Ansys, Supermicro und Nvidia arbeiten zusammen Multiphysik-Simulation mit schlüsselfertiger Hardware

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Ansys arbeitet mit Supermicro und Nvidia zusammen. Schlüsselfertige Hardware soll somit für die Beschleunigung der Multiphysik-Simulation mit Ansys sorgen.

5G-Antennensimulation mit Ansys HFSS, um die Auswirkung der Antennenplatzierung zu beurteilen.(Bild:  Ansys)
5G-Antennensimulation mit Ansys HFSS, um die Auswirkung der Antennenplatzierung zu beurteilen.
(Bild: Ansys)

Durch die Nutzung der kombinierten Leistung von leistungsfähiger Hardware und Software können Ansys-Kunden nach Angaben des Anbieters größere, komplexere Modelle bis zu 1‘600-mal schneller lösen. Wenn Ansys auf Supermicro- und Nvidia-Technologie läuft, sollen die Lösungen die Markteinführungszeit verkürzen und eine robustere Design-Exploration für eine Vielzahl von Anwendungen ermöglichen, darunter Crash-Tests und externe Aerodynamik in der Automobilindustrie, Gasturbinentriebwerke in der Luft- und Raumfahrt, 5G/6G-Antennen und biopharmazeutische Entwicklung.

Das Beste aus der Multiphysik-Simulation herausholen

Um das Beste aus der Multiphysik-Simulation herauszuholen, müssen verschiedene Arten von Physik-Solvern mit einer Reihe von Hardware-Optionen integriert werden, die jeweils einzigartige Leistungsvorteile bieten. Die Dimensionierung und Konfiguration der richtigen Hardware für Multiphysik-Simulationen ist jedoch eine komplexe Aufgabe, die sich erheblich auf Leistung, Kosten und Produktivität auswirken kann. Schlüsselfertige, kundenspezifische Hardwarelösungen mit Zentraleinheiten (CPUs), Grafikprozessoren (GPUs), Verbindungsleitungen und Kühlmodulen ermöglichen es Ingenieuren, prädiktiv genaue Simulationen effizienter durchzuführen.

Gemeinsame Tests von Ansys und Supermicro ergaben, dass für die Replikation der Leistung von Ansys Fluent und Ansys Rocky auf einem Nvidia-Grafikprozessor 1‘500 bzw. 480 CPU-Kerne erforderlich wären. Ansys Perceive EM, das auf einem Nvidia-Grafikprozessor läuft, erreicht die gleiche Leistung wie 1‘000‘000+ CPU-Kerne. Darüber hinaus hat das Unternehmen bei den Tests die folgenden Beschleunigungen festgestellt:

  • Ansys optiSLang AI+: 1‘600-fache Beschleunigung

  • Ansys Fluent: 24-fache Beschleunigung

  • Ansys Mechanical: 6-fache Beschleunigung 

  • Ansys HFSS: 11-fache Beschleunigung  

  • Ansys Perceive EM: 53-fache Beschleunigung 

  • Ansys Rocky: 17-fache Beschleunigung

  • Ansys LS-Dyna: 4-fache Beschleunigung

Die Geschwindigkeitssteigerungen wurden durch die Einführung oder den Ersatz von CPU-Kernen und GPUs mit Nvidia-Technologie erreicht. Die bei den Tests verwendete Hardware umfasste Nvidia H100-GPUs, L40S-GPUs und den Grace CPU Superchip.

Durchdachtes Hardware-Konzept für die Multiphysik-Simulation

„Die Breite und Tiefe des Ansys Multiphysics-Portfolios erfordert einen durchdachten Ansatz für die Recheninfrastruktur mit GPUs“, sagt Vik Malyala, President & Managing Director, EMEA; SVP, Technology & AI, Supermicro. „Wir arbeiten eng mit Ansys und Nvidia zusammen und bieten das breiteste Angebot an GPU- und CPU-Systemen (Hyper/CloudDC, skalierbare GPU-Systeme: 4U-10U und andere), um Simulationen zu beschleunigen, Vermutungen zu eliminieren und die Bereitstellungszeit für Kunden weltweit zu verbessern.“

Mit der Nvidia-Technologie, die für Ansys entwickelt wurde, und der energieeffizienten Servertechnologie von Supermicro können Ingenieure die Gemeinkosten und den Energieverbrauch senken, indem sie für die gleiche Arbeit weniger Server benötigen.

„Supermicro bietet eine außergewöhnliche Architektur für Ansys-Lösungen, die die Einschränkungen bei der Anzahl, Größe und Komplexität von Simulationsmodellen reduziert“, sagte Shane Emswiler, Senior Vice President of Products bei Ansys.

„Wir werden auch weiterhin mit Nvidia zusammenarbeiten, um unsere derzeit auf Hopper-Chips unterstützten Lösungen auf Blackwell zu migrieren. Indem wir fortschrittliche, kundenspezifische Konfigurationen mit Blackwell- und Hopper-Superchips anbieten, können die Projekte unserer Kunden wirklich die gesamte Bandbreite der Physik abdecken, von Flüssigkeiten über Elektronik bis hin zu Strukturen.“

Entwicklung von KI-Superchips

„Die Synergie zwischen Ansys und Nvidia katapultiert uns in eine neue Ära der technologischen Innovation“, sagt Dion Harris, Director of Data Center Product Solutions bei Nvidia. „Die Simulationslösungen von Ansys spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung unserer hochmodernen KI-Superchips, während die beschleunigten KI-Plattformen für Rechenzentren und der digitale Zwilling von Nvidia es Ansys ermöglichen, die Grenzen der Simulationsleistung zu erweitern. Gemeinsam erschließen wir tiefere Einblicke und ebnen den Weg für bahnbrechende Fortschritte, die die Zukunft des Engineerings und der KI prägen werden.“

Weitere Informationen:
https://www.ansys.com/
https://www.supermicro.com/en/
https://www.nvidia.com/de-de/
 

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