Der Automatisierungsspezialist Lenze zeigt, wie das Zusammenspiel von IT und OT den Maschinenbau wettbewerbsfähiger macht.
(Quelle: Lenze SE)
Der Maschinen- und Anlagenbau ist ein Zugpferd der Wirtschaft und hält Millionen Menschen in Lohn und Brot. Die Auftragsbücher? Gut gefüllt. Die Mitarbeiterauslastung? Hoch. So weit, so gut – doch die Konjunktur schwächelt. Die Sorgenfalten der Branchenvertreter werden größer. Denn hohe Kosten und Innovationsdruck stellen den Maschinenbau vor enorme Herausforderungen. Lenze adressiert mit seinen Lösungen die drei großen „Baustellen“: Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung. Das Unternehmen setzt dabei auf Smart Data und die offene Automatisierungsplattform Nupano. Der Automatisierungsspezialist zeigt auf der Hannover Messe 2023 in Halle 7, Stand D28, wie sich über den gesamten Maschinen-Lebenszyklus durch die konkrete Nutzung von Informationstechnologie (IT) und Smart Data, Engineering-Zeit sparen, Energieverbräuche senken und Ressourcen schonen lassen.
Maschinenbau differenziert sich durch digitale Zusatzangebote und Geschäftsmodelle
Der wirtschaftliche Erfolg von Maschinenbauern wird zunehmend von der Fähigkeit bestimmt, sich durch digitale Zusatzangebote und neue Geschäftsmodelle zu differenzieren. „Wer nicht mitzieht, wird wachsende Erlösströme an Softwareunternehmen abgeben und allmählich zum Teilelieferanten degradiert“, erklärt Werner Paulin, Head of New Automation Technology bei Lenze. Leider fehlen hierfür jedoch im Maschinenbau häufig entsprechende IT- und Programmierkenntnisse, insbesondere auf Seiten der KMU.
Diese Situation beschäftigt auch Friedhelm Drünker, Entwicklungsleiter in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen. Drei Entwicklerstellen hat er gerade ausgeschrieben. Bewerbungen? Eine. Zu wenig für die Aufgaben, die auf ihn und sein Team zukommen. Wie schafft er es, am Ball zu bleiben – und mehr noch: den Wettbewerbern ein Stück voraus zu sein? Drünker denkt an eine KI-basierte App auf Maschinenebene, welche die Energieeffizienz seiner Maschinen erhöht. Gleichzeitig jedoch ist er ratlos, wie er seine Serienmaschinen mit einer Vielzahl von Apps bestücken und passende Versionen miteinander kombinieren kann.
Wettbewerbsvorteile für den Maschinenbau
Drünker informiert sich: Die mehrheitliche Antwort in der Automatisierungsindustrie auf die Generierung neuer Erlösströme bei sich verschärfendem Fachkräftemangel heißt „Plattform“. Bei vielen Anbietern entstehen vermeintlich offene Plattformen, Marktplätze und Ökosysteme. Was dabei allen gemein ist: Die Probleme von Friedhelm Drünker lösen sie in der Regel nicht. Denn sie erlauben es ihm nicht, EIGENE Zusatzservices in die Maschine zu integrieren und zu verwalten – im Gegensatz zu Nupano von Lenze. „Mit der Open-Automation-Plattform Nupano bietet Lenze eine Schlüsseltechnologie, für deren Nutzung nicht einmal IT-Kenntnisse nötig sind. Damit grenzt sich unsere Plattform von anderen im Markt deutlich ab“, erklärt Annekatrin Konermann, Produktmanagerin Nupano bei Lenze.
Nupano gibt Maschinenbauern die Möglichkeit, Innovationen in die Maschine zu bringen und das Potenzial der Digitalisierung auf Maschinenebene für sich zu erschließen. Lenze setzt dabei auf offene Standards, einfache Handhabung und höchste Sicherheit zum Schutz des Know-hows. „Bei der Entwicklung haben wir von Beginn an nach ‚Security by Designʻ gearbeitet. Der Source-Code der in Nupano gemanagten Apps bleibt zu jeder Zeit beim Nutzer. Nutzer können ihre Applikationen öffentlich bereitstellen, müssen dies aber nicht tun. Über das wachsende Partnernetzwerk kann man dennoch auf öffentliche Apps zugreifen“, erläutert Annekatrin Konermann.
Offene IT-Standards und einfache Handhabung
Das ermöglicht auch Drünker und seinem Team, mit jedem beliebigen IT-Unternehmen zusammenzuarbeiten, und dabei Plattform- und Hardware-unabhängig innovative, digitale Applikationen für seine Maschinen zu entwickeln. Applikationen lassen sich auf der Plattform gemeinsam testen, es entstehen ein Release-Workflow und eine Life-Cycle-Strategie für den gesamten Maschinen- und Anlagenpark seines Kunden. „Wir liefern ein Life-Cycle-Management für alle Apps und deren Versionen mit. Das ist ein großer Vorteil von Nupano“, versichert Werner Paulin.
Das Maschinen- und App-Management bietet Platz für firmeninterne Applikationen und für öffentliche Softwarebausteine. „Unsere Kunden fordern von einer Plattform einen Wettbewerbsvorteil. Sie wollen keine öffentlichen Commodity-Apps herunterladen“, so Annekatrin Konermann. Die Kontrolle und den Überblick über die Apps behält Drünkers Team mithilfe des Nupano-Lifecycle-Managements. Darüber hinaus können sie die Applikationen auf eine Maschine individualisieren, ohne programmieren zu müssen (No Code).
Stand: 16.12.2025
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Smart Data machen Maschinen effizienter und nachhaltiger
Auf Nupano findet der Kunde jetzt beides – die Applikationen sowie die Übersicht seiner Maschinen als digitale Zwillinge. Per Drag and Drop verheiratet der Anwender somit die OT und die IT-Welt. „Wir müssen die Softwarebausteine einfach und effizient in über 1'000 oder mehr Maschinen pro Jahr bringen, sonst liefern wir keinen Mehrwert für den Kunden“, unterstreicht Paulin. Über den digitalen Zwilling im System gelangen die Anwendungen in einen Industrie-PC, in dem sie ausgeführt werden.
Nupano zeigt: Lenze denkt ganzheitlich und führt die operative Technologie (OT) mit moderner IT zusammen. Das weiß auch Friedhelm Drünker zu schätzen. Denn die offene Automatisierungsplattform steigert die Qualität, Produktivität, Nachhaltigkeit und Effizienz seiner Maschinen erheblich.
Smart Data decken den gesamten Lebenszyklus der Maschine ab – von der effizienten Planung über die Umsetzung und den sicheren Betrieb bis hin zum einfachen Recycling. Somit ist es möglich, komplexe Prozesse und Systeme in virtueller Umgebung zu planen und zu simulieren. Mögliche Probleme lassen sich daher im Vorfeld erkennen oder energetische Optimierungen durchführen. Für Maschinenbauer bedeutet diese Verbindung aus OT und IT weniger Aufwand, weniger Energieverbrauch – und möglicherweise mehr Umsatz.