Gebäudemanagement So gelingt die Integration von BIM und Verwaltungsschalen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Der neue Leitfaden von BuildingSMART Deutschland und der Industrial Digital Twin Association (IDTA) zeigt die Integration von BIM und Verwaltungsschalen und schafft so die Grundlage für ganzheitlichen digitalen Gebäudezwilling.

Cover vom Leitfaden „BIM-Gebäudemodell zur Integration von Maschinen, gebäudetechnischen Anlagen und externen Geräten mittels Verwaltungsschale“.(Bild:  IDTA)
Cover vom Leitfaden „BIM-Gebäudemodell zur Integration von Maschinen, gebäudetechnischen Anlagen und externen Geräten mittels Verwaltungsschale“.
(Bild: IDTA)

BuildingSMART Deutschland und Industrial Digital Twin Association (IDTA) haben in Kooperation den Leitfaden „BIM-Gebäudemodell zur Integration von Maschinen, gebäudetechnischen Anlagen und externen Geräten mittels Verwaltungsschale“ veröffentlicht. Diese praxisnahe Handlungsanweisung beschreibt erstmals detailliert, wie die Integration von Building Information Modeling (BIM) und den Verwaltungsschalen (Asset Administration Shell, AAS) gelingt. Ziel ist die Schaffung eines umfassenden Digitalen Zwillings, der den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von der Planung über den Bau und Betrieb bis zum Rückbau – abbildet und optimiert. Der Leitfaden steht ab sofort im Verlagsshop von BuildingSMART Deutschland und im Contenthub der IDTA zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Integration von BIM und Verwaltungsschalen (AAS)

Die Verknüpfung der etablierten BIM-Methode, die primär statische Gebäudeinformationen (oft im IFC-Format) abbildet, mit den dynamischen Echtzeitdaten technischer Komponenten aus der Verwaltungsschale schließt eine entscheidende Lücke im digitalen Gebäudemanagement. Während BIM das Gebäude strukturell beschreibt, liefert die AAS detaillierte, aktuelle Informationen zu verbauten Anlagen, Maschinen und IoT-Geräten (Internet of Things).

Diese Integration verbessert bereits die Planungsphase. Im Betrieb und in der Wartung sind vor allem die Dokumentationen und Updates zur Aufrechterhaltung des sicheren digitalen Betriebs von Vorteil. Online-Daten aus intelligenten IoT-Devices dienen der Echtzeitüberwachung und ermöglichen eine prädiktive Wartung.

Vom statischen Modell zum „lebenden“ digitalen Zwilling

Der neue Leitfaden adressiert eine zentrale Herausforderung: BIM-Modelle repräsentieren oft nur einen bestimmten Planungs- oder Bauzustand („as-built“) und bilden dynamische Betriebsdaten oder Änderungen an technischen Komponenten nicht ab. Die Verwaltungsschale, ein Kernkonzept von Industrie 4.0 (standardisiert in DIN EN IEC 63278), überwindet diese Limitation. Sie ermöglicht die Verwaltung von Typ-Informationen (vergleichbar mit digitalen Produktkatalogen) und instanzspezifischen Daten (zum Beispiel Seriennummer, Wartungshistorie, Echtzeit-Betriebsdaten) für jede einzelne Komponente über deren gesamten Lebenszyklus.

Durch die im Leitfaden beschriebene Referenzierung zwischen BIM-Elementen und den entsprechenden Assets in der AAS entsteht ein „lebendes“ digitales Abbild des Gebäudes. Dies führt zu signifikanten Vorteilen:

  • effizientere Planung;
  • geringere Betriebskosten durch optimierte Wartung und Energieverbräuche;
  • größere Nachhaltigkeit durch datengestützte Entscheidungen (zum Beispiel auf Basis von CO2-Fußabdruck-Daten in AAS-Submodellen) und eine
  • verbesserte, systemübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Die Nutzung offener Standards wie IFC (DIN EN ISO 16739) für BIM und der von der IDTA vorangetriebenen AAS-Spezifikationen gewährleistet dabei Interoperabilität und Herstellerneutralität zwischen verschiedenen Systemen und Plattformen.

Verfügbarkeit und Zielgruppe

Der Leitfaden richtet sich an Planer, Bauherren, Betreiber und alle, die an der digitalen Transformation des Bauwesens beteiligt sind. Er bietet konkrete Ansätze, um die Vorteile der Interaktion zwischen BIM und Verwaltungsschalen bestmöglich zu nutzen.

Der Leitfaden steht ab sofort kostenfrei im Verlagsshop von BuildingSMART Deutschland zum Download und im Contenthub der IDTA bereit.

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