Visual Application Builder Tools Software-Modularisierung: Vier Gründe, um SDKs einzusetzen

Ein Gastbeitrag von Andres Rodriquez-Villa 4 min Lesedauer

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Die Komponenten-Technologie hat viele Vorteile. Dabei handelt es sich um ­abgeschlossene, ­wiederverwendbare Softwareeinheiten, die visuell ­zusammenfügbar und von so genannten Visual ­Application Builder Tools eingesetzt werden ­können. Vier der wichtigsten Gründe, die für eine Software-Modularisierung sprechen.

Polygonnetze: Mit Polygonica von Tech Soft 3D präzise 3D-Modelle erstellen.(Bild:  Tech Soft 3D)
Polygonnetze: Mit Polygonica von Tech Soft 3D präzise 3D-Modelle erstellen.
(Bild: Tech Soft 3D)

1. Schnelle Markteinführung

In der Softwarebranche ist Schnelligkeit bei der Markteinführung das A und O. Sieht man irgendwo eine Marktchance, sehen das andere wahrscheinlich auch. Der Vorteil eines Erstanbieters ist deshalb entscheidend, und die Verwendung fertiger Softwarekomponenten kann Entwicklern einen entscheidenden Vorteil im Produktionsrennen verschaffen. Während die Konkurrenten das Rad neu erfinden, indem sie bereits existierende Funktionen intern entwickeln, können diejenigen, die Software Development Kits (SDKs) verwenden, ihr Produkt bereits auf den Markt bringen und liefern.

Als der Markt für CAD-Software noch in den Kinderschuhen steckte, nutzte etwa SOLIDWORKS einen neuen Modellierungskern namens Parasolid. SolidEdge als Konkurrent ebenso, um das zu schaffen, was schließlich zu Autodesk Inventor wurde. Heute kontrollieren diese Unternehmen und ihre Produkte einen großen Teil des Markts. Die Tatsache, dass sie als erste die Ziellinie überquerten, war für ihren Erfolg entscheidend.

Die Geschwindigkeit von SOLIDWORKS, SolidEdge, Inventor und anderen trugen dazu bei, den CAD-Markt schnell zu dominieren und bekannt zu werden, während die Konkurrenz noch in der Bedeutungslosigkeit versank.

2. Kosteneffizienz durch Software-Modularisierung

Unterbietet man die Preise der Konkurrenz mit Produkten vergleichbarer Qualität, kann sich ein Unternehmen in der jeweiligen Branche bestens etablieren. Als SOLIDWORKS und die anderen komponentenbasierten CAD-Systeme für Windows auf den Markt kamen, kosteten sie etwa 3.000 $ pro Arbeitsplatz. Die Konkurrenz lag zwischen 10.000 und 30.000 Dollar pro Arbeitsplatz. Wie konnten diese Anbieter ihre Konkurrenten in Bezug auf die Preisgestaltung aus dem Feld schlagen? Mit Komponententechnologie!

Simulieren und modellieren: Vorteile der BREP-Komponententechnologie (Boundary Representation)(Bild:  Tech Soft 3D)
Simulieren und modellieren: Vorteile der BREP-Komponententechnologie (Boundary Representation)
(Bild: Tech Soft 3D)

Gute Entwicklungsteams sind teuer, und selbst die talentiertesten Teams brauchen Jahre, um ein komplettes CAD-System von Grund auf zu entwickeln. Datenübersetzung, Grafik, Simulation und Modellierung erfordern eine beträchtliche Anzahl von hochspezialisierten Experten auf ihrem Gebiet, um sie zu entwickeln und zu warten. Die meisten Softwareunternehmen verfügen jedoch nicht über das interne Fachwissen oder die finanziellen Mittel, um diese Systeme selbst herzustellen. Sie lizenzieren deshalb Softwarekomponenten, was zu einer ­erheblichen Kostenersparnis führt. SOLIDWORKS hat diese Einsparungen an seine Benutzer weitergegeben und den Markt mit einer Software zu einem radikal anderen Kostenpunkt aufgemischt.

