Electronics Digital Twin-Plattform von Synopsys Physische KI-Systeme mit mehr Tempo entwickeln

Verantwortliche:r Redakteur:in: Andreas Müller 3 min Lesedauer

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Mit der neuen Electronics Digital Twin-Plattform ermöglicht Synopsys die virtuelle Entwicklung und Validierung komplexer elektronischer Systeme bereits vor der Hardwareverfügbarkeit. Besonders in der Automotive-Branche sollen so Entwicklungszyklen deutlich verkürzt und Innovationen beschleunigt werden.

(Bild:  Synopsys)
(Bild: Synopsys)

Das Unternehmen Synopsys hat die Synopsys Electronics Digital Twin (eDT) Plattform vorgestellt. Die offene Lösung soll die Erstellung, Verwaltung und Nutzung elektronischer digitaler Zwillinge beschleunigen, die für die Entwicklung moderner softwaredefinierter Produkte und Physical-AI-Systeme entscheidend sind.

INfo: Electronics Digital Twin-Plattform

  • offene Plattform zur Erstellung, Bereitstellung, Verwaltung und Nutzung von Electronics Digital Twins (eDTs) und zur Förderung einer integrierten Zusammenarbeit über Elektronik-, Software- und Systementwicklung hinweg.

  • vorintegrierte Lösungen von Synopsys und Partnern bieten sofort nutzbare cloudbasierte Entwicklungsumgebungen, die Entwicklungskosten senken, die Produktqualität erhöhen und Innovation beschleunigen.

  • Fokus auf Automotive-Anwendungen: OEMs können bis zu 90 % der Softwarevalidierung durchführen, bevor Hardware verfügbar ist, wodurch Entwicklungszyklen deutlich verkürzt werden.

Mit einem ersten Fokus auf hochwertige Automotive-Anwendungen ermöglicht die Plattform Automobilherstellern, bis zu 90 % der Softwarevalidierung vor der Verfügbarkeit von Hardware zu erreichen. Durch das sogenannte „Shift-Left“-Prinzip werden Softwareentwicklung und Systemintegration früher in den Entwicklungsprozess verlagert, was Kosten senkt und die Markteinführungszeit reduziert.

Automotive-Industrie treibt Einsatz digitaler Zwillinge voran

„Volvo Cars setzt zunehmend auf ganzheitliche Fahrzeugvalidierung und bringt diese bereits in die frühesten Entwicklungsphasen ein“, erklärte Johannes Foufas, Technical Manager Software Factory bei Volvo Cars.

„Ein zentraler Bestandteil dieser Transformation ist unser Einsatz elektronischer digitaler Zwillinge gemeinsam mit Synopsys. Mit virtualisierten ECUs können unsere Teams Tests und Validierungen vorziehen, noch bevor Hardware existiert. Dadurch reduzieren wir Entwicklungskosten, verbessern die Softwarequalität und beschleunigen Innovationen über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus.“

Laut Ravi Subramanian, Chief Product Management Officer bei Synopsys, stehen Automotive-Engineering-Teams unter enormem Druck: Moderne Fahrzeuge enthalten mehr als 600 Millionen Codezeilen, hunderte Softwarelieferanten und müssen gleichzeitig immer kürzere Entwicklungszyklen bewältigen. Die Entwicklung intelligenter Systeme – von Fahrzeugen bis zu KI-Fabriken – erfordere einen neuen Ansatz, der Siliziumdesign, Softwareverhalten und Systemvalidierung von Beginn an miteinander verbinde.

eDT Labs ermöglichen virtuelle Entwicklung und Validierung

Mit der Plattform können Unternehmen cloudbasierte eDT Labs konfigurieren – Entwicklungsumgebungen mit vorintegrierten Synopsys-Technologien, Open-Source-Tools, Modellen, Software und skalierbarer Rechenleistung.

Diese unterstützen unter anderem folgende Anwendungsfälle:

  1. frühe Bewertung neuer System-on-Chip- oder Mikrocontroller-Architekturen durch virtuelle Prototypen;
  2. früher Start der Softwareentwicklung noch vor der Hardwareverfügbarkeit; 
  3. Systemvalidierung in Continuous-Integration- und Test-Workflows zur Verbesserung der Softwarequalität;
  4. kollaborative Softwareentwicklung zwischen OEMs, Zulieferern und Tool-Anbietern.

Offenes Technologie-Ökosystem mit Partnern

Die Plattform kombiniert Synopsys-Technologien mit Lösungen aus einem breiten Partner-Ökosystem. Dazu gehören unter anderem:

  1. Virtualisierungs- und KI-Technologien sowie Debug- und Testtools von Synopsys;
  2. Systemkomposition über das Open-Source-SIL-Kit von Vector und Synopsys;
  3. vorintegrierte Technologien wie Silicon Models, Simulationstools und Software-IP.

Zu den wichtigsten Partnern zählen unter anderem Arm, Amazon Web Services und Vector Informatik. Die Plattform kann flexibel in der Cloud betrieben werden, beispielsweise auf der Infrastruktur von AWS mit Graviton4-Prozessoren, die die notwendige Rechenleistung für komplexe Fahrzeug- und Systemsimulationen liefern.

Digital Twins verkürzen Entwicklungszyklen

Da moderne Fahrzeuge zunehmend softwaredefiniert sind, wird ein Virtual-first-Ansatz immer wichtiger. Digitale Zwillinge ermöglichen es, komplexe Systeme virtuell zu entwickeln, zu testen und zu validieren, bevor physische Prototypen gebaut werden. Durch diesen Ansatz können Unternehmen:

  1. Entwicklungszyklen deutlich verkürzen;
  2. Kosten für physische Prototypen reduzieren;
  3. Softwarequalität und Systemsicherheit verbessern;
  4. Innovationen schneller in die Produktion bringen;

Verfügbarkeit der Electronics Digital Twin Plattform

Unternehmen können sich bereits jetzt an Synopsys wenden, um die Electronics Digital Twin Plattform einzusetzen.

Weitere Informationen: https://www.synopsys.com/edt

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