Autodesk Vault Autodesk Vault: Mit dieser Zusatzapplikation viel Zeit sparen

Ein Gastbeitrag von Roswitha Menke 4 min Lesedauer

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Autodesk Vault: Wenn für ein Projekt viele Zeichnungen in unterschiedlichen Formaten nötig sind, wird das Handling schnell kompliziert. Die Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG, ein Spezialist für den Bau von Innenauskleidungen von Aufzugskabinen und Aufzugsportalen, nutzt die Software PDM Booster von Mensch und Maschine (MuM) und reduziert dadurch die Zeit für administrative Arbeiten.

(Bild:  Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG)
(Bild: Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG)

Die Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG in Köln entwickelt und produziert Innenauskleidungen für Aufzugskabinen und Aufzugsportale. Die Projekte sind zwischen Maschinen- und Stahlbau angesiedelt, mit Schnittstellen zur Architektur. Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeitende, fünf davon in der Konstruktion. Das Laserschneiden und Kanten der Bleche geschieht im eigenen Haus; zugekauft werden Beleuchtungskörper, Handläufe, Steinplatten, Glas usw. Für Aufzugskabinen gelten hohe Sicherheitsstandards; gleichzeitig geben Architekten und Bauherrschaften die Optik vor: Die Konstrukteurinnen und Konstrukteure müssen alle Anforderungen erfüllen.

Autodesk-Vault und MuM: ein leistungsstarkes Team

Die Software Tools bei Lückerath stammen seit vielen Jahren aus dem Hause Autodesk: Inventor für die 3D-Konstruktion der Kabinen, AutoCAD für die Zeichnung der weitgehend zweidimensionalen Mauer-Umfassungszargen (Aufzugsportale) und Vault für das Daten-Management. Als ein neuer Partner für Lizenzmanagement, Schulung und Beratung für den Software-Bereich gesucht wurde, wandte sich Martin Schwarberg aus dem technischen Büro bei Lückerath an MuM. Er hatte aus früheren Kontakten zwar gewusst, dass er bei MuM für verschiedene Themen – Stahlbau, Maschinenbau, Architektur, CAD, Datenverwaltung usw. – verschiedene Ansprechpartner hat, die ihre Themen gut kennen – wie tief dieses Expertenwissen tatsächlich ist, verblüffte ihn dann allerdings doch.

Mauer-Umfassungszargen: Luxusproblem in 2D?

Nachdem die brennenden Lizenzfragen geklärt waren, fragte Martin Schwarberg bei MuM nach einer Lösung für ein scheinbares Luxusproblem: die Mauerumfassungszargen. Wer auf eine Aufzugsanlage zugeht, bemerkt in der Regel nicht, welche Anforderungen Fertigung und Montage an die Konstrukteure und Ausführenden stellen: Der Betonbau weist deutlich größere Toleranzen auf, als es zum Beispiel im Maschinenbau der Fall ist. Die Unterschiede liegen oft im Zentimeterbereich. Das bedeutet: Es gilt, die Maße für die in der Regel aus zwei Schichten bestehenden Belegungen für jedes Stockwerk einzeln auszumessen und die Zeichnungen entsprechend anzupassen.

Innenauskleidungen für Aufzugskabinen und Aufzugsportale.(Bild:  Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG)
Innenauskleidungen für Aufzugskabinen und Aufzugsportale.
(Bild: Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG)

Viele zeitaufwändige, manuelle Arbeiten

Dabei entstehen pro Bauvorhaben eine Fülle von Zeichnungen: Pro Stockwerk fallen mehrere PDF-Dateien für die Fertigung an. Zusätzlich gilt es, DXF-Dateien für die Laser-Schneidemaschine zu generieren. Diese Zeichnungen werden in der Regel ausgedruckt. Bislang wurden diese Dateien manuell zusammengestellt, und auch die Druckjobs wurden von Hand gestartet. Schon bei einem kleinen Bauvorhaben mit einer einfachen Auskleidung dauerte das mindestens eine Stunde.

50 Prozent Zeitersparnis

MuM bietet eine Software an, die genau diese Aufgaben automatisiert: Den MuM PDM Booster, eine Zusatzapplikation für Autodesk Vault. Die Software „sammelt“ alle Zeichnungen, Pläne, DXF-Dateien, die für die Produktion benötigt werden – zum Beispiel für den Laserzuschnitt, vergibt die korrekten Dateinamen, speichert die Dateien an den richtigen Stellen und startet den Druck automatisch. Was früher eine Stunde gedauert hat, ist jetzt in maximal 30 Minuten erledigt. Dazu können die Konstrukteurinnen und Konstrukteure sicher sein, dass alle Dateinamen korrekt geschrieben und am richtigen Ort gespeichert sind, (Tipp-)Fehler sind ausgeschlossen.

Autodesk Vault: Halbautomatische Freigabe auf Knopfdruck

Auch für die abteilungsinterne Zeichnungsprüfung und -freigabe hat der PDM Booster eine praktische Funktion: einen Button, über den sich ein Link versenden lässt. „Wir sitzen alle im selben Büro, da ist es sehr einfach, eine Kollegin oder einen Kollegen zu bitten, ‚mal eben‘ eine Zeichnung anzuschauen“, erklärt Martin Schwarberg. „Den Link zu versenden, erspart uns dabei viel Erklärungs- und Sucharbeit.“ Auch Personen, die nicht zur Abteilung gehören, können den Link nutzen und die Zeichnung mithilfe des Vault Thin Client anschauen und prüfen.

Mehr als Standard in Autodesk Vault

Das Team hatte schon bald weitere Wünsche: Lassen sich Informationen aus Vault möglicherweise gezielt auslesen und in den Zeichnungskopf übertragen? Autodesk Vault bietet zwar einen Automatismus, doch dieser war für Lückerath nicht flexibel genug. MuM zeigte eine weitere Kompetenz: Die Software wurde durch individuelle Programmierung angepasst, so dass die Bearbeiter nun selbst entscheiden können, ob und wann Informationen wie Bauvorhaben und interne Projektnummer in den Zeichnungskopf übernommen werden.

Für Aufzugskabinen gelten hohe Sicherheitsstandards; gleichzeitig geben Architekten und Bauherrschaften die Optik vor.(Bild:  Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG)
Für Aufzugskabinen gelten hohe Sicherheitsstandards; gleichzeitig geben Architekten und Bauherrschaften die Optik vor.
(Bild: Metallbau Lückerath GmbH & Co. KG)

Partnerschaft mit Aussicht auf mehr

Auch nach zehn Monaten ist Martin Schwarberg von der Zusammenarbeit mit MuM begeistert. Die Implementierung verlief reibungslos, Support gibt’s schnell und zuverlässig, und die Ansprechpartner denken gern auch über ungewöhnliche Lösungen nach. „Ich schätze auch die Ehrlichkeit und Geradlinigkeit“, sagt Martin Schwarberg. „Die Leute können so viel – die brauchen sich nicht mit fremden Federn zu schmücken.“ Seit er weiß, dass MuM auch Laserscanning-Projekte betreut, nehmen neue Pläne für die weitere Digitalisierung Gestalt an.

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