruckte/flexible Elektronik gibt es, und wie weit sind sie technologisch und kommerziell entwickelt? *Welche Herausforderungen sind mit der Einführung der R2R-Elektronikfertigung verbunden? Wie können diese gelöst werden? *Welche Fertigungstechnologien sind für die jeweilige Anwendung am besten geeignet? *Wer sind die Hauptakteure, die die einzelnen Fertigungstechnologien herstellen? *Wie sind sie im Vergleich? *Welche Innovationen gibt es bei der Platzierung und Befestigung von Komponenten, die eine flexible Hybridelektronik ermöglichen?
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Ausblick
Es ist eine aufregende Zeit für gedruckte/flexible Elektronik, mit mehreren Beispielen, die im letzten Jahr kommerziell eingeführt wurden. Die in diesem Bericht vorgestellten Fertigungsinnovationen werden die Rolle-zu-Rolle-, die additive und die digitale Elektronikfertigung für Anwendungen von elektronischen Hautpflastern bis hin zu fortschrittlichen Halbleiterverpackungen ermöglichen.
IDTechEx verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der gedruckten und flexiblen Elektronik, einschließlich der Druck- und Herstellungsverfahren. Unsere Analysten haben die neuesten Entwicklungen in der Technologie und den damit verbundenen Märkten genau verfolgt, indem sie viele Ausrüstungslieferanten und Produktentwickler befragt haben und jährlich an mehreren Konferenzen für gedruckte Elektronik wie LOPEC und FLEX teilnehmen.
"Herstellung gedruckter Elektronik 2023-2033” bietet ein umfassendes Bild der Fertigungslandschaft für diese aufstrebende Technologie und hilft bei Entscheidungen in der Produktentwicklung und bei der Ausweitung auf die Massenproduktion.