Neues Konzept für Umlenksysteme Kugelgewindetriebe flexibel auslegen und produzieren

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

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Die Kammerer Gewindetechnik GmbH & Co. KG hat ein neues Konzept für die Umlenkungen in den Kugelgewindemuttern entwickelt. Es ermöglicht hohe Flexibilität bei der Auslegung der Kugelgewindetriebe und der Produktion der Umlenksysteme, bei gleichzeitig verringerten Herstellkosten.

Axiales Umlenkstück von außen (Bild:  Joshua Rzepka für Kammerer)
Axiales Umlenkstück von außen
(Bild: Joshua Rzepka für Kammerer)

Das Umlenksystem eines Kugelgewindetriebs führt die Kugeln am Ende der Mutter zurück, sodass sie kontinuierlich im Kreis laufen und nicht aus der Mutter fallen. Bei der internen Umlenkung laufen die Kugeln im Inneren des Muttergehäuses, während bei der externen Umlenkung die Kugeln über eine äußere Rohrleitung geführt werden. Umlenksysteme sorgen dafür, dass Kugelgewindetriebe dauerhaft verschleißarm arbeiten, hohe Laufruhe bieten und präzise Bewegungen ermöglichen.

Was der Markt für Kugelgewindetriebe verlangt

„Der Markt für Kugelgewindetriebe erfordert anwendungsgerechte Umlenkungen bei hoher Flexibilität für Vertrieb und Produktion“, erklärt Andreas Rombach, Produktmanager bei Kammerer in Hornberg. „Unterschiedliche Anforderungen bei Umlenkungen sind zum Beispiel begrenzter Bauraum, Mindest-Wandungsstärken, Belastungsoptimierung, Maximierung der Kraftübertragung oder spezielle Materialvorgaben wie in der Lebensmittelindustrie. Neben diesen technischen Anforderungen müssen wir aber auch unsere Wettbewerbsfähigkeit mit einer zügigen Angebotserstellung, günstigen Produktionskosten und kurzen Lieferzeiten berücksichtigen.“

Radialumlenkstück von innen. (Bild:  Joshua Rzepka für Kammerer)
Radialumlenkstück von innen.
(Bild: Joshua Rzepka für Kammerer)
Auf dem 3D-Drucker hergestellte Einzelumlenkung (links) und das nach Modifizierung und Freigabe aus Stahl gefertigte Teil (rechts). Charakteristisch für die Einzelumlenkung sind die komplexen Kurven und Konturen, welche berechnet, konstruiert und gefertigt werden müssen. (Bild:  Joshua Rzepka für Kammerer)
Auf dem 3D-Drucker hergestellte Einzelumlenkung (links) und das nach Modifizierung und Freigabe aus Stahl gefertigte Teil (rechts). Charakteristisch für die Einzelumlenkung sind die komplexen Kurven und Konturen, welche berechnet, konstruiert und gefertigt werden müssen.
(Bild: Joshua Rzepka für Kammerer)

Axiale Umlenkungen für kompakte Bauform

Daraus entstand beim Schwarzwälder Gewindetechnikspezialisten die Forderung, die Auslegung und Produktion der Umlenkstücke in unterschiedlichen Ausführungen zu optimieren. Nach dem neuen Konzept werden nun Einzelumlenkungen, axiale und radiale Gesamtumlenkungen und externe Umlenkungen hergestellt. Jede Variante hat ihre Vorteile: Einzelumlenkungen sind kompakter und einfacher aufgebaut, Gesamtumlenkungen präziser und ruhiger bei hohen Lasten. Axiale Umlenkungen erlauben eine kompakte Bauform und hohe Laufruhe, während radiale Umlenkungen eine robuste Konstruktion gestatten, meist jedoch mehr Bauraum benötigen.

Die Umlenkstücke werden auf einer neuen Maschine hergestellt, die einen automatisierbaren Zerspanungsprozess mit nahezu freier Materialwahl ermöglicht.

Effizienter Fertigungsprozess mit vielseitig einsetzbaren Werkzeugen

Das Rohmaterial wird über ein Lademagazin automatisch zugeführt und die fertigen Teile über ein Förderband mit Schlag- und Korrosionsschutz abgeführt. Der Fertigungsprozess ist effizient konzipiert; die benötigten Werkzeuge sind vielseitig einsetzbar. Zur Qualitätssicherung werden die Bauteile bereits während der Fertigung automatisch mit einem taktilen Messverfahren gemessen. Zusätzlich prüft ein optisches 3D-Messsystem die Umlenkungen außerhalb der Maschine in einem temperaturkontrollierten Messraum, was kurze Messzeiten und hohe Genauigkeit gewährleistet.

Kugelgewindetriebe: Die Kosten im Blick

„Mit dem neuen Konzept und Kammerers Know-how in Konstruktion, Produktion und Qualitätssicherung erzielen wir hohe technische Flexibilität“, sagt Rombach. „Für die vertriebliche Flexibilität sorgen unsere Vertriebstechniker, die sehr anwendungsorientiert arbeiten.“ Mithilfe eines Kalkulationsprogramms, das sich an Kundenvorgaben wie Anwendungsparametern und Zeichnungen orientiert, lassen sich die Umlenkungen optimal und unkompliziert auslegen. „Denn neben der technischen Optimierung für die Anwender müssen wir als Hersteller immer die Produktionskosten im Blick behalten, um letzten Endes attraktive Preise anbieten zu können.“

Weitere Informationen: https://www.kammerer-gewinde.de/

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