Synopsys und Ansys gaben bekannt, dass sie eine endgültige Vereinbarung geschlossen haben, nach der Synopsys Ansys übernehmen wird. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Aktionäre von Ansys 197,00 US-Dollar in bar und 0,3450 Synopsys-Stammaktien für jede Ansys-Aktie erhalten. Dies entspricht einem Unternehmenswert von rund 35 Milliarden US-Dollar, basierend auf dem Schlusskurs der Synopsys-Stammaktien am 21. Dezember 2023. Durch die Zusammenführung der Halbleiter-EDA-Lösungen von Synopsys mit dem Simulations- und Analyseportfolio von Ansys entsteht ein führender Anbieter von Lösungen für EDA und Systemdesign.
EDA-Lösungen und Simulation
Megatrends wie zum Beispiel künstliche Intelligenz und softwaredefinierte Systeme erfordern mehr Rechenleistung und Effizienz angesichts der wachsenden systemischen Komplexität. Die Zusammenführung der branchenführenden EDA-Lösungen von Synopsys mit den erstklassigen Simulations- und Analysefähigkeiten von Ansys ermögliche es, einen ganzheitlichen, leistungsstarken und nahtlos integrierten Silicon-to-Systems-Ansatz für Innovationen zu liefern. Dieser trage dazu bei, die Fähigkeiten von Technologie-F&E-Teams in einer Vielzahl von Branchen zu maximieren, so Sassine Ghazi, Präsident und CEO von Synopsys. Der Akquisition ist eine siebenjährige Partnerschaft von Ansys und Synopsis vorangegangen.
Ajei Gopal, Präsident und CEO von Ansys, ist sich sicher, dass die transformative Kombination die Fähigkeiten beider Unternehmen zusammenbringt, um die aktuellen Anforderungen der Ingenieur zu erfüllen und ihnen einen guten Einblick in die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte zu geben. Das fusionierte Unternehmen werde die Entwicklung unseres gemeinsamen Portfolios beschleunigen und ein höheres Maß an Innovation liefern. Davon würden die traditionellen Kunden von Ansys profitieren.
Gründe für die Übernahme
Kombination führender Fähigkeiten zur Erfüllung der Kundennachfrage. Die Komplexität der heutigen intelligenten Systeme erfordert die Integration von Halbleiterdesign, Simulation und Analyse, um sicherzustellen, dass die miteinander verbundenen Systeme in der realen Welt ordnungsgemäß funktionieren. Die Kombination der EDA-Technologie von Synopsys mit den Simulations- und Analysefunktionen von Ansys bietet den Kunden einen systemorientierten Ansatz für Neuentwicklungen. Alle Ansys-Kunden, auch die außerhalb der Halbleiterindustrie, können vom Zugang zu einem umfassenden Produkt- und Technologieportfolio profitieren.
Beschleunigung von Strategie und Wachstum in attraktiven, angrenzenden Bereichen. Die Geschäftsbereiche von Synopsys und Ansys ergänzen sich in hohem Maße und bieten dabei erhebliche Expansionsmöglichkeiten. Der Zusammenschluss wird die Silicon-to-Systems-Strategie von Synopsys sowohl im Kernsegment EDA als auch in hochattraktiven, angrenzenden Wachstumsbereichen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt und Industrie verbessern, in denen Ansys über eine etablierte Präsenz und erfolgreiche Markteinführungserfahrung verfügt.
EDA und Simulation: Tief integrierte Suite von Software-Tools
Komplementärer Fit: Synopsys und Ansys pflegen seit 2017 eine Partnerschaft. Sie teilen eine Kultur, die auf Integrität, exzellenter Ausführung und der Unterstützung von Kunden basiert. Durch die Kombination ihrer hochgradig komplementären Lösungen wird erwartet, dass Kunden eine breitere, tief integrierte Suite von Software-Tools zur Verfügung steht, um ihre schwierigsten Design-Herausforderungen zu lösen und gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse durch die modellbasierte Analyse komplexer Systeme zu gewinnen.
Bedeutende Ausweitung des gesamten adressierbaren Marktes. Es wird erwartet, dass der gesamte adressierbare Markt (TAM) von Synopsys um das 1,5-fache auf ca. 28 Milliarden US-Dollar ansteigen wird. Es wird erwartet, dass dieser kombinierte TAM mit einer CAGR4 von etwa 11% wachsen wird, angetrieben durch Megatrends, die den Bedarf an der Verschmelzung von Elektronik und Physik in allen Branchen beschleunigen.
Finanzielle Kennzahlen und Ausblick
Stärkt Synopsys' starke finanzielle Position und Ausblick. Es wird erwartet, dass der Zusammenschluss das Finanzprofil von Synopsys stärken wird. Das fusionierte Unternehmen erwartet, sein zweistelliges Wachstum fortzusetzen, das voraussichtlich das TAM-Wachstum übertreffen wird. Man rechnet damit, dass der Zusammenschluss die Non-GAAP-Betriebsmarge von Synopsys um ca. 125 Basispunkte und die unverschuldete freie Cashflow-Marge um ca. 75 Basispunkte im ersten vollen Jahr nach dem Zusammenschluss steigert. Der Zusammenschluss soll sich nach den Erwartungen im zweiten vollen Jahr nach dem Abschluss positiv auf das Non-GAAP EPS auswirken -- und danach in erheblichem Maße.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Starke Bilanz unterstützt schnelles Deleveraging. Das fusionierte Unternehmen soll einen beträchtlichen und nachhaltigen freien Cashflow generieren. Dieser soll einen raschen Abbau der Verschuldung auf weniger als das Zweifache des bereinigten EBITDA innerhalb von zwei Jahren nach dem Zusammenschluss ermöglichen. Langfristiges Ziel: Ein Verschuldungsgrads von weniger als 1. Synopsys geht davon aus, dass das Unternehmen angesichts der starken Cashflow-Generierung und der Verpflichtung zum raschen Abbau des Verschuldungsgrads sein Investment-Grade-Rating beibehalten kann.
Kosten- und Ertragssynergien. Das fusionierte Unternehmen rechnet mit Kostensynergien in Höhe von ca. 400 Mio. US-Dollar bis zum dritten Jahr nach dem Abschluss der Transaktion. Außerdem erwartet es Umsatzsynergien in Höhe von ca. 400 Mio. US-Dollar bis zum vierten Jahr nach dem Abschluss der Transaktion, die längerfristig auf mehr als 1 Mrd. US-Dollar jährlich ansteigen sollen.
Bedingungen der Transaktion
Synopsys beabsichtigt, die 19 Milliarden US-Dollar bar durch eine Kombination aus Kassenbestand und Fremdfinanzierung aufzubringen. Synopsys hat eine vollständig zugesagte Fremdfinanzierung in Höhe von 16 Milliarden Dollar erhalten.
Die Transaktion wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2025 abgeschlossen, vorbehaltlich der Zustimmung der Ansys-Aktionäre, der erforderlichen behördlichen Genehmigungen und anderer üblicher Abschlussbedingungen.
Bild oben: Synopsys übernimmt Ansys und schafft damit einen führenden Anbieter von Lösungen für das EDA, Simulation und Systemdesign.