Neues Konsortium Unternehmen wollen Hindernisse für den 3D-Druck überwinden

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 4 min Lesedauer

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Auf der Formnext 2024 wurde ein neues Konsortium führender Unternehmen im 3D-Druck angekündigt. 

(Bild:  Materialise GmbH)
(Bild: Materialise GmbH)

Das neue Konsortium befasst sich mit wichtigen Herausforderungen, denen sich Hersteller bei der Einführung und Skalierung der 3D-Drucktechnologie für den industriellen Einsatz gegenübersehen.

Unter dem Namen Leading Minds bringt diese Zusammenarbeit Ansys, EOS, HP, Materialise, Nikon SLM, Renishaw, Stratasys und Trumpf zusammen. Ziel des Konsortiums ist es, viele der Hindernisse zu überwinden, die der Einführung des 3D-Drucks im Wege stehen, und es den Fertigungsunternehmen zu ermöglichen, 3D-Drucklösungen effektiver zu integrieren und zu skalieren. Die erste Initiative des Konsortiums zielt darauf ab, einen gemeinsamen Sprachrahmen für den 3D-Druck zu schaffen.

Laut dem Konsortium "hat sich der 3D-Druck in verschiedenen Sektoren bewährt, indem er das Produktdesign verändert und hochgradig maßgeschneiderte Lösungen bietet. Heute ist der 3D-Druck dabei, sich von einer Nischeninnovation zu einer Großserienfertigung zu entwickeln. Um dies zu erreichen, muss die Branche die Skepsis überwinden und konkrete, skalierbare Lösungen liefern, die den 3D-Druck als Eckpfeiler der modernen industriellen Produktion festigen."

3D-Druck: Der Wechsel vom Warum? zum Wie?

Trotz der vielversprechenden Möglichkeiten stoßen viele Fertigungsunternehmen immer noch auf Hindernisse bei der Einführung der additiven Fertigung. Laut einer Umfrage* erkennen Unternehmen darin einen wichtigen Trend in der Fertigung an, aber fast alle Unternehmen (98 Prozent) sehen sich bei der Einführung mit Herausforderungen und Hindernissen konfrontiert, wie zum Beispiel mangelndem Fachwissen, vermeintlich hohen Kosten und einer manchmal komplexen Integration in bestehende Prozesse. Um diese Hürden zu überwinden, bedarf es mehr als nur individueller Anstrengungen, sondern einer branchenweiten Zusammenarbeit, um die Technologie einem breiteren Spektrum von Herstellern zugänglich zu machen.

Während sich die Diskussion von "Warum sollten wir den 3D-Druck einführen?" zu "Wie können wir ihn effektiv integrieren?" verlagert, suchen die Hersteller nach konkreten Strategien zur Überwindung dieser Hindernisse. Das Leading Minds-Konsortium wurde als direkte Antwort auf diese Herausforderungen gegründet.

Gemeinsam für den 3D-Druck

Das Konsortium bringt einige der wichtigen Unternehmen der Branche zusammen. Die Gründungsmitglieder – Ansys, EOS, HP, Materialise, Nikon SLM, Renishaw, Stratasys und Trumpf – haben den gemeinsamen Glauben an die Leistungsfähigkeit des 3D-Drucks. Jedes einzelne Mitglied hat die Grenzen dessen, was mit diesen Technologien möglich ist, erweitert, und nun wollen sie durch ihre Zusammenarbeit sicherstellen, dass die additive Fertigung in verschiedenen Branchen leichter zugänglich und skalierbar ist. Das Konsortium ist offen für den Beitritt weiterer Unternehmen.

Das Konsortium erklärte: "Die Leading Minds stehen für das gemeinsame Engagement, die Zukunft der Fertigung durch die transformative Kraft des 3D-Drucks neu zu gestalten. Das Konsortium zielt darauf ab, die dringenden Herausforderungen zu bewältigen, mit denen die Hersteller heute konfrontiert sind. Dazu gehören die Steigerung der Produktionseffizienz, die Verringerung von Abfall und die Ermöglichung schnellerer, reaktionsschnellerer Lieferketten. Durch diese Bemühungen wird das Konsortium dazu beitragen, ein anpassungsfähigeres, nachhaltigeres und vielseitigeres Ökosystem für die Fertigung zu schaffen."

Die Zielsetzung: Zusammenarbeit für branchenweite Lösungen

Das Hauptziel des Leading Minds-Konsortiums besteht darin, das Bewusstsein für die Möglichkeiten des 3D-Drucks in mehr Branchen zu schärfen und die Hürden zu beseitigen, denen sich die Hersteller gegenübersehen. Bei dieser gemeinsamen Anstrengung geht es nicht nur um die Verbesserung der Verfahren, sondern auch um praktische, umsetzbare Schritte. Diese gestalten die Fertigungslandschaft so um, dass sie innovativer und nachhaltiger wird und den sich wandelnden Anforderungen der modernen Fertigung entspricht.

Die nächsten Schritte: eine gemeinsame Sprache für den 3D-Druck

Eine der ersten Initiativen des Konsortiums besteht darin, die Fragmentierung und Komplexität der Branchennomenklatur zu beseitigen, um sicherzustellen, dass alle Akteure mit einem klareren Verständnis der Möglichkeiten arbeiten können. Derzeit verwenden viele Unternehmen und Technologien unterschiedliche Terminologien für ähnliche Konzepte, was eine effektive Zusammenarbeit erschwert und das volle Potenzial in der industriellen Produktion einschränkt. Um dieses Szenario des "modernen Turmbaus zu Babel" zu lösen, beabsichtigt das Konsortium, einen gemeinsamen Sprachrahmen zu entwickeln, der eine bessere Kommunikation ermöglicht, so dass Hersteller und Technologieanbieter effektiver zusammenarbeiten können.

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* 2023 Umfrage von B2B International unter 327 Herstellern in den USA, Deutschland und Japan.

info: Leading Minds Consortium

Leading Minds ist eine Gemeinschaftsinitiative, die von führenden Unternehmen im Bereich des 3D-Drucks gegründet wurde. Mit einer gemeinsamen Vision für die Zukunft der Fertigung hat sich das Konsortium zum Ziel gesetzt, das volle Potenzial der 3D-Drucktechnologie zu erschließen, indem die Hindernisse für die Einführung beseitigt werden. Durch ihre gemeinsamen Bemühungen will das Konsortium die Zukunft der Fertigung gestalten und Innovationen in allen Branchen vorantreiben.

Weitere Informationen:
Ansys: www.ansys.com
EOS: www.eos.info
HP: www.hp.com
Materialise: www.materialise.com
Nikon SLM: https://nikon-slm-solutions.com/...
Renishaw: www.renishaw.com
Stratasys: www.stratasys.com
Trumpf: www.trumpf.com