Technologie von Veigel liefert die Eintrittskarte zur Mobilität und garantiert, dass niemand davon ausgeschlossen wird. Die Doppelbedienungen für Fahrschulautos und die Fahrzeug-Ausstattungen wie Handbedienungen für Menschen mit Beeinträchtigung sind universell einsetzbar. Veigel fordert von seinen Zulieferern Sicherheit und Qualität und hat im Normteilwerk Robert Blohm einen Partner gefunden.
Die Handbedienungen der Veigel GmbH + Co. KG, hier das Modell eClassic, sind so gestaltet, dass sie sich perfekt ins Fahrzeug integrieren und dort im besten Fall gar nicht als Sonderausstattung wahrgenommen werden.
(Bild: Veigel GmbH + Co. KG)
Haben Sie in den letzten Jahrzehnten den Führerschein gemacht? Oder sind Sie gerade dabei? Dann hatten Sie mit großer Wahrscheinlichkeit bereits Kontakt mit der Technologie der Veigel GmbH + Co. KG. Das Traditionsunternehmen aus dem baden-württembergischen Öhringen steht seit mehr als 100 Jahren im Dienst der Mobilität und ist heute nicht nur der europaweit führende Anbieter von Doppelbedienungen für Fahrschulwagen, sondern mit der Unternehmenssparte Rehamotive auch ein wichtiger Impulsgeber in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion.
Spezialist für Sonderlösungen wie Handbedienungen und Co.
In beiden Bereichen ist die Zuverlässigkeit der eingesetzten Technologie ein absolutes Muss. Und das betrifft nicht nur die Produktion bei Veigel selbst, die gemäß ISO 9001/14001 und IATF 16949 zertifiziert ist, sondern auch die Produkte und Komponenten aller Zulieferer, die in den Systemen verbaut werden. Da kann es hilfreich sein, wenn man seine Partner genau kennt und in punkto Qualität und Kommunikation die gleiche Philosophie verfolgt. „Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit in einem Schwesterunternehmen von Blohm war ich mit der dortigen Expertise in den Bereichen Härten, Schleifen und Fräsen sowie bei den Sonderlösungen bereits bestens vertraut“, nennt Markus Koffler, heute Einkaufsleiter bei Veigel, den Anstoß für die Zusammenarbeit. „Ich kannte die Fertigungsmöglichkeiten und Qualitätsansprüche von Blohm und wollte diese gerne auch für uns nutzen. Die Tatsache, dass Blohm seine Produkte im norddeutschen Büchen fertigt, passt außerdem zu unserer Strategie, lokal statt global einzukaufen.“
Gemeinsam mit Mathias Marbs, Vertriebsmitarbeiter bei Blohm, wurden Normteile und Sonderlösungen diskutiert, die Veigel seitdem bei Blohm bezieht. „Unser Ziel war es herauszufinden, welche Teile bei Veigel benötigt werden, die wir entweder im Standardsortiment haben oder aber im Sonderbereich anfertigen und liefern können“, erläutert Marbs. „Es folgten die Angebotserstellung, die Bereitstellung von Musterteilen, die Auditierung der gewünschten Komponenten und schließlich der erste Rahmenvertrag. Seither fertigen und lagern wir die Jahresbedarfe verschiedener Komponenten und Veigel ruft diese dann just in time bei uns ab.“
Doppelbedienungen mit Laufrollen
Den Anfang machten 2012 Laufrollen in zwei Größen, die Blohm als kundenspezifische Sonderlösung fertigt, und mit denen sich die Büchener einen festen Platz in den Doppelbedienungen von Veigel sicherten. Diese sogenannten Fahrschulpedalerien gehen auf eine Erfindung des Firmengründers Wilhelm Veigel zurück, die in den 1920er Jahren eher aus der Not geboren wurde. Veigel, damals einer der ersten Opel-Vertragshändler in der Region, musste sich – mangels Fahrschulen – nicht nur als Verkaufsberater, sondern auch als Fahrlehrer im damals bereits 4-PS-starken Opel Laubfrosch engagieren. „Das lief nicht immer glatt, sondern endete – je nach Talent des Schülers – auch mal im Graben oder an der Hauswand“, berichtet Koffler. „Gemeinsam mit dem ortsansässigen Kunststoffgießer entwickelte Wilhelm Veigel deshalb im Wirtshaus eine Lösung – den Prototypen der heutigen Doppelbedienung.“ Mit der Einführung der Fahrschulpflicht Anfang der 50er Jahre ging dann die Nachfrage nach der damals längst patentierten Erfindung steil nach oben. Heute liegt Veigels Marktanteil in diesem Geschäftssegment bei rund 80 Prozent.
Die Doppelbedienungen gehen auf eine Erfindung des Firmengründers Wilhelm Veigel zurück. Heute hält Veigel mit 975 Produkt-Varianten in diesem Segment einen Marktanteil von 80 Prozent.