3. Spezialisiertes Fachwissen

Unternehmen suchen oft nach Komponententechnologien für hochspezialisierte Bereiche wie Modellierung, Constraint-Management, fortschrittliche Visualisierung, CAD-Datenübersetzung, Oberflächen- und Volumenvernetzung usw. Die Entwicklung in diesen Bereichen erfordert Teams aus hochgradig erfahrenen, spezialisierten Experten, die oft über jahrelange Erfahrung verfügen. Davon gibt es nicht viele und für die meisten Unternehmen ist es unerschwinglich, mehrere Teams zusammenzustellen, die sich jeweils auf einen Kernbereich der CAD-Funktionalität konzentrieren. Anbieter von Komponententechnologie hingegen sind auf genau das spezialisiert: Sie suchen nach marktgerechten, leistungsoptimierten, innovativen Softwarekomponenten, die genau ihre Arbeitsabläufe unterstützen.

4. Software-Modularisierung mit dem Fokus auf Differenzierung

Hier wird ein allgemeines Axiom der Wirtschaft angesprochen: Ein Unternehmen sollte sich so weit wie möglich auf die Bereiche konzentrieren, in ­denen es sich von der Konkurrenz abheben kann.

Integration: vorhandene Komponenten für die CAD-Entwicklung. (Bild:  Tech Soft 3D)
Integration: vorhandene Komponenten für die CAD-Entwicklung.
(Bild: Tech Soft 3D)

Die Komponententechnologie ist eine ­Ressource, die es Unternehmen ermöglicht, genau das zu tun. Ein Entwickler im CAE-Bereich, der eine Methode entwickelt, um Daten schneller als die Konkurrenz zu lösen, möchte seine Zeit (und die seiner Investoren) nicht damit verschwenden, ­Teile des Produkts zu entwickeln, die bereits existieren: Er möchte an seiner „secret sauce“ arbeiten, an dem, was ihn von der Konkurrenz unterscheidet.

SolidEdge und SOLIDWORKS wurden von Entwicklern geschaffen, die verstanden haben, wie ­Maschinenbauingenieure konstruieren wollen und die daran gearbeitet haben, dies so nahtlos wie möglich zu gestalten. Kein Konstrukteur, Ingenieur, Künstler oder Kreativer möchte da behindert werden. Die beiden Unternehmen wussten, was sie tun mussten, um ihre Kunden in die Lage zu versetzen, frei, ohne Unterbrechung oder Ineffizienz zu konstruieren.

Ein Problem bei der Verwendung von Komponententechnologie hängt mit ihrer Differenzierung zusammen. Wird eine Komponente lizenziert, die auch in anderen Tools verwendet wird, gleicht das Produkt schnell dem anderer Hersteller. SDKs sind Werkzeuge im eigenen Werkzeugkasten. Auch die Übersetzung von CAD-Daten sowie die Visualisierung und die Modellierung von Daten sind eine Ware und sollten auch als solche behandelt werden. Man sollte sich auf das konzentrieren, was das ­eigene Produkt anders macht, nicht auf das, was es gleich macht.

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Die Komponententechnologie ist eine Grundlage, auf der erfahrene, kreative Entwicklerteams eine endlose Reihe von Produkten erstellen können. Starke Teams verwenden konsequent die gleiche Komponententechnologie, um verschiedene Produkte für unterschiedliche, nicht miteinander verbundene Märkte zu entwickeln. Einfach gesagt: Ist eine Idee stark genug und das Team fähig, ist die Komponententechnologie ein Sprungbrett, um sich auf das zu konzentrieren, was einen besonders macht.

Tech Soft 3D hat Softwareunternehmen jeder Größe bei der erfolgreichen Markteinführung von über 700 Produkten mit technischem Schwerpunkt unterstützt. Das erfahrene Team hilft beim Einsatz maßgeschneiderter Softwarekomponenten, um schnell auf den Markt zu kommen, Kosten zu reduzieren und jahrelange Innovationen bestens ­umzusetzen.