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Wie Simulation die Automobilentwicklung vorantreibt

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Reduzierung physischer Prototypen beschleunigt den Entwicklungsprozess 

Die erhöhten Anforderungen an Fahrzeugsicherheit und -nachhaltigkeit bei gleichzeitigem hohen Kostendruck verlangen eine Vielzahl an Simulationen, um die hohe Zahl an unterschiedlichen Faktoren berücksichtigen zu können.

Tarik El Dsoki, Hexagon, zur Rolle der Simulation in der Fahrzeugentwicklung
Tarik El Dsoki, Senior Director Major Accounts EMEA, Hexagon Manufacturing Intelligence Germany GmbH.
(Bild: Hexagon Manufacturing Intelligence Germany GmbH)
  • Was sehen Sie als die wichtigsten Trends im Automobildesign?

    Wichtige Trends in der Fahrzeugentwicklung sind neben der fortschreitenden Elektrifizierung insbesondere die Entwicklung hin zum Software Defined Vehicle sowie zum autonomen Fahren. Diese Trends sind eng miteinander verknüpft, da sie die Umstellung auf nachhaltige, sicherere und effizientere Fahrzeuge ermöglichen. Parallel geht aber auch die Entwicklung der Verbrennermotoren weiter, die auf Grund einer anderen Massenverteilung ein unterschiedliches Fahrverhalten aufweisen.

  • Wie kann Simulation den Bedarf an physischen Prototypen reduzieren?

    Eine Simulation ermöglicht, Design- und Leistungselemente virtuell zu testen. Dies lässt eine schnellere und kosteneffizientere Entwicklung zu, da Änderungen und Optimierungen in Echtzeit und ohne Anpassung physischer Modelle vorgenommen werden können. Geringere Kosten und schnellere Entwicklungszyklen sind somit schon heute möglich. Außerdem schonen Simulationen im Vergleich zum physischen Prototypbau Ressourcen, was die Entwicklung nachhaltiger macht.

  • Was bedeutet das für den Entwicklungsprozess?

    Die Reduzierung physischer Prototypen beschleunigt den Entwicklungsprozess erheblich. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung der Crash-Simulation: Indem Sicherheitstests virtuell durchgeführt werden, erübrigt sich die Notwendigkeit mehrerer physischer Crash-Tests.

  • Welche Funktionen des softwaredefinierten Fahrzeugs profitieren besonders von Simulationsanwendungen?

    Funktionen softwaredefinierter Fahrzeuge, die von Simulationsanwendungen profitieren, sind unter anderem autonomes Fahren, Energieverwaltung und Fahrzeugdiagnose. Diese Funktionen erfordern komplexe Algorithmen und eine hohe Rechenleistung, die sich durch eine Simulation optimieren lassen. Die Analyse unterschiedlicher Szenarien mit der Simulation im Vorfeld ermöglicht eine realitätsnahe Vorhersage des Fahrzeugverhaltens und Bereitstellung von Daten, die dann wiederum dem Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden und somit die dann benötigte Rechenzeit optimiert.

  • Wie wird künstliche Intelligenz die Produktentwicklung in der Zukunft beeinflussen?

    Künstliche Intelligenz wird die Produktentwicklung erheblich beeinflussen, indem sie die Entwicklung von Algorithmen für autonomes Fahren, Predictive Maintenance und personalisierte Benutzererfahrung ermöglicht. Die erhöhten Anforderungen an Fahrzeugsicherheit und -nachhaltigkeit bei gleichzeitigem hohen Kostendruck verlangen eine Vielzahl an Simulationen, um die hohe Zahl an unterschiedlichen Faktoren jeweils berücksichtigen zu können. Die Erstellung dieser Modelle und die entsprechende Auswertung der Ergebnisse wird erst durch KI wirklich effizient möglich.

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