Project Bernini von Autodesk Generative Modelle: Mit KI zu funktionalen Formen

Ein Gastbeitrag von Ronja Menzel 2 min Lesedauer

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Das Project Bernini von Autodesk ist ein Forschungsprojekt, das sich auf die Entwicklung generativer KI für Design, Produktentwicklung und Fertigung konzentriert. Das erste experimentelle Bernini-Modell erzeugt schnell generative Modelle und funktionale 3D-Formen aus einer Vielzahl von Eingaben wie 2D-Bildern, Text, Voxeln und Punktwolken.

Autodesk arbeitet an generativen Modellen, die sich für verschiedene Anwendungsfälle einsetzen lassen.(Bild:  Autodesk)
Autodesk arbeitet an generativen Modellen, die sich für verschiedene Anwendungsfälle einsetzen lassen.
(Bild: Autodesk)

Für die Design- und Fertigungsindustrie sind Genauigkeit und Produktivität bei der 3D-Modellierung von größter Bedeutung. Ob nun für Architekten, Ingenieure, Hersteller oder Filmemacher -- die geometrische Kontrolle und Präzision des digitalen Entwurfs ist entscheidend für den Erfolg des Endprodukts. Aus diesem Grund befasst sich Autodesk besonders intensiv mit der Geometrie. Das erste Bernini-Modell ist speziell auf professionelle geometrische Arbeitsabläufe ausgerichtet und kann mehrere funktionale Variationen einer 3D-Form aus einer Eingabe generieren.

Autodesk arbeitet an der Erstellung generativer Modelle, die sich für verschiedene Anwendungsfälle in den Bereichen Architektur, Produktdesign, Unterhaltung und mehr einsetzen lassen. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, funktionale 3D-Strukturen zu generieren. Denn die Produkte, die auf Basis der Ergebnisse dieser Modelle entstehen, müssen in der realen Welt funktionieren und ihrem vom Designer intendierten Zweck dienen.

Generative Modelle: Form und Textur getrennt

Ein einfaches Beispiel hierfür wäre ein Wasserkrug. Viele andere generative Modelle in 3D könnten Formen erzeugen, die wie ein Krug aussehen, mit Texturen, die in einer ganz bestimmten Lichtumgebung funktionieren. Aber das Bernini-Modell erzeugt Form und Textur getrennt und vermischt diese Variablen nicht. So sind die damit erzeugten Wasserkrüge in der Mitte hohl und können tatsächlich Wasser aufnehmen wie jeder Krug in der realen Welt. Genauso wichtig ist, dass ein wirklich generativer Ansatz verwendet wird, der mehrere Varianten erzeugt, dem Designer die Wahl lässt und zu seinem kreativen Workflow beiträgt. Laut dem Autodesk-Bericht „2024 State of Design & Make“ glauben schließlich 78 Prozent der Unternehmensleiter, dass KI ihre Branche voranbringt, und 79 Prozent sind der Meinung, dass KI ihre Branche kreativer machen wird.

Das Autodesk AI Lab innerhalb von Autodesk Research ist ein vielseitiges Team von Forschenden und Spezialisten, die an der Anwendung von KI arbeiten, um schwierige Aufgaben in den Bereichen Design, Fertigung, Architektur, Ingenieurwesen und Konstruktion sowie die kreativen Prozesse in Medien und Unterhaltung zu unterstützen. Sie trainierten das Bernini-Modell anhand von zehn Millionen verschiedener 3D-Formen - einem zusammengesetzten Datensatz aus öffentlich verfügbaren Daten, einer Mischung aus CAD-Objekten und organischen Formen. Die Forschungsergebnisse, die zu dieser Arbeit beigetragen haben, wurden Anfang des Jahres vom AI Lab in Zusammenarbeit mit der Chinese University of Hong Kong veröffentlicht.

Project Bernini mit vielen Anwendungsmöglichkeiten

Während das Team an der Verfeinerung dieser Technologie arbeitet, bemüht sich Autodesk um Partner, um die Leistung generativer Modelle für Design und Herstellung weiter zu untersuchen. Das Bernini-Modell ist so strukturiert, dass ein effizientes Training und eine Feinabstimmung problemlos möglich sind.

Wenn es auf Gebäude trainiert wird, könnten die Modelle geometrisch plausible Entwürfe generieren. Wenn sie auf Modelle von Videospielfiguren oder Fantasiewelten trainiert werden, könnten sie faszinierende neue Kreaturen oder virtuelle Umgebungen hervorbringen. Wenn sie auf Autodesigns trainiert werden, könnten sie bei der Entwicklung einer neuen Fahrzeugserie helfen.

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