Updates für Hyperworks 2026 von Altair: Durch schnellere Simulation, KI-gestütztes Echtzeit-Feedback und GPU-beschleunigte Modelle reduzierter Ordnung soll die aktuelle Version skalierbare, schnellere und sicherere Designentscheidungen ermöglichen.
Altair hat eine neue Version von HyperWorks 2026 herausgegeben, die unter anderem wichtige Fortschritte in den Bereichen KI, HPC und Multiphysik-Integration umfasst.
(Bild: Altair)
Altair, ein Unternehmen im Bereich Computational Intelligence, und nun Teil von Siemens, hat Updates für die Software HyperWorks 2026 vorgestellt. Mit Fortschritten in den Bereichen KI, High-Performance Computing (HPC) und Multiphysik-Integration bietet HyperWorks 2026 Ingenieurteams umfassende Verfahren für Konstruktion und Simulation (CAE). Diese können die Produktentwicklung beschleunigen und die Produktleistung in verschiedenen Branchen verbessern.
KI, Automatisierung und Multiphysik
„HyperWorks 2026 ist ein Beispiel dafür, wie Altair und Siemens die Zukunft der Simulation vorantreiben und Ingenieuren die Möglichkeit geben, intelligenter, schneller und mit größerem Vertrauen hinsichtlich realer Ergebnisse zu entwickeln, indem sie KI, Automatisierung und Multiphysik in ein einheitliches Ökosystem integrieren“, sagte Sam Mahalingam, Chief Technology Officer bei Altair und Executive Vice President bei Siemens Digital Industries Software.
„Nach der Übernahme durch Siemens Anfang dieses Jahres ist es unser Ziel, das weltweit umfassendste, KI-gestützte, intelligente Produktlebenszyklus-Softwareportfolio anzubieten, und den umfassendsten digitalen Zwilling weiter zu verbessern.“
Simulation bei JetZero
JetZero, ein Luftfahrt-Startup, das sich mit der Zukunft des effizienten Flugverkehrs befasst, arbeitet mit Siemens bei der Entwicklung und Produktion des neuartigen Blended-Wing-Flugzeugs von JetZerozusammen. Das Nurflügel-Design soll die Treibstoffeffizienz um bis zu 50 Prozent verbessern, den Lärm reduzieren und die Branche in Richtung CO2-Neutralität voranbringen. Entscheidend für den schnellen Entwicklungszeitplan ist, dass man mit FlightStream, einer Software der HyperWorks-Suite, schneller technische Erkenntnisse gewinnen kann als mit herkömmlicher hochpräziser numerischer Strömungsmechanik (Computational Fluid Dynamics/CFD).
John Vassberg, Chief Design Officer bei JetZero, erklärt: „JetZero leistet Pionierarbeit für den nächsten Schritt in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Um dies in dem von der Branche geforderten Umfang zu erreichen, benötigen wir Softwarewerkzeuge, mit dem wir schnell arbeiten und bereits in einer frühen Phase des Designs genaue Erkenntnisse gewinnen können – genau das leistet FlightStream. Für unser Ingenieurteam ist es einfach in der Anwendung, erfordert keine zuvor benötigten High-Performance Computer für hochpräzise CFD und liefert uns schnelle Antworten ohne hohen Ressourcenaufwand. Dies ist für Unternehmen wie JetZero, die schneller als je zuvor iterieren müssen, von entscheidender Bedeutung.“
Wichtige Neuheiten
KI-gestütztes Design und Simulation
Geometrisches Deep Learning, generative Algorithmen und GPU-beschleunigtes Reduced Order Modeling (ROM) ermöglichen Vorhersagen nahezu in Echtzeit und eine schnellere Validierung. Physikbasierte KI-Modelle lassen sich in sicheren, browser-basierten Umgebungen einsetzen. Sie liefern Ergebnisse, die bis zu 1‘000-mal schneller zustande kommen als bei herkömmlichen Solver-Simulationen. Die erweiterte Unterstützung für Vektoren und Smoothed-Particle-Hydrodynamics (SPH) vergrößert die Abdeckung des Anwendungsbereichs.
Unternehmensweites Pre-Processing und Modellzusammenstellung
Ingenieure können nun große, komplexe Baugruppen schnell und durchgängig simulieren und so die Entwicklungs- und Validierungszyklen verkürzen. Verbesserte Navigation, Batch-Meshing und das Management von Konnektoren optimieren das Pre-Processing , während die Datenverwaltung für Konsistenz zwischen den Teams sorgt.
Integrierte multiphysikalische Simulation
Durch einheitliche Solver und Domänenkopplung können Ingenieure komplexe Wechselwirkungen – wie Thermo-Fluid- oder elektromagnetisch-strukturelle Systeme – mit höherer Genauigkeit analysieren. Neue Workflows unterstützen die Optimierung von Elektromotoren, Untersuchungen zur Batteriesicherheit sowie Hochtemperaturanalysen, während Co-Simulationsstandards die digitale Kontinuität verbessern. Elektromagnetische Simulationen laufen bis zu 40 Prozent schneller und Modellierungen von Wellenausbreitung bis zu 20-mal schneller. Darüber hinaus wurde die Radar- und EMV-Analyse (Elektromagnetische Verträglichkeit) für Anwendungen der nächsten Generation erweitert.
Stand: 16.12.2025
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