Forschungsprojekt DIANA Additive Fertigung stärkt Einsatzbereitschaft der Streitkräfte

Von Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Das Technologieunternehmen Roboze treibt mit dem Forschungsprojekt DIANA die Digitalisierung und dezentrale Fertigung in der Marine voran. Ziel ist es, Ersatzteile künftig direkt am Einsatzort zu produzieren, Lieferketten zu verkürzen und die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte deutlich zu erhöhen.

Das Forschungsprojekt DIANA soll neue technologische Infrastrukturen entwickeln, um die italienischen Streitkräfte und die Marine zu unterstützen. (Bild:  Roboze)
Das Forschungsprojekt DIANA soll neue technologische Infrastrukturen entwickeln, um die italienischen Streitkräfte und die Marine zu unterstützen.
(Bild: Roboze)

Roboze, eine globale Technologieplattform für die digitale Produktion missionskritischer Komponenten, gibt bekannt, dass sie das Forschungsprojekt DIANA (DIgitales partes Ad Necessitatem Armatorum) leitet. Dabei handelt es sich um ein industrielles Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das darauf abzielt, das Ersatzteilmanagement im maritimen Verteidigungssektor grundlegend zu verändern.

Das Projekt soll neue technologische Infrastrukturen entwickeln, um die italienischen Streitkräfte und die Marine zu unterstützen. Ziel ist es, die Einsatzbereitschaft von Marineeinheiten durch fortschrittliche Digitalisierung und dezentrale Fertigungsmodelle zu verbessern.

Forschungsprojekt DIANA: digitale Infrastruktur für missionskritische Ersatzteile

Das DIANA-Programm wird vom italienischen Verteidigungsministerium im Rahmen des Nationalen Militärischen Forschungsplans, verwaltet durch die Nationale Rüstungsdirektion, kofinanziert. Es wird von einem Konsortium aus Roboze, Donexit S.r.l. (ein Unternehmen der Tinexta Defence Group), Isotta Fraschini Motori S.p.A., NESST S.r.l. sowie dem Politecnico di Bari entwickelt. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Gianluca Percoco, ordentlicher Professor für Fertigungstechnologien und -systeme am Politecnico di Bari.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer sicheren digitalen Infrastruktur, die es ermöglicht, missionskritische Ersatzteile direkt nahe dem Einsatzort zu identifizieren, zu rekonstruieren und herzustellen. Dadurch soll die Abhängigkeit von langen und anfälligen Lieferketten reduziert werden.

Das DIANA-Programm umfasst:

  1. Identifikation beschädigter Komponenten an Bord von Marineeinheiten;
  2. digitale Rekonstruktion nicht verfügbarer Teile durch Reverse Engineering;
  3. technische Validierung von Modellen und Produktionsdaten;
  4. dezentrale Produktion in operativen Hubs oder containerbasierten Einheiten.

Sichere Verwaltung von Daten und Produktionsdateien

Dieser Ansatz geht über traditionelle Ersatzteillogistik hinaus, die auf Lagerhaltung und komplexen Lieferketten basiert. Stattdessen ermöglicht er die lokale und bedarfsgerechte Produktion von Komponenten direkt am Einsatzort.

„DIANA stellt einen wichtigen Schritt hin zu neuen Wartungsmodellen dar, die auf Digitalisierung und dezentraler Fertigung basieren. Diese Technologien besitzen einen hohen Dual-Use-Wert und können sowohl im Verteidigungsbereich als auch in zahlreichen zivilen Industrien Wirkung entfalten“, erklärt Prof. Percoco.

Als Projektleiter wird Roboze die Entwicklung und Integration der technologischen Plattform steuern und die Umsetzung von Hardware, Software und digitalen Prozessen koordinieren, die eine sichere, skalierbare und reproduzierbare Produktion missionskritischer Komponenten ermöglichen.

„Mit DIANA tragen wir zur Entwicklung einer neuen industriellen Infrastruktur für die operative Unterstützung von Flotten bei“, so Simone Cuscito, Chief R&D & Product Officer bei Roboze. „Durch Digitalisierung und additive Fertigung können wir die Produktion von Komponenten direkt an den Einsatzort verlagern, Reaktionszeiten drastisch verkürzen und die Einsatzbereitschaft von Marineeinheiten stärken.“

Nach Abschluss des Projekts soll gezeigt werden, wie dezentrale digitale Fertigung zu einem strategischen Element in der Instandhaltung im Verteidigungsbereich werden kann – und die lokale sowie sichere Produktion missionskritischer Komponenten selbst unter komplexen Einsatzbedingungen ermöglicht.

Weitere Informationen: https://www.roboze.com/en/

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