Nvidia Omniverse ist die neue Plattform des führenden Entwicklers von Grafikprozessoren und Chipsätzen. Sie erlaubt die virtuelle Zusammenarbeit sowie physikalisch korrekte Simulationen in Echtzeit. Doch wie funktioniert die Plattform in der Praxis? Welche Voraussetzungen gibt es für die virtuelle Zusammenarbeit im Nvidia Omniverse?
(Quelle: NVIDIA)
Nvidia Omniverse ist eine Plattform, die es mittels verschiedener Komponenten ermöglicht, gleichzeitig an einem Modell oder einem Datensatz mit mehreren Applikationen oder Anwendern zu arbeiten. Die Plattform umfasst zudem Funktionen wie Echtzeit-Rendering, physikalisch richtige Berechnungen, Simulationen, künstliche Intelligenz, eine Stereo-Ausgabe – im Prinzip alles, was für ein komplettes Projekt gebraucht wird. Bei Kunden vor Ort kann in Echtzeit gezeigt werden, wie ein Modell aussehen wird, oder es können gegebenenfalls diverse Änderungen in Echtzeit und fotorealistisch vorgenommen werden. Omniverse basiert auf MDL (Material Definition Language) und USD (Universal Scene Description), einem speziellen, von Pixar entwickelten File-Format. Es gibt außerdem Plug-ins für viele Applikationen, welche die Echtzeit-Anbindung zum Datenserver herstellen und die Konvertierung von den Modellen in das USD-File-Format gewährleisten.
Viele Plug-ins für virtuelle Zusammenarbeit
Der Einsatz von Nvidia Omniverse ist vielfältig. Es gibt viele Plug-ins – angefangen im Bereich Manufacturing bis hin zu Media & Entertainment – die eine virtuelle Zusammenarbeit ermöglichen. Dabei spielt es keine Rolle, wo die Personen, die alle in Echtzeit an einem Projekt arbeiten, sich gerade befinden. Das heißt zum Beispiel: An einem Projekt können zur selben Zeit ein Mitarbeiter aus Kanada, einer aus Deutschland und einer aus USA arbeiten. Andere Bereich, für die Omniverse ausgelegt ist, sind beispielsweise die Robotik mit Nvidia Isaac, aber auch autonomes Fahren und die Integration von künstlicher Intelligenz.
Aktuell sieht die projektbasierte Datenübertragung folgendermaßen aus: Sie arbeiten in einer Applikation, müssen dann den Datensatz exportieren und hochladen, beispielsweise, wenn Ihr Unternehmen eine Zweigstelle in einem anderen Land hat. Dort muss der Datensatz dann wiederum importiert und bearbeitet werden. Insgesamt ist das ein großer Zeitaufwand und ein hochgradig fehleranfälliger Prozess. Der Datentransfer kann darüber hinaus sehr lange dauern, denn Projekte sind heute oftmals einige Gigabyte groß. Im Prinzip profitieren also alle, die mit verschiedenen Applikationen arbeiten, von Nvidia Omniverse, denn das Importieren und Exportieren von Daten entfällt komplett. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Anwender gleichzeitig mit verschiedenen Applikationen an einem Modell arbeiten können, was wiederum für eine enorme Zeitersparnis sorgt.
(Das Im- und Exportieren von Daten in Omniverse entfällt komplett. Bild: NVIDIA)
Virtuelle Zusammenarbeit mit geringen Kosten und hoher Produktivität
Auf der diesjährigen GTC von Nvidia wurden Unternehmen gezeigt, die Omniverse zur Planung ihrer Fabriken und Produktionswege eingesetzt haben. Dabei können sich mehrere Standorte dort einloggen, ihre Fabriken planen, die einzelnen Produktionswege simulieren und mögliche Optimierungen in der Produktion vorzunehmen.
Zwar sind alle global vernetzt, aber es mussten bisher entweder alle Datenpakete verschickt werden oder die Menschen mit Datensätzen einfliegen. All das kann man sich nun sparen. Mit Nvidia Omniverse lassen sich auf der einen Seite Kostenfaktor und die Entwicklungszeit minimieren und dadurch auf der anderen Seite die Produktivität erhöhen. Und last, but not least verkleinert sich auch der CO2-Fußabdruck, weil Kollegen nicht mehr einfliegen müssen.
(Mehrere Anwender an verteilten Standorten arbeiten an demselben Datensatz. Bild: NVIDIA)
Anforderungen an die Rechenleistung
Im Prinzip ist die einzige Voraussetzung für die virtuelle Zusammenarbeit eine Nvidia RTX-Grafikkarte. Alle weiteren Voraussetzungen ergeben sich mehr aus den Applikationen, die entsprechend benutzt werden sollen; das System muss deshalb dahingehend ausgerichtet sein. Die Rechenleistung sollte an die Applikation und Modell-Größe angepasst sein, und dem entsprechen, was die meisten Unternehmen auch aktuell schon einsetzen, sei es die einfache Workstation am Arbeitsplatz oder eine GPU-Virtualisierung. In Nvidia Omniverse können eigene Applikationen aus vorhandenen Extensionen erstellt werden, die die Plattform mitbringt. Die Applikationen dienen als Programmiervorlage für den Fall, dass Nutzer etwas Eigenes, Individuelles erstellen möchten. Gängig ist dieses Prinzip auch jetzt schon. Omniverse bringt es allerdings in konzentrierte Form. Die Applikation „Audio2Face“ zum Beispiel dient dazu, dass der Nutzer ein Gesichtsbild importiert und mittels KI – gesteuert durch die Sprache – Mimik und Lippenbewegung für das Gesicht erzeugt.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Versionen, Verfügbarkeit und Lizenzmodell
Nvidia Omniverse ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: Für lokale Installationen gibt es die Omniverse Workstation. Für den Server-Einsatz gibt es die Omniverse Enterprise Edition, die den Zugriff von überall ermöglicht. Hierfür lässt sich der Nucleus Datenserver im Netzwerk oder in der Cloud installieren. Nvidia Omniverse ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich: Für lokale Installationen gibt es die Omniverse Workstation. Für den Server-Einsatz gibt es die Omniverse Enterprise Edition, die den Zugriff von überall ermöglicht. Hierfür lässt sich der Nucleus Datenserver im Netzwerk oder in der Cloud installieren.
Eine wichtige Frage zum Schluss ist das Lizenzmodell. Generell ist die Omniverse-Workstation-Lizenz für ein oder zwei User frei nutzbar. Des Weiteren gibt es Omniverse Enterprise – die Lösung für mittelständischen Unternehmen und Enterprise. Bei dieser Option werden dann Lizenzgebühren fällig. Zu Beginn kann man mit der Nvidia Omniverse Workstation Version in Ruhe testen, oder man registriert sich als Unternehmen für die Evaluierungsversion von Nvidia Omniverse Enterprise.
INFO: PNY Technologies auf der Hannover Messe
Besuchen Sie PNY Technologies auf der Hannover Messe und erfahren Sie mehr über Nvidia Omniverse. In Halle 4 auf dem Stand D44 wird PNY mehrere Workstations mit verschiedenen Applikationen präsentieren und geben einen Einblick in Nvidia Omniverse.