Die OPC Foundation (OPCF) gibt bekannt, dass ihre Field Level Communications (FLC) Initiative die ersten OPC UA Field eXchange (UAFX) Spezifikationen veröffentlicht hat.
(Quelle: Funtap/stock.adobe.com)
Die OPC Foundation gibt die OPC UA Field eXchange (UAFX) Spezifikationen frei.
Die Veröffentlichung der UAFX-Spezifikationen soll den Beginn einer neuen Generation sicherer, auf offenen Standards basierender Kommunikation in der Feldebene einläuten.
Die OPC Foundation (OPCF) gibt bekannt, dass ihre Field Level Communications (FLC) Initiative die ersten OPC UA Field eXchange (UAFX) Spezifikationen veröffentlicht hat. Sie bilden die Grundlage für die Nutzung von OPC UA in der Feldebene. Die UAFX-Spezifikationen, an denen vier Jahre lang gearbeitet wurde, sind von den OPCF-Mitgliedern eingehend geprüft worden. Zudem haben sie ein umfangreiches Prototyping durchlaufen. Somit ist sichergestellt, dass ihre Implementierungen herstellerübergreifende Interoperabilität gewährleisten. Automatisierungsanbieter können nun damit beginnen, die UAFX-Funktionalität in entsprechende Produkte und Lösungen zu integrieren. Endanwender können sich darüber hinaus auf die Vorteile freuen, die UAFX-basierte Feldkommunikation bietet.
Die veröffentlichten UAFX-Spezifikationen bestehen aus vier Teilen, die sich auf den Austausch von Prozess- und Konfigurationsdaten zwischen Automatisierungskomponenten konzentrieren. Die Spezifikationsteile verwenden OPC UA Client/Server und PubSub-Erweiterungen in Kombination mit Peer-to-Peer-Verbindungen und einer Basisdiagnose:
Part 80 (OPC 10000-80) gibt eine Einführung und einen Überblick in die grundlegenden Konzepte der Verwendung von OPC UA für die Kommunikation auf der Feldebene.
Part 81 (OPC 10000-81) spezifiziert das Basisinformationsmodell und die Kommunikationskonzepte, um die verschiedenen Use Cases und Anforderungen der Fabrik- und Prozessautomatisierung zu erfüllen.
Part 82 (OPC 10000-82) beschreibt Netzwerkdienste, wie beispielsweise Topologie-Erkennung und Zeitsynchronisation.
Part 84 (OPC 10000-84) definiert das Controller-Profil mit Details zur Erfüllung der Konformitätsanforderungen.
Dieses erste Release bildet die Grundlage für entsprechende Spezifikationserweiterungen. Anschließend sollen auch die Use Cases Controller-to-Device (C2D) und Device-to-Device (D2D) abgedeckt werden. Dazu gehören die Entwicklung von Anwendungsprofilen für Geräte zur Bewegungssteuerung und -regelung, Feldinstrumente und E/A-Peripherie.
Interoperabilitätsdemo für UAFX-Spezifikationen
Auf der diesjährigen SPS in Nürnberg wird eine herstellerübergreifende UAFX-Interoperabilitätsdemo gezeigt, die Komponenten von insgesamt 20 Herstellern kombiniert. Beteiligt sind die Firmen ABB, Beckhoff, Bosch Rexroth, B&R, Emerson, Festo, Honeywell, Hirschmann/Belden, Huawei, Keba, Kuka, Mitsubishi, Moxa, Omron, Phoenix Contact, Rockwell Automation, Schneider Electric, Siemens, Unified Automation, Wago und Yokogawa.
Der Fokus der Interoperabilitätsdemo liegt auf der horizontalen Kommunikation zwischen Steuerungen von Drittanbietern, das heißt der Controller-to-Controller-Kommunikation (C2C). Unter Verwendung der UAFX-Erweiterungen tauschen die Steuerungen Prozessdaten mit Hilfe von UAFX-Verbindungen und PubSub-Mechanismen über UDP/IP und kabelgebundenes Ethernet, Ethernet TSN und 5G-Funkverbindungen aus. Die UAFX-Verbindungen nutzen dazu die UAFX-Publisher- und UAFX-Subscriber-Funktionalität. Die Steuerungen werden über die integrierte oder eigenständige UAFX Connection Manager-Software konfiguriert und miteinander verbunden. Siemens und Unified Automation haben die in dieser Demonstration verwendeten UAFX Connection Manager implementiert. Alle Steuerungen lassen sich in Echtzeit über ein zentrales Dashboard überwachen. Es visualisiert den Status, ausgewählte Prozessdaten sowie andere Informationen aus dem UAFX-Asset-Information-Modell für jede Automatisierungskomponente.
Peter Lutz, Director Field Level Communications der OPC Foundation, sagt: „Wir freuen uns über die Fortschritte, die unsere Arbeitsgruppen in den letzten Monaten gemacht haben. Die Veröffentlichung der ersten Version der UAFX-Spezifikation und eine beeindruckende Multivendor-Live-Demo sind wichtige Erfolge, denn die Spezifikationen sind nun so ausgereift, dass echte Produkte implementiert und Konformitätstests umgesetzt werden können.“
Technische Arbeitsgruppen: Spezifikationsinhalte für die Erweiterung des OPC UA-Frameworks
Seit dem Start der Field Level Communications Initiative im November 2018 haben sich mehr als 320 Experten aus über 65 Mitgliedsunternehmen der OPC Foundation an den verschiedenen technischen Arbeitsgruppen beteiligt. Gemeinsam legen sie dabei die technischen Konzepte fest. Sie erarbeiten zudem Spezifikationsinhalte für die Erweiterung des OPC UA Frameworks auf die Feldebene. Dazu gehören auch Determinismus, Motion, Instrumentierung und funktionale Sicherheit.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Thomas Brandl von Bosch Rexroth, der den Vorsitz des Lenkungsausschusses der Field Level Communications Initiative inne hat, kommentiert: „Es ist bemerkenswert, wie viele Unternehmen - einschließlich aller großen Automatisierungsanbieter und Schlüsseltechnologieanbieter auf der ganzen Welt - zu unserer Initiative beitragen und wie konstruktiv alle Experten zusammen arbeiten, um das gemeinsame Ziel, OPC UA in die Feldebene zu bringen, voranzutreiben.“
Stefan Hoppe, Präsident der OPC Foundation: „Herzlichen Glückwunsch an alle, die an diesen Spezifikationen mitgewirkt haben. OPC UA dient aufgrund seiner Vielseitigkeit, Sicherheit und Herstellerunabhängigkeit bereits als Kommunikations-Backbone in verschiedenen Initiativen der Prozess- und Fabrikautomation. In einem ersten Schritt schließen die UAFX-Erweiterungen die Lücke der standardisierten horizontalen Steuerung-zu-Steuerung-Kommunikation und werden von vielen anderen Organisationen als Basistechnologie referenziert werden.“