Building Information Modeling (BIM) kann erst dann seine volle Stärke entfalten, wenn die digitalen Modelle den vereinbarten Qualitätsstandards entsprechen.
(Quelle: sabthai/Shutterstock)
Schon kleine Fehler, etwa Rechtschreibfehler in den Parametern, können Auswertungen verfälschen und die Abstimmung der Projektpartner erschweren. Die BIM Booster Modellprüfung hilft, solche Fehler schon beim Modellieren zu vermeiden. Das erleichtert die Koordination, spart Zeit und verbessert die Modellqualität.
Dank BIM Booster: Weniger Fehler
Modellieren, Prüfen, Koordinieren, Abstimmen, Korrigieren, Prüfen … BIM-Projekte folgen festgelegten Abläufen. Viele Dinge werden im BAP (BIM-Ablaufplan) und in der AIA (Auftraggeber-Informationsanforderung) festgelegt. Wer an erfolgreichen BIM-Projekten beteiligt war, schwärmt in der Regel davon, dass die Beteiligten früher und effizienter miteinander reden, dass Missverständnisse schon vor Baubeginn ausgeräumt werden oder gar nicht erst entstehen, dass man die Denkweise der übrigen Projektbeteiligten besser versteht. Intelligente Softwarelösungen helfen, Fehler in Fach- und Teilmodellen aufzuspüren, die Modelle zusammenzuführen und zu koordinieren. Doch klar ist: Je besser die Qualität jedes einzelnen Teil- oder Fachmodells ist, desto einfacher ist die Koordination, desto weniger „Issues“ entstehen, also Stellen, die von den Autoren des Modells korrigiert werden müssen.
Prüfung ohne Export
Wie wäre es, wenn eine Software an den Stellen, wo man beim Modellieren leicht Fehler einbaut, schon die Eingaben prüfen und eine Korrekturmöglichkeit anbieten würde? Mit dieser Überlegung sind die Entwickler bei Mensch und Maschine daran gegangen, das dritte Modul des beliebten MuM BIM Boosters zu programmieren. Entstanden ist eine Software, die vollständig in Autodesk Revit integriert ist und Fehler während des Modellierens oder bei einem späteren Prüflauf findet. Der große Vorteil: Anwender müssen das digitale Modell nicht erst im IFC-Format exportieren. Prüfen, Fehler finden und korrigieren geht schnell und einfach – direkt in der Autorensoftware.
Auch wenn die Modellprüfung aktiviert ist, bleibt die Performance von Revit vollständig erhalten. Der Trick: Die Entwickler haben die internen Prüfläufe im Hintergrund so gestaltet, dass sie nur dann arbeiten, wenn die Benutzer das Modell einen Moment lang „in Ruhe lassen“ – kurz nachdenken, einen Anruf entgegennehmen …
(Die Modellprüfung zeigt Fehler sowohl im Protokoll als auch im Modell gut erkennbar an. So lassen sie sich schnell berichtigen. Bild: Mensch und Maschine)
Projektbezogene Prüfungen
Die Software liefert Beispiele für so genannte Prüfpakete und die zugehörigen Revit-Projekte mit, so dass Neueinsteiger die „Regelwerke“ testen können. Diese lassen sich als Ausgangspunkt für die eigenen Projekte nutzen und anpassen. Regeln zu entwickeln, ist einfach. Administratoren können zum Beispiel feste Werte für bestimmte Parameter vorgeben – schließlich ist es für die spätere Auswertung entscheidend, ob ein Raum als „Büro“ oder „Buero“ gekennzeichnet ist. Ebenso lassen sich Listen gültiger Raumbezeichnungen oder anderer Werte speichern und für die Prüfung heranziehen. Die teilweise Übereinstimmung mit festen Werten ist ebenfalls möglich, so dass etwa „Büro01“, „Büro02“, „Büro27“ usw. als richtig erkannt werden; und auch Wertebereiche, zum Beispiel für einen Versatz, lassen sich definieren.
Viel mehr als Tippfehler finden
Die Hauptthemen der Prüfung sind „Parameter“, „Wandschichten“, „Brandschutz“, „Nordausrichtung“, „Elemente von Raum“ und „Elemente von Etage“. Dabei ist die Parameterprüfung vielfältig: BIM Booster prüft auf feste Werte oder teilweise Übereinstimmungen, auf vorgegebene Muster, die Software nutzt Wertetabellen und prüft Abhängigkeiten. So geht es eben nicht nur um die korrekte Schreibweise. Die Software stellt etwa fest, ob die modellierte Wanddicke tatsächlich mit dem in der Wandtypenbezeichnung integrierten Wert überein stimmt. Mit Prüftabellen lassen sich auch Abhängigkeiten vorgeben und kontrollieren. Der Prüflauf kann etwa alle Kupferrohre herausfiltern und feststellen, ob die modellierte Dämmung zum Durchmesser passt oder ob alle Rohbauwände mit den richtigen Ebenen verknüpft sind.
Die Wandschichtenprüfung hilft herauszufinden, ob etwa eine Trockenbauwand, die an einen Nassraum stößt, mit dem passenden Schutz versehen ist. Beim Brandschutz ermittelt die Software unter anderem, ob die Brandschutzklassen von Wänden, Türen und Fenstern zusammenpassen. Auch die Ausrichtung von Bauteilen lässt sich untersuchen. Die Funktion ist aufgrund einer Anforderung der Deutschen Bahn entstanden, deren Fahrkartenautomaten stets nach Norden ausgerichtet sein sollen, damit die Bildschirmanzeigen auch mittags lesbar sind. Heute stellt diese Funktion unter anderem auch die Südausrichtung von Solarpaneelen sicher. „Elemente von Raum“ kann die Anzahl von Steckdosen, Wasserhähnen, Heizkörpern, Waschbecken usw. vorgeben; „Elemente von Etage“ prüft beispielsweise, ob sich alle Türen in vollem Umfang auf der angegebenen Etage befinden.
Stand: 16.12.2025
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Fehler einfach korrigieren
Fehler aus dem Prüflauf werden in einem Protokoll zusammengefasst. Dabei zeigt die Software sowohl das fehlerhafte Element mit seiner eindeutigen Bezeichnung, weitere zur Identifizierung wichtige Angaben und den falschen Wert oder die falschen Werte. Die Nutzer können Fehler schon in diesem Protokoll berichtigen und „systematische“ Fehler – zum Beispiel „Buero“ statt „Büro“ – korrigieren. Natürlich ist es auch möglich, das Modell direkt anzuzeigen. Die Software hebt dann die als fehlerhaft erkannten Elemente grafisch hervor.
(Die BIM Booster Modellprüfung ergänzt den klassischen Ablauf, indem sie qualitativ bessere Fachmodelle ermöglicht. Bild: Mensch und Maschine)
Verlinkte Modelle
Auf Wunsch lassen sich verlinkte Modelle in die Prüfung einbeziehen. So kann man Teilprojekte einfach über das Hauptprojekt untersuchen oder das Fachmodell eines externen Planers einbinden und kontrollieren. Auf diese Weise verbessert sich die Qualität des Modells, das man im eigenen Haus entwickelt, ohne großen Aufwand. Bei der Koordination entstehen weniger „Issues“, die in zeitraubenden Korrekturläufen bearbeitet werden müssen.
Begeisterte Nutzer
Im Münchner Architekturbüro Hild und K sind die BIM-Experten überzeugt, dass die Software „eine immense Hilfe in [ihrem] Planungsalltag“ ist. Der beste Fehler sei derjenige, der umgehend nach der Entstehung pragmatisch und sicher korrigiert werden könne, sagt Henrik Thomä, Head of BIM. Genau für diese Korrektur habe man nun den BIM Booster Modellprüfung. So könne die Utopie von dem Fehler, der gar nicht erst passiere, etwas näher rücken.
MuM BIM Booster
Mensch und Maschine hat mit dem BIM Booster eine „Werkzeugkiste“ für Revit-Nutzer zusammengestellt, die das Modellieren in vielerlei Hinsicht vereinfacht. Neben dem Modul Modellprüfung sind die Module Planung und Kalkulation erhältlich. Das Modul Planung enthält etliche Funktionen für Architektur und Gebäudetechnik. Dazu gehören die automatisierte Auswertung der Ausbauflächen, Funktionen zum Imund Export von Auswertungen über Excel, eine Bibliothek zur Verwaltung von RevitFamilien, ein Raumbuch und vieles mehr.
Die TGA-Funktionen stellen beispielsweise sicher, dass alle Heizkörper angeschlossen sind, dass Parameter für die Heizungsauslegung ohne viel Zeichenarbeit zur Verfügung stehen, und dass die Zusammenarbeit mit Architekten und Statikern dank einer intelligenten Durchbruchsplanung einfacher wird. Das Modul Kalkulation erweitert Revit um eine 3D-Mengenermittlung, Bauteilfilter und die Möglichkeit des Datenaustauschs mit sämtlichen AVA-Systemen. Highlights sind die GAEB-Schnittstelle, die Ö-Norm, die BKI- und eBKP-Schnittstelle. Unternehmenseigene Datenbanken wie SAP und Oracle lassen sich anbinden. Thematische Auswertungen sind in Echtzeit möglich, zum Beispiel für Aufmaßpläne oder Nutzflächen nach DIN 276.