Altair, ein Anbieter im Bereich Computational Intelligence, und Forschende der Technischen Universität München haben einen Durchbruch im Bereich des Quantencomputings für die numerische Strömungsmechanik (CFD) erzielt.
Altair und Forschern der Technischen Universität München ist ein Durchbruch auf dem Gebiet des Quantencomputings für die numerische Strömungsberechnung (CFD) gelungen.
(Bild: PRNewsfoto/Altair)
Die Forschungsarbeit, die in der Fachzeitschrift Computer Physics Communications veröffentlicht wurde, stellt einen lauffähigen Code für Quantencomputer und Quantensimulatoren vor, der mehrere zentrale Herausforderungen der Quantencomputer-Implementierung der Lattice-Boltzmann-Methode überwindet.
Die Arbeit mit dem Titel „Quantum Algorithm for the Lattice-Boltzmann Method Advection-Diffusion Equation“ wurde im Rahmen eines Forschungsstipendiums von Altair entwickelt und von Forschern der Technischen Universität München vorangetrieben. Es ist ein signifikanter Beitrag zum Bereich des angewandten Quantencomputings und unterstreicht Altairs Engagement für bahnbrechende Technologien. Die Arbeit wurde von Christian Janssen, Vice President CFD Solutions bei Altair, und Uwe Schramm, ehemaliger Chief Technology Officer bei Altair, verfasst.
Potenzial des Quantencomputings für CFD
„Altair hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Grenzen der Simulationstechnologie immer weiter zu verschieben“, sagte Christian Janssen, Vice President of CFD Solutions bei Altair. „Unsere GPU-getriebenen CFD-Werkzeuge haben den Standard für Effizienz und Genauigkeit gesetzt. Jetzt erforschen wir das revolutionäre Potenzial des Quantencomputings, um noch komplexere Simulationen durchzuführen und so neue Möglichkeiten für Innovationen im Produktdesign und im Engineering zu eröffnen.
In der Forschung wird zum ersten Mal ein generischer Quanten-CFD-Algorithmus für dreidimensionales CFD vorgestellt. Der Algorithmus hat das Potenzial, vollständig nichtlineares dreidimensionales CFD in die Quantenwelt zu bringen. Dies ist ein Wendepunkt für die nächste Generation von CFD und simulationsbasiertem Design, da die Ergebnisse die enormen Möglichkeiten in Bezug auf Modellgröße und Skalierbarkeit aufzeigen, die Quantencomputer im Vergleich zu klassischen Computern bieten. Es unterstreicht auch, dass Quantencomputing nicht nur theoretisch ist, sondern ein praktisches Werkzeug zur Lösung von Problemen in der realen Welt werden wird. Es eröffnet neue Möglichkeiten in Bereichen, die traditionell von der klassischen Physik beherrscht werden, wie CFD, indem es die praktische Anwendung von Quantencomputing ermöglicht.
Verwendung der Lattice-Boltzmann-Methode (LBM)
Ziel des Projekts war die Entwicklung eines Algorithmus für Fluid Dynamics (CFD) mit Quantencomputing unter Verwendung der Lattice-Boltzmann-Methode (LBM). Die Kompatibilität der klassischen CFD mit der Quantenmechanik ermöglicht es den Nutzern, die überlegene Rechenleistung des Quantencomputers für Simulationen zu nutzen, die exponentiell schneller und potenziell genauer sind als klassische Berechnungen.
Aufgrund ihres Potenzials, die Rechengeschwindigkeit exponentiell zu erhöhen und komplexere Simulationen zu ermöglichen, könnte die Quanteninformatik erhebliche Auswirkungen auf die Produktentwicklung in vielen Branchen haben, insbesondere im Gesundheitswesen, im Finanzwesen und in den Naturwissenschaften.
„Dies ist sowohl für unser Team als auch für die Altair-Forscher eine wichtige Entdeckung, die das Potenzial hat, eine neue Dimension des Quantencomputings zu eröffnen“, sagt Nikolaus Adams, Professor und Lehrstuhlinhaber für Aerodynamik und Strömungsmechanik an der Technischen Universität München. „Wir haben die Bausteine für eine neue Generation von Quantencomputer-Algorithmen vorgestellt, die hoffentlich mehr praktische Quantencomputer-Anwendungen in der Industrie und in der Wissenschaft hervorbringen werden.“
Algorithmen für das Quantencomputing
Wie in einem ähnlichen Papier derselben Forschergruppe erörtert, werden die heutigen Algorithmen für das Quantencomputing durch den Entwurf von Quantenschaltungen entwickelt. Klassisches CFD ist nicht-unitär und nicht-linear, während Quantenformulierungen unitär und linear sind. Im Rahmen der Forschung wurde eine unitäre Transformation für die klassische CFD gefunden und ein maschineller Lernansatz für den nichtlinearen Aspekt entwickelt.
Zu den Autoren der Arbeit gehören neben Janssen und Schramm auch David Wawrzyniak, Josef Winter, Steffen Schmidt, Thomas Indinger und Nikolaus A. Adams von der Technischen Universität München. Alle Quantenberechnungen wurden am Leibniz-Rechenzentrum in der Nähe von München auf dem Atos QLM-System durchgeführt.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Herausforderung Quantenfehlerkorrektur
Diese Forschung ist die jüngste in einer Reihe von Entwicklungen, die durch die Investitionen von Altair in die Quanteninformatik angestoßen wurden. Altair hat auch in Riverlane investiert, ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Quantencomputer robuster und praktischer zu machen, indem es die Herausforderungen der Quantenfehlerkorrektur (QEC) löst. Riverlane mit Hauptsitz in Cambridge, Großbritannien, wurde 2016 gegründet und ist bekannt für Deltaflow, einen einzigartigen QEC-Stack, der Quantencomputern hilft, eine ausreichende Größe zu erreichen, um die ersten fehlerbereinigten Quantenanwendungen auszuführen.