(Bild: Veigel GmbH + Co. KG)
Veigels Doppelbedienungen werden nach hohen Standards gefertigt und entsprechen den strengen Anforderungen der Automobilindustrie. Dank der perfekten Anpassungsmöglichkeiten, dem einfachen Einbau, dem störungsfreien Betrieb und dem leichten Rückbau sind die Veigel-Produkte in fast allen Werksprogrammen der Automobilbauer zu finden – im PKW ebenso wie im LKW oder Bus. „Es gibt eigentlich kein Fahrzeug, das wir nicht ausrüsten können“, betont Markus Koffler. „Wir haben inzwischen 975 verschiedene Varianten im Sortiment, mit denen wir die komplette Spannbreite vom Ferrari bis zum Wohnmobil abdecken – und die Laufrollen von Blohm sind immer mit dabei.“
In den Doppelbedienungen gewährleisten die Laufrollen die leichte Bedienbarkeit von Bremspedal und Kupplung des Fahrlehrers. Beide Pedale sind jeweils über einen Mitnehmer-Bolzen mit einem Schlitzhebel verbunden, über den wiederum die Bremse oder Kupplung aktiviert wird. Werden sie nicht betätigt, befinden sich die Fahrlehrer-Pedale im Freilauf. Erst wenn der Fahrlehrer ein Pedal drückt, übernimmt er die Brems- und Kuppelfunktion. Die Laufrollen befinden sich zwischen Mitnehmerbolzen und Schlitzhebel und sorgen – ähnlich wie ein Gleitlager – für eine möglichst geringe Reibung zwischen beiden Komponenten.
Handbedienungen sichern Mobilität und Teilhabe
Der Bereich Rehamotive ergänzt seit dem Jahr 2000 das Portfolio der Öhringer und ist bis heute auf rund 350 verschiedene Produkte angewachsen. Wichtigstes Segment sind hier die unterschiedlich ausgerüsteten Handbedienungen, in denen Blohm seit 2019 mit einer spezialgefertigten Gaswelle vertreten ist. Darüber hinaus entwickelt Veigel unter anderem Rutschbretter, Schwenk- und Transfersitze sowie Rollstuhlverladesysteme. „Wir können alle Beinfunktionen für einen körperlich behinderten Menschen auf die Hände übertragen“, erläutert Markus Koffler. „Auf der einen Seite, meist rechts vom Fahrer neben der Mittelkonsole, befindet sich die Handbedienung für Gas und Bremse. Über einen Multifunktionsknopf am Lenkrad lassen sich Blinker, Lichthupe, Scheibenwischer sowie alle Sekundärfunktionen, die sonst über Taster und Wippschalter bedienen werden, steuern.“ Auf diese Weise gewährleistet Veigel die vorgeschriebene Verkehrssicherheit der Einbauten, denn es bleibt immer eine Hand des Fahrers am Lenkrad. Alternativ lassen sich auch alle Funktionen direkt in die Handbedienung integrieren.
Stand: 16.12.2025
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Bei Veigel ist man stolz darauf, dass Menschen mit Handicap durch diese Entwicklungen Freiheit und Mobilität zurückgewinnen. „Wir gestalten eine Welt, in der Mobilität keine Grenze kennt – das ist unser Leitmotiv und gleichzeitig unser Beitrag zu Inklusion und Teilhabe“, erklärt Luigi Savignano, Marketing-Leiter bei Veigel. „Darüber hinaus legen wir großen Wert auf ansprechendes, ergonomisches Design und eine hohe Wertigkeit unserer Reha-Produkte. Diese sind so gestaltet, dass sie sich perfekt ins Fahrzeug integrieren und dort im besten Fall gar nicht als Sonderausstattung wahrgenommen werden.“
Durch die Anpassungsmöglichkeiten, den einfachen Einbau, den störungsfreien Betrieb und den leichten Rückbau sind die Veigel-Produkte in fast allen Werksprogrammen der Automobilbauer zu finden – im PKW ebenso wie im LKW oder Bus.
(Bild: Veigel GmbH + Co. KG)
Dass dies gelingt, zeigt eine ganze Serie an Design-Awards, mit denen das Rehamotive-Portfolio bereits ausgezeichnet wurde. Die hohen Design-Ansprüche sind aber in der Kombination mit dem meist knappen Bauraum auch eine Herausforderung für Konstruktion und Fertigung. „Die Handbedienung werden immer schmaler und ergonomischer und müssen trotzdem stabil und funktional sein“, beschreibt Markus Koffler die Entwicklung. „Um dem gerecht zu werden, brauche ich Qualitätsprodukte. Bei den Gaswellen, die wir in den Handbedienungen verbauen, hat Blohm unsere Anforderungen am besten umgesetzt, sodass wir diese Sonderteile seit 2019 dort beziehen.“ Die ca. 10 x 150 mm großen Gaswellen sind oben in der Handbedienung verbaut. Sie übertragen den Impuls des Fahrers auf den Gasgriff an die Elektronik des Fahrzeugs und regulieren auf diese Weise die Geschwindigkeit.
Respektvolle Zusammenarbeit
Aus der guten Zusammenarbeit haben sich immer wieder neue Projekte entwickelt. Beide Partner loben dabei die hohen Qualitätsansprüche des jeweils anderen und die gute und enge Zusammenarbeit. „Die Produkte von Blohm haben einen hohen technischen Standard, die Ausführung ist qualitativ sehr gut und die Mitarbeiter sind kompetent“, lobt Markus Koffler. „Fast noch wichtiger ist mir aber eine gute und partnerschaftliche Kommunikation, und die läuft mit Blohm ganz ausgezeichnet – auf Augenhöhe und mit Respekt.“