Asset Administration Shell und digitaler Zwilling Elf Partner für ein offenes Ökosystem

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Die Arbeitsgruppe aus Mitwirkenden von Siemens, Bausch+Ströbel, Bosch Rexroth, Cadenas, Festo, Harting, Sick, Phoenix Contact, Wago, Engel und IDTA kommt regelmäßig zusammen, um Anwendungsfälle basierend auf der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell) in der Industrie zu realisieren.

Dr. Niels Syassen (Sick), Jürgen Heimbach (Cadenas), Dr. Frank Possel-Dölken (Phoenix Contact), Norbert Gemmeke (Harting), Dr. Mark Krieg (Bosch Rexroth), Klaus Löckel (Siemens), Gerhard Borho (Festo), Dr. Heiner Lang (Wago), Meik Billmann (IDTA) und Rainer Brehm (Siemens, v.l.n.r.) stimmen auf der Hannover Messe 2024 weitere Schritte für die Umsetzung des interoperablem Digitalen Zwilling ab.(Bild:  IDTA)
Dr. Niels Syassen (Sick), Jürgen Heimbach (Cadenas), Dr. Frank Possel-Dölken (Phoenix Contact), Norbert Gemmeke (Harting), Dr. Mark Krieg (Bosch Rexroth), Klaus Löckel (Siemens), Gerhard Borho (Festo), Dr. Heiner Lang (Wago), Meik Billmann (IDTA) und Rainer Brehm (Siemens, v.l.n.r.) stimmen auf der Hannover Messe 2024 weitere Schritte für die Umsetzung des interoperablem Digitalen Zwilling ab.
(Bild: IDTA)

Neben der Effizienzsteigerung in der Entwicklungsphase werden interoperabler Datenaustausch entlang des gesamten Lebenszyklus sowie verbesserte Datenqualität ermöglicht.

Vertreter von zehn Unternehmen aus der Automatisierung, dem Maschinenbau und der Softwareentwicklung sowie der Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) wollen gemeinsam weitere Schritte für die weitläufige Umsetzung des interoperablen Digitalen Zwillings für Datenräume im Engineering initiieren. Die Arbeitsgruppe aus Mitwirkenden von Siemens, Bausch+Ströbel, Bosch Rexroth, Cadenas, Festo, Harting, Sick, Phoenix Contact, Wago, Engel und IDTA kommt regelmäßig zusammen, um Anwendungsfälle basierend auf der Verwaltungsschale, auch Asset Administration Shell (AAS) genannt, in der Industrie zu realisieren. Mittlerweile setzt die Initiative den vierten Use Case um und zeigt beachtliche Ergebnisse bei der Reduktion von Zeitaufwand und Kosten gegenüber bisherigen Prozessen.

Use Case für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch

Um das volle Potenzial des industriellen digitalen Zwillings auf Basis der AAS zu nutzen, ist eine flächendeckende Adaption des Standards in der Breite der Industrie entscheidend. Die Initiative unter dem Dach der Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) entwickelt zuletzt einen Use Case für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch im Engineering mittels Product Lifecycle Mangement (PLM) und der toolseitigen Unterstützung über verschiedene Datenräume hinweg. Neben der Effizienzsteigerung in der Entwicklungsphase werden interoperabler Datenaustausch entlang des gesamten Lebenszyklus sowie verbesserte Datenqualität ermöglicht.

Einsatz der Asset Administration Shell spart Zeit und Geld

Ergebnisse aus den Use Cases zum Einsatz der AAS im Engineering und den PLM-Tools belegen eine Kosten- und Zeitersparnis von bis zu 67 Prozent, in den PLM-Prozessen der Product Change Notification bis zu 79 Prozent. Die deutlichen Ersparnisse gegenüber den bisherigen Prozessen gehen zurück auf standardisierte Informationsmodelle, genannt Submodels, die Informationen über Komponenten standardisiert und automatisiert zur Verfügung stellen und integrieren. Fehleranfällige manuelle Datenintegrationsprozesse werden vollständig ersetzt. Wertvolle und hochqualifizierte Arbeitsressourcen konzentrieren sich auf wertschöpfende Tätigkeiten.

Diese Erkenntnisse veranlassten die Unternehmen, sich für die Verwaltungsschale einzusetzen und sie in zahlreichen realen Projekten und Anwendungsfällen zu implementieren.

Industrial Digital Twin Association

Die Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) wurde auf Initiative von der Plattform Industrie 4.0 und 23 Organisationen aus der Elektro- und Digitalindustrie, dem Maschinenbau, der Softwarebranche und Endanwendern im September 2020 gegründet. Die IDTA ist erster Ansprechpartner rund um den standardisierten Digitalen Zwilling und bietet allen industriellen Organisationen eine Plattform zum Mitwirken. Ziel ist es, den Digitalen Zwilling für Komponenten, Maschinen, Anlagen und ganze Fabriken als Open-Source-Technologie zu etablieren und gemeinsam mit der Industrie weiterzuentwickeln.
 
Kerntechnologie für die Umsetzung ist die Asset Administration Shell (AAS), die dank standardisierter Softwarestruktur, Schnittstellen und Semantiken unter Verwendung aktueller Sicherheitsmechanismen den schnellen und einfachen Zugriff auf Daten über den gesamten Lebenszyklus ermöglicht. Die AAS ermöglicht bereits u. a. die Realisierung eines Digitalen Typenschilds, die einfache Bereitstellung des CO2-Fussabdrucks eines Assets oder das übergreifende Asset Management in Produktionsanlagen.
 
Die AAS wird aktuell in der IEC, nach IEC 63278, international standardisiert. Sie ist zentraler Bestandteil im Projekt Catena-X, das den Datenraum der zukünftigen automobilen Lieferkette beschreibt und ist ebenso gesetzt im zukünftigen Projekt Manufacturing-X, dem Datenraum des produzierenden Gewerbes.

Weitere Informationen: https://industrialdigitaltwin.org 

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