Ein neuer Bericht beleuchtet den Aufstieg der Schweiz zu einer führenden Deep Tech-Region, in der Start-ups einen Wert von 100 Milliarden US-Dollar schaffen.
Die Grafik zeigt den Wert des Deep Tech-VC-Fundings in US-Dollar von 2014 bis 2025
(Bild: Dealroom.co)
Der Swiss Deep Tech Report 2025 legt offen, dass die Schweiz jahrzehntelange wissenschaftliche Exzellenz in schnell wachsende Unternehmen umwandelt, die strategische technologische Lücken auf der ganzen Welt schließen. Während sich die Aufmerksamkeit oft auf Innovationszentren wie Silicon Valley, Berlin oder Paris konzentrierte, zeigen neue Daten von Dealroom.co und Startupticker in einem neuen Bericht, wie sich die Schweiz in aller Stille als ein im weltweiten Vergleich besonders fortschrittliches und effizientes Ökosystem etabliert hat.
Der Swiss Deep Tech Report 2025, eine Initiative von Deep Tech Nation Switzerland, bietet einen umfassenden neuen Datensatz und eine Analyse des entsprechenden Schweizer Ökosystems. Er entstand in enger Zusammenarbeit mit Dealroom.co, Startupticker und den Risikokapitalfirmen Founderful und Kickfund. Der Bericht bildet als der erste seiner Art die gesamte Bandbreite der Schweizer Performance ab – von Forschungseinrichtungen und Patenten bis hin zu Venture-Aktivitäten und Spätphasenergebnissen.
Die Ergebnisse des Berichts
Schweizer Deep-Tech-Unternehmen haben zusammen einen Unternehmenswert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar geschaffen.
Von 2019 bis 2025 hat die Schweiz 60% ihres gesamten Risikokapitals in Deep Tech investiert – mehr als jedes andere Land weltweit.
Im gleichen Zeitraum lag die Schweiz bei den Deep-Tech-VC-Finanzierungen pro Kopf an erster Stelle in Europa und an dritter Stelle weltweit, was sowohl auf eine starke inländische Forschungsbasis als auch auf zunehmendes internationales Kapital zurückzuführen ist.
Nahezu 96 % der Deep-Tech-Finanzierungsrunden in der Spätphase in der Schweiz wurden von globalen Investoren geleitet, wobei der Großteil des zugeflossenen Kapitals auf US- und EU-Firmen entfällt.
folgend auf Oxford und Cambridge sind zwei der vier führenden Universitäten, die Deep-Tech-Ausgründungen in Europa hervorbringen, Schweizer: die ETH Zürich und die EPFL in Lausanne.
1‘500 Deep Tech-Startups wurden analysiert
Der Bericht soll einen Maßstab für die Stärke des Ökosystems vermitteln und dessen globales Potenzial darstellen. Mit über 1‘500 analysierten Schweizer Deep-Tech-Start-ups und Daten aus mehr als fünf Jahren positioniert der Bericht die Schweiz nicht nur als Zentrum akademischer Exzellenz, sondern auch als Produzentin von wissenschaftsbasierten Innovationen und Venture-Ergebnissen im Weltmaßstab.
„Die Schweiz ist seit langem führend in der Grundlagenforschung, aber wir glauben, dass das nächste Jahrzehnt den Wissenschaftlern und Ingenieuren gehört, die diese Forschung in globale Unternehmen umsetzen“, sagt Alex Stöckl, Founding Partner bei Founderful.
"In diesem Bericht geht es darum, diesen Wandel sichtbar zu machen – die Geschichte der Schweizer Deep Tech in harten Daten zu erzählen und sie auf der Weltbühne klar zu positionieren. Founderful ist stolz darauf, diese Bemühungen anzuführen."
Neue Generation treibt den Wandel voran
Der Bericht hebt auch eine neue Generation von Schweizer Startups hervor, die diesen Wandel vorantreiben. KI/ML macht bereits 23 Prozent der seit 2021 gegründeten Unternehmenaus, und das entspricht nahezu einer Verdoppelung des bisherigen Anteils. Die Bereiche Klima & Energie, Robotik und TechBio sind jeweils mit hoher Geschwindigkeit gewachsen. Die Stärke dieser Kohorte spiegelt eine längere Pipeline wider, die sich an der Schnittstelle von akademischer Exzellenz, lokalem Unternehmertalent und zunehmender Unterstützung durch sektororientierte Investoren bildet.
Die internationale Sichtbarkeit dieser Start-ups nimmt rasch zu, aber das lokale Kapital - insbesondere in den späteren Phasen – bleibt begrenzt, eine Herausforderung, aber auch eine Investitionsmöglichkeit.
Raumfahrt und Life Sciences
Geraldine Naja, DirectorofCommercialisation, Industry and Competitivenessbei der European Space Agency (ESA), kommentiert: „Schweizer Start-ups sind wichtige Partner für Europas Ambitionen in den Bereichen Raumfahrt und Nachhaltigkeit, weil sie bereits in Bezug auf die Zuverlässigkeit von Missionen denken.“
Severin Schwan, Verwaltungsratspräsident von Roche, fügte hinzu: "Die Schweiz ist seit langem ein weltweiter Hotspot für biotechnologische Innovationen. Die außergewöhnliche Konzentration von Pharmakompetenz rund um Basel, kombiniert mit akademischer Exzellenz und Zugang zu Kapital, macht sie weiterhin zu einem der weltweit fruchtbarsten Böden für bahnbrechende biomedizinische Innovationen."
Stand: 16.12.2025
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Fast ein Drittel der Investitionen fließt in Startups
Die Investoren schichten ihr Kapital in die nächste Welle von KI-gestützten Vertikalen um. Im Jahr 2024 fließt fast ein Drittel aller Schweizer Deep-Tech-Finanzierungen in KI-Startups, von generativem Protein-Design und industrieller Autonomie bis hin zur Sicherheit von Stiftungsmodellen – eine Verdreifachung gegenüber 2020. Dieser Finanzierungsschub wird durch eine wachsende Gruppe von Unternehmen in der Wachstumsphase wie Scandit, Distalmotion und Climeworks ergänzt. Das unterstreicht die Fähigkeit der Schweiz, wichtige Erkenntnisse aus dem Labor in unternehmenskritische Produkte für Fortune-500-Kunden umzusetzen.
Chris Keller, Managing Director Central Europe bei AWS, erklärt: "Die Schweiz steht an der Spitze der globalen KI-Innovation, mit den höchsten KI-Patenten pro Kopf und einem der dynamischsten Startup-Ökosysteme."
Verlässlicher Überblick mit noch mehr Daten
Die Autoren des Berichts planen, den Datensatz zu vertiefen und die Leistung des Sektors in wichtigen Zentren wie Zürich, Lausanne, Genf und Basel zu verfolgen. Das Ziel ist es, Gründern, Investoren und politischen Entscheidungsträgern einen verlässlichen Überblick über den Fortschritt zu geben – und ein starkes Argument für die Führungsrolle der Schweiz im Bereich Deep Tech zu liefern, wenn mehr Schweizer Deep-Tech-Startups eine gewisse Größe erreichen.
Der vollständige Bericht steht hier zum Download bereit.