Spritzgießmaschinen bei Wissner Mit Holzmehl durch die Standardschnecke

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Lehrmittelhersteller Wissner setzt auf Rezyklate und Spritzgießmaschinen von KraussMaffei. Das Recycling-Material Re-Wood wird auf der CX-Baureihe des Kunststoffspezialisten verarbeitet.

Mit Liebe zum Detail. Re-Wood erobert sich dank seiner guten Eigenschaften zunehmend auch die nationale und internationale Welt der Brettspiele.(Bild:  KraussMaffei)
Mit Liebe zum Detail. Re-Wood erobert sich dank seiner guten Eigenschaften zunehmend auch die nationale und internationale Welt der Brettspiele.
(Bild: KraussMaffei)

In der Schule an der Tafel – das große Ein-Meter-Lineal in der Hand: Viele hatten schon Kontakt mit den Produkten der Wissner GmbH. Das Unternehmen ist auch ein technologischer Vorreiter und hat mit Re-Wood sein eigenes Recyclingmaterial geschaffen. Verarbeitet wird es auf Spritzgießmaschinen der CX-Baureihe von KraussMaffei – mit Standardplastifizierung.

Recyclingmaterial wird auf Spritzgießmaschinen der CX-Baureihe verarbeitet

Der deutsche Mittelstand ist familiengeführt, denkt in Generationen und ist auf Nachhaltigkeit bedacht. Dies trifft sich mit den Interessen von Eltern. Sie wünschen sich die Produkte für ihre Kinder natürlich, dauerhaft und vor allem gebrauchssicher. Die Wissner GmbH (Bensheim) vereint alles: Ihre Lehrmittel und Spiele entstehen zum überwiegenden Teil aus Re-Wood, einem selbst entwickelten Recycling-Werkstoff. Für ihn müssen keine zusätzlichen Bäume gefällt werden, denn die Basis bildet regionales Holzmehl. Kombiniert mit einem Bindemittel, entweder Recycling-Kunststoff oder Biopolymer, bringt Wissner es auf Granulatgröße und an die Spritzgießmaschinen – allesamt CX von KraussMaffei mit Schließkräften von 500 bis 1‘300 kN.

Blick in die Produktion: Die CX-Maschinen von KraussMaffei meistern die anspruchsvolle Verarbeitung von Holzmehl mit einer Standard-Plastifizierung.
(Bild: KraussMaffei)

Durch seinen 80-prozentigen Holzanteil verfügt Re-Wood über andere physikalische Eigenschaften als reine Kunststoffe. Die Verarbeitung gelingt dennoch in einer Standard-Plastifizierung, ganz ohne Anpassungen bei Schneckengeometrie oder Rückstromsperre. Für die Spritzparameter ist vor allem eines zu beachten: Re-Wood schwindet nicht – beim Nachdruck sollte man also vorsichtig sein.

Re-Wood-Produkte: zu 100 Prozent recyclierbar

Anders als Echtholz überstehen Bausteine aus Re-Wood Reinigungsgänge in der Spülmaschine, sie sind sehr fest, nahezu unendlich haltbar und, falls doch einmal abgenutzt, immer wieder recycelbar. Wissner nimmt dafür sogar nicht mehr benötigte Re-Wood-Produkte wieder zurück. Beschichten lassen sich Bauklötze & Co. beispielsweise per Trommellackierung, auch die Bedruckung ist möglich. Daneben verarbeitet Wissner Re-Plastic, das zu 100 Prozent aus aufbereiteten Post-Consumer-Abfällen besteht.

Treiben die Entwicklung nachhaltiger Lehr- und Spielmittel gemeinsam voran (v.l.): Jörn Wissner, Simon Hagemann, Jess Wissner, Jürgen Wissner (alle Wissner GmbH) und Peter Meisel, Regional Sales Manager KraussMaffei.
(Bild: KraussMaffei)

Als das Unternehmen vor rund zehn Jahren anfing, Re-Wood zu entwickeln, legte man Wert auf regionale Rohstoffe, umweltschonende Herstellung, Schadstofffreiheit und Langlebigkeit. Stabil und speichelecht sollte es zusätzlich sein – schließlich sind die Produkte auch für kleine Kinder gedacht. Holz und Kunststoff zu kombinieren, war angesichts der Firmengeschichte ein fast logischer Schritt, denn Wissner startete 1976 als Schreinerei, später folgte die Kunststoffverarbeitung und 2007 zogen die ersten CX-Maschinen von KraussMaffei ein. Rund 25 Mitarbeiter fertigen Artikel wie geometrische Körper, Rechenstäbchen oder Steckwürfel. Der traditionelle Schwerpunkt liegt auf Lehrmitteln für Schulen und Kindergärten, wobei der Spielebereich immer mehr an Bedeutung gewinnt.

80 Prozent Exportanteil

Neben eigenen Produkten wie dem Zahlenspiel „Hexagon“ bietet Wissner seine Kompetenzen auch großen Playern der Spieleindustrie an. Die Branche ist derzeit insgesamt bestrebt, Produktionsprozesse aus Südostasien wieder nach Europa zurückzuverlagern. So gibt es die bekannten Halma-Männchen jetzt aus Re-Wood in den besonderen Farben lila und natur. Insgesamt 80 Prozent des Wissner-Umsatzes kommen aus dem Ausland. Die Preisgestaltung muss also auch für weniger wohlhabende Regionen attraktiv sein. Die effiziente Verarbeitung des Zukunftsmaterials Re-Wood auf den CX-Maschinen bildet dafür die Voraussetzung.  

Weitere Informationen:  http://krausmaffei.com/

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung