Autodesk University 2025 Wie cloud- und KI-basierte Workflows die Baubranche unterstützen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Gestern startete die Autodesk University, die jährliche „Design and Make“-Konferenz von Autodesk. Fachleute aus den Bereichen Design, Ingenieurwesen, Konstruktion und kreative Branchen treffen sich diesmal in Nashville. Gerade für Teilnehmende aus dem Bausektor (AECO) bietet die Veranstaltung wichtige Neuheiten.

Als Forma Connected Client können Revit-Anwender die Cloud-Funktionen von Forma nutzen, ohne ihre Desktop-Umgebung zu verlassen.(Bild:  Autodesk)
Als Forma Connected Client können Revit-Anwender die Cloud-Funktionen von Forma nutzen, ohne ihre Desktop-Umgebung zu verlassen.
(Bild: Autodesk)

Auf der Autodesk University 2025 zeigt Autodesk, wie Cloud-basierte und KI-gestützte Lösungen Menschen, Prozesse und Daten über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg verbinden. Die präsentierten Neuerungen integrieren sich in die Tools, die Autodesk-Kunden bereits verwenden, und ermöglichen somit unterbrechungsfreie Transformationen.

Lösungen für komplexe Aufgaben

Arbeitskräftemangel, fragile Lieferketten und steigende Nachfrage stellen Branchen weltweit vor Herausforderungen. Hier will Autodesk mit Lösungen dienen, die Kapazitäten freisetzen und Chancen schaffen – etwa für Wohnraum oder widerstandsfähige Infrastrukturen, und mit weniger Ressourcen als heute. In diesem Kontext präsentiert das Unternehmen unter anderem folgende Innovationen.

Forma wird erste durchgängige AECO-Industrie-Cloud

Forma ist nunmehr die erste umfassende, KI-native AECO-Industrie-Cloud, die Planung, Bau und Betrieb in einer einheitlichen Umgebung vereint. Dazu wird Autodesk Construction Cloud (ACC) in Forma integriert. Mit der Integration von ACCs führenden Bau-Management-Tools in Forma bietet Autodesk eine Plattform für den kompletten Lebenszyklus, die eine tiefere Verbindung von Design über Bau bis zum Betrieb schafft. Dazu gehört Autodesk Estimate, eine neue Cloud-basierte Lösung zur Kostenschätzung, die 2D- und 3D-Abzüge mit Kosten, Material- und Arbeitsberechnungen verbindet, um Bauunternehmern und Subunternehmern genauere Schätzungen und mehr Auftragserfolge zu ermöglichen. Zur Ergänzung dieser Änderungen wird das bisher unter Autodesk Forma für frühe Planungsphasen bekannte Angebot in Forma Site Design umbenannt.

Neu: Forma Building Design

Aufbauend auf den Funktionen von Forma stellt Autodesk zudem Forma Building Design vor, die erste von vielen neuen Forma-Lösungen, die eine breitere Palette von Branchen und Projektphasen unterstützen sollen. Die Lösung wird in den kommenden Monaten im Beta-Stadium eingeführt. Sie ist für detailliertes Gebäudedesign mit automatisierten Konstruktionswerkzeugen und integrierten Analysen konzipiert. Dies ermöglicht Projektleitenden, CAD- und BIM-Anwendern, detaillierte Gebäudemodelle schnell und präzise zu erstellen. Forma Building Design ist auf Zugänglichkeit und intuitive Bedienbarkeit ausgelegt.

Verbindung von Desktop- und Cloud-Workflows

Während sich Forma weiterentwickelt, investiert Autodesk weiterhin in seine bekannten Kernwerkzeuge. Deshalb führt Autodesk die Bezeichnung Forma Connected Clients ein, die anzeigt, wenn ein Desktop-Produkt in die Forma-Industrie-Cloud integriert ist und so die Kluft zwischen den bereits bestehenden Desktop-Anwendungen und ihren zunehmend Cloud-basierten Workflows überbrückt.

In diesem Rahmen wird Revit der erste offizielle Forma Connected Client sein. Als Forma Connected Client können Revit-Anwender auf den kontextuellen Datenmarkt von Forma, Umweltanalysen und Kollaborationsfunktionen zugreifen, ohne ihre Desktop-Umgebung zu verlassen und ohne Exporte, Importe oder Nacharbeiten. Im Laufe der Zeit wird Autodesk weitere Desktop-Lösungen zu Forma Connected Clients weiterentwickeln.

Die Silos auflösen mit Forma Data Management

Die Kombination von Daten mit immersiver Technologie und KI kann eine neue Form der Zusammenarbeit hervorbringen. Dabei kooperieren Teams phasenübergreifend, branchenübergreifend sowie von Desktop zu Cloud (und umgekehrt) sowohl synchron als auch asynchron. Das Kernstück entsprechender Workflows bildet ein leistungsfähiges gemeinsames Datenumfeld, das Autodesk mit Autodesk Docs als offizielles, gemeinsames Datenumfeld für alle Forma-Produkte bereitstellt. Dies wird zukünftig Forma Data Management heißen.

Workflows im Bauwesen mit MCP-Servern und KI-Agenten

Autodesk erweitert seine Plattform um produktionsreife Implementierungen des Model Context Protocol (MCP) und kontextsensitive Assistenzfunktionen. Sie führen die speziell für die AECO-Branche relevanten Workflows zusammen. Zu den Kernpunkten gehören ein öffentlich angekündigter MCP-Server für Revit und weitere MCP-Implementierungen (Model Data Explorer, Fusion Data), die Modell- und Metadaten nicht nur als Dateien, sondern als kontextreiche Arbeitsansicht ausliefern. Ein konvergenter Autodesk Assistant orchestriert zudem über Produktgrenzen hinweg teilautonom Prozesse. Für Architektur, Bau und Gebäudebetrieb eröffnet das schnellere, sicherere und nachvollziehbare Automatisierungsmöglichkeiten.

Die vorgestellten Neuheiten sollen Datenkontext und Automatisierung in Bauprojekten standardisieren helfen und KI-gestützte Entscheidungen praxistauglich, sicher und skalierbar machen.

Vielfältiges Programm in Nashville

Die Autodesk University findet in diesem Jahr vom 16. bis 18. September 2025 statt. Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm rund um Design, Planung, Bau und Betrieb. Auf der Agenda stehen Keynotes, praxisnahe Sessions mit Projektbeispielen und Anwendungsszenarien für KI-Technologien.

Außerdem gibt es einen Ausstellungsbereich mit Innovationen und Exponaten. Und es besteht die Möglichkeit, sich mit Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen und neue Impulse für zukünftige Projekte zu sammeln. Im Anschluss an die Autodesk University werden Aufzeichnungen der Keynotes digital abrufbar sein.

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